AMD FX 8120 im Test
Günstiger Achtkern-Bulldozer im Benchmark
Der AMD FX 8120 ist der zweite 8000er-Bulldozer nach dem FX 8150. Statt mit 3,6 läuft der FX 8120 im Test nur mit 3,1 GHz, kostet dafür aber gut 40 Euro weniger. Genug für einen Geheimtipp?
Von
Daniel Visarius
|
Datum:
30.07.2012
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Unter den sechs aktuell erhältlichen FX-Prozessoren von AMD ist der
AMD FX 8120
mit einem Preis von zum Testzeitpunkt rund 160 Euro inklusive Versandkosten der zweiteuerste und damit nominell auch der zweitschnellste.
Vom Spitzenmodell FX 8150 unterscheidet sich der FX 8120 außer durch die niedrigeren Anschaffungskosten nur durch den von 3,6 auf 3,1 GHz reduzierten Standardtakt (der maximale Turbo-Takt sinkt nur geringfügig von 4,2 auf 4,0 GHz). Wie alle Bulldozer-Prozessoren startet auch der FX 8120 in allen AM3+-Mainboards, lässt sich aber ebenfalls in ältere AM3-Platinen einsetzen, wenn der Platinenhersteller ein passendes Bios-Update bereitstellt.
Im Test untersuchen wir, wo sich der FX 8120 zwischen dem schnellen Achtkerner FX 8150 (200 Euro) und dem Sechskernflaggschiff FX 6200 (150 Euro) einfügt. Vor allem aber sind wir gespannt, wie sich der kleine Achtkerner gegen Intels günstigste Core-i5-Vierkerner aus der aktuellen Ivy-Bridge-Generation schlägt, die für rund 180 Euro zu haben sind.
Der AMD FX 8120 verfügt über vier Bulldozer-Module, innerhalb derer sich die zwei Kerne die Hälfte der Ausführungseinheiten teilen müssen – und ausgerechnet die für Spiele wichtigsten.
AMD FX 8120 im Detail
Mit seinen 3,1 GHz ist der FX 8120 der Bulldozer-Prozessor mit der niedrigsten Taktfrequenz. Im Test wird sich daher zeigen, ob die Bulldozer-Architektur eher von mehr Kernen oder eher von einer höheren Taktfrequenz profitiert oder sich die technischen Unterschiede, etwa im Vergleich zum 3,8 GHz schnellen Sechskerner
AMD FX 6200
, in den Benchmarks eher ausgleichen.
Trotz der vergleichsweise moderateren 3,1 GHz verbraucht der FX 8120 wie der
AMD FX 8150
laut AMD 125 Watt TDP und damit nominell fast doppelt so viel der direkte Konkurrent, der Intel Core i5 3450 für 180 Euro. Auch der FX 6200 mit seinen 3,8 GHz und der besonders hochgetaktete Vierkerner
AMD FX 4170
mit 4,2 GHz schlucken bis zu 125 Watt. Nur
AMD FX 4100
(3,6 GHz) und
AMD FX 6100
(3,3 GHz) begnügen sich mit 95 Watt. Verantwortlich für die hohe Stromaufnahme sind die Höhe der Taktfrequenz, aber vor allem auch der 32-nm-Prozess – Intel fertigt seine Ivy-Bridge-Chips bereits in 22 nm kleinen Strukturen.
Testsystem
Zum Test des AMD FX 8120 verwenden wir unseren gewohnten Benchmark-Parcours aus den Spielen
Anno 2070
,
Batman: Arkham City
,
F1 2011
,
H.A.W.X. 2
und
Skyrim
. Alle Titel messen wir in den zwei bei unseren Leser am häufigsten Auflösungen 1680x1050 und 1920x1080. Allerdings ohne Kantenglättung, weil sonst selbst die eingesetzte High-End-Grafikkarte
Nvidia Geforce GTX 680
die Resultate zu stark beeinflussen beziehungsweise beinahe allein bestimmen würde. Außer in Spielen testen wir den AMD FX 8120 auch mit zwei Multimedia-Benchmarks: Der Cinebench R11.5 nutzt alle vorhandenen Rechenkerne durch aufwändige 3D-Renderings und die Performance beim Umwandeln von Videos prüfen wir mit dem x264-HD-Benchmark.
Spiele-Benchmark-Tests
Im Vergleich zum AMD FX 8150 fällt der FX 8120 um rund elf Prozent zurück, allerdings bei einem 20 Prozent niedrigerem Preis. Das Preis-Leistungs-Verhältnis der beiden Bulldozer-Achtkerner spricht also klar für den FX 8120. Gegenüber dem FX 6200 steht der FX 8120 aber zumindest in Spielen minimal schlechter da: Der Sechskerner rechnet mit seinen 3,8 GHz rund drei Prozent langsamer, kostet aber weniger. Auch der nochmals günstigere FX 4170 mit vier Kernen und 4,2 GHz für 130 Euro liegt noch einen (vernachlässigbaren) Hauch vor dem Achtkerner 8120. Alle Bulldozer bis auf das Spitzenmodell FX 8150 verlieren im Test zudem den schnellsten Chips aus AMDs eigener Vorgängergeneration, etwa dem
Phenom II X4 980
.
Anno 2070 hohe Details, DX11
Core 2 Quad Q6600 2,4 GHz, 4C/4T, S775
Core 2 Duo E6600 2,4 GHz, 2C/2T, S775