AMD-Prozessoren : Das Bundle aus AMD FX 9590 und einer Wasserkühlung war nicht das, was sich viele Nutzer von AMD als "Neuigkeit" gewünscht hatten. Das Bundle aus AMD FX 9590 und einer Wasserkühlung war nicht das, was sich viele Nutzer von AMD als "Neuigkeit" gewünscht hatten.

Update: Rory Read, CEO von AMD, hat gegenüber Bloomberg erklärt, dass der Weg des Unternehmens in den nächsten Monaten im Prozessor-Bereich noch recht holprig sein werde. Grund dafür sei, dass es noch 18 Monate dauert, bis AMD wirklich neue Prozessoren vorstellen könne. Damit scheint Read die bisherigen Gerüchte zu bestätigen, laut denen vor 2016 nicht mit einer neuen Prozessor-Architektur zu rechnen ist.

Die kleineren Verbesserungen, die AMD in letzter Zeit beispielsweise in seine Server-CPUs oder die APUs mit integriertem Grafikkern einbaut, sollen AMD aber bis dahin schon zu mehr wirtschaftlichen Erfolg führen. Laut Read sind die Entwickler im Gegensatz zu früher inzwischen in der Lage, die entsprechenden Chip-Designs innerhalb des Zeitplans abzuliefern.

Originalmeldung: In einem über eine Stunde langem Gespräch mit Maximum PC beantwortete der Sales-Chef von AMD; Roy Taylor, viele Fragen. Interessant war dabei vor allem, dass AMD entgegen den früheren Aussagen nun doch den High-End-Markt für Prozessoren nicht komplett Intel überlassen möchte. Taylor hatte vor einigen Wochen Andeutungen über neue Produkte im Bereich der FX-Prozessoren gemacht, bei denen es sich aber nur um Bundles wie dem FX-9590 mit Wasserkühlung handelte.

Er sei aber sehr überrascht von den Reaktionen gewesen, die sich einen wirklich neuen FX-Prozessor gewünscht hätten. Er habe E-Mails und Tweets erhalten und versicherte in dem Interview nun, dass AMD die Wünsche der Nutzer aufmerksam verfolgt. Allerdings dürfte er nichts über Dinge sagen, die noch nicht angekündigt wurden. Diese Aussage lässt immerhin darauf schließen, dass es »noch nicht angekündigte Dinge« gibt, an denen AMD arbeitet. Die letzten Gerüchte gehen ja ohnehin davon aus, dass AMD und der zurückgekehrte Vater des Athlon XP und Athlon 64, Jim Keller, an einer komplett neuen Architektur für Prozessoren arbeiten. Da dies allerdings Zeit in Anspruch nimmt, dürfte es auch 2015 noch keine entsprechenden Produkte im Handel geben - aber vielleicht doch eine erste Ankündigung.

Taylor äußerte sich auch zu DDR4-Speicher, der zwar aktuell sehr teuer und selten sei, aber sobald sich das ändere und es für Spieler Sinn mache, werde sich auch AMD entsprechend engagieren. Momentan beobachtet das Unternehmen die Entwickler aber nur. Überraschenderweise war bei dem Gespräch auf gemeinsamen Wunsch auch Kevin Wasielewski anwesend, der CEO von Origin PC. Dieses Unternehmen hatte letztes Jahr AMD-Grafikkarten aus seine Geräten wegen technischer Probleme verbannt und sich über mangelnden Support beschwert. Die Schwierigkeiten scheinen nun aber ausgeräumt und Origin bietet nun auch wieder AMD-Hardware an.

AMD Am486 (1974)
Der AM9080 kam 1974 auf den Markt und war ein nicht lizensierter Klon von Intels 8080-Prozessor, einer 8-Bit-CPU die mit sagenhaften 2 MHz Taktfrequenz arbeitete und als erster universell einsetzbarer Mikroprozessor gilt. Erst 1982 bekam AMD die offizielle Lizenz von Intel, da IBM den Intel 8080 im IBM-PC verwenden wollte und IBMs Firmenpolitik mindestens zwei verschiedene Lieferanten für die Chips vorschrieb. Unter dem gleichen Lizenzabkommen entstand auch AMDs folgender Am286-Prozessor, eine Kopie von Intels 80286-CPU. (Bild: Konstantin Lanzet, GNU FDL)