Intel SSD 320 300 GByte

SSDs   |   Datum: 18.06.2011
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Intel SSD 320 300 GByte im Test

Viel Performance und Speicherplatz fürs Geld

Intels SSD 320 nutzt aktuelle 25-nm-Chips, setzt aber noch auf die SATA2-Schnittstelle und bietet besonders viel Speicherplatz pro Euro. Im Test muss sich die Intel SSD 320 als Windows- und Spielefestplatte beweisen.

Von Florian Klein |

Datum: 18.06.2011


Intel SSD 320 300 GByte : Die SSD-320-Serie nutzt günstiger zu fertigende 25-nm-Speicherchips. Die SSD-320-Serie nutzt günstiger zu fertigende 25-nm-Speicherchips. Die SSD 320 ist Intels jüngste SSD-Serie und setzt auf die günstiger zu fertigenden 25-nm-Chips. In den meisten SSDs stecken dagegen noch ältere 34-nm-Chips, die in Bezug auf die Leistung nicht schlechter, aber teurer in der Herstellung sind und dadurch den Gesamtpreis erhöhen. Da die SSD 320 noch verhältnismäßig neu ist, konnte uns Intel nur das 300-GByte-Modell für 440 Euro zum Test liefern. Kleinere Varianten mit 40 GByte (80 Euro), 80 GByte (140 Euro), 120 GByte (190 Euro) und 160 GByte (250 Euro) sowie ein größeres Modell mit 600 GByte (920 Euro) gibt es aber ebenfalls im Handel. Hinweis: In den Benchmarks finden Sie neben der Intel SSD 320 auch aktuelle SSD-Modelle anderer Hersteller, deren Tests wir in Kürze veröffentlichen werden.

Update - April 2013: Da seit der Veröffentlichung des vorliegenden Tests einige Zeit vergangen ist - in der sich die SSD-Technik deutlich weiter entwickelt hat - haben wir die Wertung dieser (immer noch erhältlichen) SSD angepasst, um ihre Leistung im heutigen Konkurrenzumfeld realistisch einzuordnen.

Wie wir testen

Alle SSDs testen wir an der SATA3-Schnittstelle des Asus P8P67 Evo R3.0 (Intel P67, Sockel 1155), das mit einem Intel Core i7 2600K sowie 4,0 GByte DDR3-RAM ausgestattet ist. Die Messungen führen wir mit dem AS SSD Benchmark des deutschen Programmierers Alexej Schepeljanski durch. Die Leistung beim Lesen und Schreiben großer zusammenhängender Dateien wie etwa Videos gibt die »Sequenzielle Performance« an. Unter »Random Performance« finden Sie die Leistung beim Lesen und Schreiben kleiner, zufällig verteilter Dateien, die für das Booten des Betriebssystems sowie beim alltäglichen Arbeiten mit Windows wichtig ist. Dazu kommen die durchschnittlichen Zugriffszeiten der SSD, die vor allem bei vielen parallelen Dateizugriffen die Reaktionsfreudigkeit des Systems beeinflussen.

Neben diesen synthetischen Messungen soll aber auch die Praxis nicht zu kurz kommen. Deshalb stoppen wir die Zeit, die vom Drücken des Power-Knopfes über die Bios-Initialisierung bis zum vollendeten Start von Windows 7 inklusive Steam-Client, Viren-Scanner und einigen Sidebar-Gadgets vergeht. Das ist praxisnäher als nur die reine Windows-Ladezeit von der (SSD-)Festplatte anzugeben. Außerdem messen wir die Ladezeiten eines Crysis -Levels sowie einer großen Stadt in Anno 1404 . Zum Vergleich haben wir mit der Seagate Barracuda XT auch eine schnelle herkömmliche Festplatte mit 2,0 TByte, 7.200 U/Min und SATA3-Schnittstelle durch die Benchmarks gescheucht. Bei den Zugriffszeiten haben wir die Barracuda XT allerdings außen vorgelassen, da sie mit 16,46 Millisekunden beim Lesen und 2,46 ms beim Schreiben um Größenordnungen länger braucht als die SSDs (unter 1,0 ms) und so das Balkendiagramm sprengen würde.

Benchmarks

Intel SSD 320 300 GByte :

Sequenzielle Performance

Intel setzt bei der SSD 320 nach wie vor auf SATA2 und limitiert dadurch die maximalen Transferraten. Das zeigt sich bei der Leistung: Mit 264,3 MByte/s beim sequenziellen Lesen reizt die SSD 320 die SATA2-Bandbreite voll aus; auch die kleineren SSD 320-Modelle erreichen laut Intel diese Leistung, obwohl sie weniger Speicherkanäle gleichzeitig nutzen. Beim Lesen von kleinen Dateien (Random Performance) liegt die Intel SSD 320 300 GByte noch knapp in der Spitzengruppe und erzielt damit ein gutes Ergebnis, da diese Disziplin am wichtigsten für den Umgang mit Windows und für die gefühlte Geschwindigkeit des gesamten PCs ist.

Insgesamt präsentiert sich die Intel-SSD in allen Benchmarks sehr ausgewogen. Die Leistung ist meist gut bis sehr gut, wenn auch nicht überragend. Nur bei den Zugriffszeiten gehört sie mit jeweils 0,1 ms beim Lesen und Schreiben zur absoluten Spitze. Anders als bei den theoretischen Benchmarks macht sich die ältere SATA2-Schnittstelle bei den Ladezeiten von realen Anwendungen nicht bemerkbar. Weder der Windows-Start noch das Laden eines großen Anno-1404- oder Crysis-Levels zeigen signifikante Vorteile für SATA3-SSDs wie die OCZ Vertex 3 (siehe Benchmarks), deren Test wir in Kürze auf die Website stellen.

Ausstattung

Intel SSD 320 300 GByte : Ein Einbaurahmen hilft, die 2,5-Zoll-SSDs in PC-Gehäuse zu schrauben. Ein Einbaurahmen hilft, die 2,5-Zoll-SSDs in PC-Gehäuse zu schrauben. Intel legt der SSD 320 keinen 3,5-Zoll-Rahmen zum Einbau der nur 2,5 Zoll großen SSD (Notebook-Format) in die Festplatten-Steckplätze (3,5 Zoll) von Desktop-PCs bei. Bei einem eventuellen Kauf sollten Ihr PC-Gehäuse also über einen 2,5-Zoll-Schacht verfügen oder Sie müssen etwa 5 Euro für einen entsprechenden Einbaurahmen einplanen. Die Ausstattung der SSD 320 ist dank des beiliegenden Software-Tools trotzdem gut. Mit dem können Sie nicht nur die Windows-Installation von Ihrer alten Festplatte auf die SSD spiegeln, sondern es bietet auch Optionen zur Wartung oder zum sicheren Löschen (»Secure Erase«) der SSD. Ein passendes SATA-Kabel oder weiteres Zubehör liegt nicht bei.

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Avatar Tomdo
Tomdo
#1 | 18. Jun 2011, 12:47
die ssd medien sind im vormarsch!
jetzt muss nur noch der preis ein wenig runter, denn was nutzen 300 schnelle GB, wenn man aber 1000 GB braucht?
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Avatar Morrich
Morrich
#2 | 18. Jun 2011, 12:55
Zu teuer!

Da bauen sie die Dinger nun schon in angeblich günstigerer 25nm Technik und dennoch sind die Teile teurer als manche Geräte mit 34nm Chips.

Eine OCZ Vertex2 mit 60GB gibts derzeit für 87€ zu kaufen.
Rechnet man das für die neuen Intel Laufwerke um, sind das bei 60GB knappe 10€ mehr, obwohl die Chips angeblich günstiger sind.

Klar, ist ein neues Produkt und der Straßenpreis wird sich noch einpendeln, aber warum legt man den Preis nicht gleich auf ein akzeptables Niveau, wenn man schon günstiger zu produzierende Chips verbaut?
Wie soll sich denn die gute SSD Technik jemals durchsetzen, wenn günstigere Fertigung nicht auch direkt in günstigere Straßenpreise umgesetzt wird?
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Avatar Hatschi18
Hatschi18
#3 | 18. Jun 2011, 12:59
Vorschlag: Wäre es möglich bei den Benchmark-Grafiken die sich aktuell im Test befindliche Hardware hervorzuheben? Beispielsweise durch eine dickere Schrift.
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Avatar Overkill4Y
Overkill4Y
#4 | 18. Jun 2011, 13:03
Zu teuer. Preise /10 = ok :)
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Avatar squieky
squieky
#5 | 18. Jun 2011, 13:04
Naja, 500GB müssen unter 100€ kosten, dann wird es etwas mit den Platten.
Momentan lieber in RAM investieren, dass senkt die Plattenzugriffe weit genug, dass man mit herkömmlichen HDDs zurechtkommt.

Den Speed in den Benchmarks packen auch 2 normale im Raid-0.
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Avatar mh0001
mh0001
#6 | 18. Jun 2011, 13:08
Zur Verbesserung der Ladezeiten von Spielen sollte man sich nun wirklich keine SSD kaufen, 1. sind Spiele mittlerweile viel zu groß und der begrenzte Platz auf einer SSD zu schade dafür, 2. stört es beim Spielen nun wirklich nicht so doll, wenn es statt 35 Sek. 50 Sek. zum Laden braucht und 3. ist gerade diese Operation, nämlich das Lesen großer zusammenhängender Dateien, gar nicht die Hauptstärke einer SSD, die den großen Performanceschub erbringt.
Die SATA3-SSDs haben natürlich auch da die Nase ganz weit vorn, allerdings so lange diese SSDs dann nicht auch 1TB haben, wird man kaum in eine Situation kommen, wo man 500MB/s Leserate wirklich optimal ausnutzen kann, richtig Sinn macht das erst, wenn es um wirklich große Dateien geht wie 100GB unkomprimiertes Videomaterial z.B., doch sowas hat der Privatnutzer bei den SSD-Preisen im Allgemeinen nicht auf seiner SSD.
Eine gute SATA2-HDD erreicht knapp 100MB/s sequenzielle Leserate, eine SATA2-SSD bis 300, SATA3 bis 500, also Faktor 3 und 5.
Bei den Zugriffszeiten liegt jedoch über Faktor 100 vor, beim random read/write Faktor 20 bis 50. Da liegt die wahre Stärke von SSDs, das ist es was die Systemperformance explodieren lässt.
Spiele laden oder sequenzielle Leserate sollte man als Kaufentscheidung nur untergeordnet Bedeutung beimessen, bei gleicher random Performance kann man halt die mit höherer sequenzieller Rate kaufen.
Ich würde auf eine SSD nur Daten draufmachen, die am häufigsten und immer immer wieder gelesen, manipuliert, gespeichert werden. Spiele-Grafikdateien und Videos sind jedoch in gewisser Weise "tote Daten". Außer durch einen Patch werden die nicht verändert, die SSD kann also ihre Stärke nicht ausspielen.
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Avatar Schnick
Schnick
#7 | 18. Jun 2011, 13:11
Die 120GB version hab ich in meinem Laptop verbaut. Ich denke zu dem Speed muss man nichts mehr sagen.

Im Gegensatz zu den SandForce Controllern haben die Intel keine Probleme mit dem Energiesparmodus!
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Avatar Heckenzhocker:D
Heckenzhocker:D
#8 | 18. Jun 2011, 13:11
Also ich finde SSD lohnen sich preislich einfach nicht! 500 GB Festplatten gibts schon für 30€ und wenn ich für die 500GB dann anstatt 30€ ,300€ ausgeben muss dann bringts das eben nicht und ich könnte das Geld dann zum Beispiel in ne bessere Graka investieren ,obwohl das bringt eh nix die werden ja eh icht mehr aus gereizt xD.Aber nen PC beim dem einfach alles in was weß 0.5 Sekunden öffnet ist schon geil ;).
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Avatar Mr.Burns86
Mr.Burns86
#9 | 18. Jun 2011, 13:13
Zitat von Tomdo:
die ssd medien sind im vormarsch!
jetzt muss nur noch der preis ein wenig runter, denn was nutzen 300 schnelle GB, wenn man aber 1000 GB braucht?


Und für was brauchst du 1000 schnelle GB, wohl kaum für Windows und Spiele. Als Datenspeicher ist ne SSD wohl nicht gedacht.
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Avatar mh0001
mh0001
#10 | 18. Jun 2011, 13:14
Zitat von Heckenzhocker:D:
Also ich finde SSD lohnen sich preislich einfach nicht! 500 GB Festplatten gibts schon für 30€ und wenn ich für die 500GB dann anstatt 30€ ,300€ ausgeben muss dann lohnt sich das einfach nicht und ich könnte das Geld dann zum Beispiel in ne bessere Graka investieren ,obwohl das bringt eh nix die werden ja eh icht mehr aus gereizt xD.Aber nen PC beim dem einfach alles in was weß 0.5 Sekunden öffnet ist schon geil ;).


Das kommt eben drauf an, wo dir die Performance wichtiger ist. Eine 300€-SSD bringt dir im alltäglichen PC-Betrieb genauso viel wie eine neue 300€-Grafikkarte dir mehr fps bringt. Wenn dir das aber egal ist, wie reaktionsfreudig dein PC außerhalb von Spielen ist, ist es dir natürlich das Geld nicht wert. :)
Ich sehe meine SSD als das beste und extremste Upgrade an, dass ich je gemacht habe, würde 300€ lieber in SSD statt neue CPU stecken.
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