Samsung Galaxy S4 Mini

Smartphones   |   Datum: 16.09.2013
Seite 1 2 3   Wertung

Samsung Galaxy S4 Mini im Test

LTE-Galaxy im iPhone-Format

Das Samsung Galaxy S4 ist teuer und vielen Nutzern auch einfach zu groß. Mit dem Galaxy S4 Mini schickt uns Samsung nun ein Mittelklasse-Smartphone mit aktueller Android-Technik in einem handlicheren Format zum Test.

Von Florian Kaindl |

Datum: 16.09.2013


Samsung Galaxy S4 Mini : Optisch orientiert sich Samsung beim S4 Mini stark am High-End-Smartphone S4. Das Mini gibt's aber auch außer in weiß und schwarz auch in braun und violett. Optisch orientiert sich Samsung beim S4 Mini stark am High-End-Smartphone S4. Das Mini gibt's aber auch außer in weiß und schwarz auch in braun und violett.

Bei aller Leistung und Ausstattung bleibt bei Android-Smartphones häufig die Handhabung etwas auf der Strecke. Riesige 4,7- oder 5-Zoll-Displays machen mit Videos und Spielen viel Spaß, schaffen außerdem Platz für die Hardware darunter, müssen zuweilen aber umständlich mit zwei Händen bedient werden und passen nicht in jede Hosentasche. So verhält es sich auch mit Samsungs zum Testzeitpunkt rund 580 Euro teuren Flaggschiff Samsung Galaxy S4 . Eine zu Preisen ab rund 320 Euro deutlich günstige Alternative hat der Hersteller jetzt mit dem Samsung Galaxy S4 Mini auf den Markt gebracht. Auf den ersten Blick wird der kleine Bruder seinem Namen auch gerecht, denn das Mini-Modell sieht aus wie ein S4, fühlt sich an wie eins und verfügt über eine ähnlich umfangreiche Ausstattung sowie dieselbe Software - wurde aber längs und quer um jeweils ungefähr einen Zentimeter geschrumpft.

Zum Thema » Samsung Galaxy S4 im Test Samsung wehrt sich gegen Vorwürfe der Benchmark-Manipulation » Apple iPhone 5 im Test Apples neues High-End-Smartphone » Samsung Galaxy S3 im Test Galaktisches Quad-Core-Smartphone Samsung Galaxy S4 Mini ab 219,00 € bei Amazon.de Für die kleineren Abmessungen und den geringeren Preis wurde, wie schon beim Vorgänger Galaxy S3 Mini, allerdings kräftig an der Rechenleistung gespart. So arbeitet im S4 Mini »nur« ein Dual Core statt ein Quad-Core-Prozessor, die Kamera löst mit nur 8 Megapixeln auf und auch die Bildschirmauflösung wurde drastisch reduziert. Ob sich der Griff zum Mini-Galaxy dennoch lohnt, überprüfen wir im Test.

Hardware

Am deutlichsten bemerkbar macht sich der vergleichsweise günstige Preis des Galaxy S4 Mini bei der verbauten Hardware. Auf einen Vierkernprozessor hat Samsung verzichtet und setzt stattdessen auf einen Zweikerner von Qualcomm mit einer etwas verringerten Taktrate von 1,7 statt 1,9 GHz. Auch den Arbeitsspeicher reduziert der Hersteller von 2,0 auf 1,5 GByte, und der integrierte Grafikchip Adreno 305 kann ebenfalls nicht mit dem Adreno-320-Chip des Galaxy S4 mithalten.

Damit verfügt das Galaxy S4 Mini zwar über durchaus potente, aber bei weitem nicht so zukunftsfähige Hardware wie das Schwestermodell. Im Test laufen auch grafisch anspruchsvolle Spiele wie Real Racing 3 flüssig, machen aber wegen reduzierten Details und längeren Ladezeiten nicht ganz so viel Spaß wie auf einem Galaxy S4 oder HTC One .

Samsung Galaxy S4 Mini : Aufwändige Spiele wie hier Real Racing 3 laufen auf dem S4 Mini nur in reduzierten Details, um flüssiges Spielen zu ermöglichen.

Samsung Galaxy S4 Mini
Aufwändige Spiele wie hier Real Racing 3 laufen auf dem S4 Mini nur in reduzierten Details, um flüssiges Spielen zu ermöglichen.

Auf die Akkulaufzeit wirken sich die reduzierte Hardware und der kleinere Bildschirm dagegen positiv aus. Zwar hat der Akku des Galaxy S4 Mini mit 1900 mAh längst nicht die Kapazität des S4-Akkus (2600 mAh), kommt bei intensivem Testbetrieb aber locker auf fünf bis sechs Stunden. Das ist nicht hervorragend, dürfte aber normalen Anwendern genügen. Wie beim S4 lässt sich der Akkudeckel aus Plastik leicht abnehmen, so dass im Fall eines defekten Akkus nicht gleich das ganze Gerät zum Hersteller muss.

Auch die vielen vom S4 Mini unterstützten Drahtlos-Standards können sich sehen lassen. Neben dem 4G-Netz LTE und WLAN nach 802.11 a/b/g/n beherrscht das S4 Mini auch Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.0, NFC sowie GPS und GLONASS zur Navigation. Nur den WLAN-Standard IEEE 802.11ac mit Gigabit-Durchsatz hat Samsung beim Mini-Modell nicht berücksichtigt. Ein Micro-HDMI-Anschluss fehlt dem Mini ebenfalls, der entsprechende MHL-Adapter kostet etwa 30 Euro.

Samsung Galaxy S4 Mini : Das Interface der Kamera-App. Durch die Anzeige rechts oben behalten wir die Dateigröße bei Videoaufnahmen im Auge. Das Interface der Kamera-App. Durch die Anzeige rechts oben behalten wir die Dateigröße bei Videoaufnahmen im Auge. Obwohl Samsung auch eine 32- und 64-GByte Variante produziert, wird in Deutschland momentan nur ein Modell mit 8 GByte internem Speicher vertrieben. Umso bitterer, dass das Betriebssystem allein schon 3 GByte davon einnimmt, so dass uns im Test effektiv nur 5 GByte bleiben. Dafür verfügt auch das S4 Mini über einen MicroSD-Kartenslot, mit dem wir den Speicher um bis zu 64 GByte aufstocken können. Beim Telefonieren erweist sich die Gesprächsqualität als ebenso hoch wie beim S4. Stimmen werden akkurat, ohne Rauschen und ausreichend laut wiedergegeben. Der Lautsprecher an der Rückseite des Geräts klingt dagegen eher blechern, erreicht aber immerhin eine ordentliche Lautstärke.

Display

Samsung setzt weiterhin auf die hauseigene Display-Technik Super AMOLED. Der Bildschirm im S4 löst mit 540 x 960 Pixeln zwar etwas höher auf als noch der des Samsung Galaxy S3 Mini , die Pixeldichte lässt aber weiter zu wünschen übrig. Mit 256 ppi kommt das S4 mini weder an die Schärfe eines Apple iPhone 5 (326 ppi) noch an die des Samsung Galaxy S3 (306 ppi) heran, geschweige denn an die der 1080p-Bildschirme im HTC One (468 ppi) oder Galaxy S4 (441 ppi). Der Unterschied ist durchaus mit bloßem Auge erkennbar, besonders unangenehm stößt die geringe Auflösung im Test aber bei Youtube-Videos auf. Weil das S4 Mini kein HD-Display hat, gibt die App Videos nur in 480p aus. Die unschöne Folge sind deutlich sichtbare Artefakte.

Auch wenn die Auflösung nicht zum Filmegucken einlädt, sorgt die Super-AMOLED-Technik für eine farbenfrohe und kontrastreiche Darstellung. Wie beim S4 strahlt auch das Display des S4 Mini gerade hell genug, um auch an sonnigen Tagen lesbar zu bleiben. Durch die Verwendung von Corning Gorilla Glass 3 beugt Samsung Kratzern vor, Schlüssel und Münzen in der Hosentasche sollten dem Mini also wenig anhaben können.

Kamera

Samsung Galaxy S4 Mini : Nur bei Tageslicht geraten Bilder wirklich gut, dann produziert die Kamera aber scharfe Bilder mit realitätsnahen Farben.

Ohne HDR
Nur bei Tageslicht geraten Bilder wirklich gut, dann produziert die Kamera aber scharfe Bilder mit realitätsnahen Farben.

Die zwei im Galaxy S4 Mini verbauten Kameras lösen mit 8 beziehungsweise 1,9 Megapixeln auf. Die Kamera-App wurde fast eins zu eins vom Galaxy S4 übernommen, so dass wir auch auf dem Mini zahlreiche Modi und Einstellungen in einem schicken und intuitiv bedienbaren Menü untergebracht finden. Gerade im Vergleich zum Galaxy S3 Mini gelingen uns im Test gute Fotos. Die höhere Auflösung macht sich im Test stark bemerkbar, und auch die Farben wirken lebendiger. Mit der 13-Megapixel-Kamera des S4 kann das S4 Mini dagegen naturgemäß nicht mithalten - den Fotos des Mini fehlt die Schärfe und Brillanz der Bilder vom S4. Zudem macht das S4 Mini in Räumen mit wenig Tageslicht schneller schlapp. Dagegen sehen mit dem S4 Mini aufgenommene Videos in 1080p ebenso gut aus wie die des Schwestermodells, ein Bildstabilisator fehlt aber.

Etwas dürftig hat Samsung die Frontkamera ausgestattet. Mit ihr sind Videoaufnahmen maximal in 720p und Fotos mit 1,9 Megapixeln nur im quadratischen Format (1392x1392 Pixel) möglich. Für Videotelefonie und Schnappschüsse reicht die Qualität vollkommen aus.

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dernamedersolangist
#1 | 16. Sep 2013, 09:56
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Haeggar
Haeggar
#2 | 16. Sep 2013, 10:01
Immer wieder herrlich, dieser ppi-Wahn.
Kein Mensch kann zwischen 200 ppi und 300ppi unterscheiden, wenn er das Handy unter normalen Gebrauch (= ca. 30 cm Betrachtungsabstand) vor sich hält.
Aber hier hat ja das Marketing der Hersteller ganze Arbeit geleistet. Nach dem Megapixel-Wahn sind wir nun beim ppi-Wahn angekommen, mit immer größeren Zahlen. Die eine Hälfte kapiert nicht einmal, was ppi bedeutet (und verwechselt es mit dpi), die andere Hälfte versteht es zwar, der Nutzen ist aber gleich Null.
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Avatar Flaurian
Flaurian
#3 | 16. Sep 2013, 10:01
Mir gefällt der deutliche Preisunterschied zum größeren Modell, könnte sich manch anderer Hersteller mal eine Scheibe abschneiden. Man hat immerhin ein Flaggschiff Modell (S-Reihe) zum bezahlbaren Preis. Ich hoffe das die kleine Kritik an andere Hersteller niemanden Persönlich angreift.
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spanier27
#4 | 16. Sep 2013, 10:18
Auch wenn "Smart Stay" im Artikel als überflüssig herabgestuft wird. Ich möchte darauf bei meinen Note 2 nicht mehr verzichten, gerade bei längeren Texten im Internet.
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Marine
#5 | 16. Sep 2013, 10:39
Das Galaxy Mini ist das einzige Android-Smartphone, welches akzeptabel ist: Prozessor- und Speichergröße sind sehr gut, des muss man nicht einen Klotz rumschleppen wie beim großen Modell, bei dem man nicht mal alles mit einer Hand bedienen kann.

Der Auflösungswahn der Marketingabteilungen ist langsam wirklich ätzend, insbesondere bei Kameras. Das aktuelle Nokia hat soooo viel Megapixel, und die Bilder sehen später einfach grausig aus im Vergleich zu anderen. Oder auch die Bildschirme: hier wird einfach nur eine tolle große Zahl in den Raum gestellt, die größer ist als die vom Mitbewerber. Aber am Ende sehen die meisten Leute auf einem Fernseher nicht mal den Unterschied zwischen einer DVD und einer BlueRay.
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Avatar nameless_one
nameless_one
#6 | 16. Sep 2013, 10:50
also im dierekten vergleich will ich schon behaupten das man den Unterschied zwischen 200 und 300 ppi sieht. und da nehm ich dann schon das hochauflösendere. ich will ehr behaupten das der Unterschied ab 300 ppi nich mehr auffällt, drunter aber schon.

Und wer den Unterschied zwischen DVD und Blueray nich sieht hat entweder n schlechten Fernseher oder schlechte Augen^^

Für den ein oder anderen mag das klein Kariert sein, ich denke aber es gibt genug die wie ich da etwas genauer hinsehen.

Am sonsten gutes Smartphone zu einem gerechtem Preis(320€) wie ich finde. für den Casualuser völlig ausreichend.
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Avatar Gunni
Gunni
#7 | 16. Sep 2013, 11:05
Auch wenn ich von diesen "Mini" Varianten nichts halte, da hier einfach nur versucht wird mit dem Namenszusatz des Highend Gerätes Kasse zu machen ohne auch nur im geringsten etwas mit der dort vorhandenen Hardware zu tun zu haben, halte ich wenn dann noch das One Mini für die bessere Alternative, da es einfach noch ein stück näher am HigEnd Vorbild liegt was seine Ausstattung angeht.

Grundsätzlich würde ich aber jedem der nen S4 Mini toll findet erstmal raten sich bei der Konkurrenz umzuschauen. Ein Dualcore Smartphone mit gerade mal QHD Auflösung und nem 4,3" Display bekommt man bereits brauchbare ab 180 Euro, steht dann halt nicht Samsung drauf...
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Avatar zeedy
zeedy
#8 | 16. Sep 2013, 11:11
Kann diesen Zoll- und ppi-Wahn auch überhaupt nicht nachvollziehen. qHD für ein 4.3 Zoll großes Display ist doch vollkommen in Ordnung! Was soll ich denn mit Full HD auf 5 Zoll? Was gibt es Überflüssigeres? Das verbaucht doch nur unnötig Akkuleistung. Und da macht Samsung endlich etwas richtig, bringt ein kompaktes, mit 4.3 Zoll sehr gut dimensioniertes Smartphone, dass technisch sehr gut ausgestattet ist (soll ja mit dem S3 praktisch immer mithalten können), das auch noch über eine sehr gute Ausdauer verfügt.

Ich finde nämlich, dass die Ausdauer mittlerweile ziemlich vernachlässigt wird, man hat sich irgendwie daran gewöhnt, dass ein Smartphone jeden Tag aufgeladen werden muss. Ich finde aber dass das Ziel der Hersteller 2 Tage bei relativ intensiver Verwendung sein muss. Und das kann man nicht mit Tablet Format, 3GHz Quadcore und FullHD erreichen!

Dass wir mittlerweile soweit sind, dass 5Zoll quasi Standard ist, finde ich sehr schade! Es gibt doch auch Leute wie mich, die solche Formate nicht gebrauchen können, das passt doch nicht mehr in die Hosentasche! 4.3 Zoll Smartphones sind schon sehr rar, und die die auf dem Markt sind, sind schwach ausgestattet. Bis auf dieses S4 mini.
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Avatar thecrow973
thecrow973
#9 | 16. Sep 2013, 11:13
Der Link vom Einkaufsführer: Bestenliste führt in Leere...
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Avatar Haeggar
Haeggar
#10 | 16. Sep 2013, 11:14
Zitat von nameless_one:
also im dierekten vergleich will ich schon behaupten das man den Unterschied zwischen 200 und 300 ppi sieht. und da nehm ich dann schon das hochauflösendere. ich will ehr behaupten das der Unterschied ab 300 ppi nich mehr auffällt, drunter aber schon.


Wie gesagt: nicht im geringsten unter Normalbedingungen, sprich ca. 30 cm Betrachtungsabstand. Wenn man sich die Dinger vors Auge klebt, dann vielleicht ja.


Zitat von nameless_one:

Und wer den Unterschied zwischen DVD und Blueray nich sieht hat entweder n schlechten Fernseher oder schlechte Augen^^

Für den ein oder anderen mag das klein Kariert sein, ich denke aber es gibt genug die wie ich da etwas genauer hinsehen.


Hier sieht man sehr schön die Ahnungslosigkeit, die schlichtweg vorherrscht. Es geht ums Ausgabemedium: Blue-Ray stellt full-HD dar und wird entsprechend sauber auf full-HD-Displays dargestellt. Die DVD-Auflösung ist geringer (720×576px), entsprechend gröber wird das Bild auf einem full-HD-Display wiedergegeben.
Auf einem Display mit 720×576-Auflösung würdest du zwischen DVD und Blue-Ray keinen Unterschied feststellen können.
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