Plextor M3 Pro

SSDs   |   Datum: 06.07.2012
Seite 1 2 3   Wertung

Plextor M3 Pro 128 GByte im Test

SATA3-SSD mit toller Praxisleistung

Plextor setzt bei der M3 Pro auf einen Marvell-Controller. Wie sich die 128-GByte-Platte damit gegen die Sandforce-Konkurrenz schlägt, zeigt unser Test mit ausführlichen Benchmarks.

Von Tom Loske |

Datum: 06.07.2012


Zum Thema » Windows 7 auf SSD umziehen Umzug statt Neuinstallation » SSD-Festplatte einbauen So einfach geht's » SSD-Festplatten-FAQ Alles was Sie wissen müssen Mit der Plextor M3 Pro haben wir die aktuelle SATA3-SSD des ursprünglich für seine CD- und DVD-Brenner bekannten japanischen Unternehmens im Test. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenzmodellen setzt Plextor nicht auf einen Sandforce-Controller, sondern auf den Marvell 9174-BLD-2, der mit einer eigens optimierten Firmware angesprochen wird.

Wir testen die momentan etwa 160 Euro teure 128-GByte-Variante der Plextor M3 Pro. Neben der SSD finden Sie auch einen 3,5-Zoll-Einbaurahmen in der Verpackung. Damit bauen Sie die Solid State Disk problemlos auch in ältere Gehäuse ein, die noch keinen 2,5-Zoll-Einschub besitzen. Zusätzlich zu dem Adapter legt Plextor eine Software zum Klonen Ihrer bisherigen Windows-Partition bei. Ebenfalls lobenswert: Statt der üblichen drei gewährt Plextor ganze fünf Jahre Garantie auf seine SSD.

Plextor M3 Pro 128 GByte : Die Abdeckung der M3 Pro ziert eine gebürstete Aluminiumoberfläche. Die Abdeckung der M3 Pro ziert eine gebürstete Aluminiumoberfläche.

Neben dem 128-GByte-Modell bietet Plextor noch Varianten mit 256 GByte (300 Euro) beziehungsweise 512 GByte (590 Euro) Speicherplatz an. Bedenken Sie aber, dass die Geschwindigkeit der größeren M3-Pro-Modelle nicht 1:1 den Messwerten der von uns getesteten 128-GByte-Variante entspricht. Kleinere Varianten nutzen meist Speicherchips der gleichen Kapazität, aber in geringerer Anzahl, sodass weniger parallele Übertragungskanäle und damit weniger Bandbreite zur Verfügung steht. Entsprechend sind größere SSDs meist schneller als ihre Verwandten mit geringerer Kapazität.

Wie wir testen

Die Leistung der einzelnen SSDs prüfen wir hauptsächlich anhand des »AS SSD Benchmark«, der für seine praxisnahen Datentypen und Messmethoden bekannt ist. Das Tool misst zum einen die sequenziellen Transfers, also die Leistung einer SSD beim Lesen und Schreiben großer zusammenhängender Dateien wie etwa bei einem Video. Die Ergebnisse finden Sie zusammengefasst im Benchmark »Sequenzielle Performance«.

Plextor M3 Pro 128 GByte : In der Verpackung finden Sie neben der SSD auch einen Einbaurahmen sowie eine Klonsoftware. In der Verpackung finden Sie neben der SSD auch einen Einbaurahmen sowie eine Klonsoftware. Die für den Windows-Alltag (etwa beim Arbeiten mit mehreren Programmen) wichtigere Performance beim Lesen und Schreiben kleiner, willkürlicher Dateien finden Sie unter »Random Performance«. Wie sich die SSDs beim Kopieren typischer Datentypen schlagen, zeigt die »Kopierleistung«, aufgeteilt in die Kategorien »ISO« (große Dateien), »Programm« (viele kleine Dateien) und »Spiel« (große und kleine Dateien gemischt). Alle Benchmark-Durchgänge haben wir fünf Mal ausgeführt und die Ergebnisse gemittelt.

Damit auch die Praxis nicht zu kurz kommt, stoppen wir zum einen die Zeit, die vom Drücken des Start-Knopfes des PC bis zum Erscheinen des Windows 7 -Desktops vergeht. Zum anderen wie lange die einzelnen SSDs benötigen, um einen Spielstand von Anno 2070 mit einer großen Stadt zu laden. Schließlich ermitteln wir noch, wie lange das Betreten eines Battlefield 3 -Servers mit einer 64-Spieler-Karte dauert. Alle Ladezeitenmessungen wiederholen wir ebenfalls fünf Mal und bilden den Durchschnittswert im Benchmark-Diagramm ab.

Benchmarks großer Dateien

Die Plextor M3 Pro erreicht in vielen Disziplinen Spitzenwerde. Vor allem das Schreiben großer Dateien liegt ihr; mit 327,3 MByte/s muss sie nur die OCZ Vertex 4 mit 362,8 MByte/s an sich vorbeiziehen lassen. Beim Lesen großer Dateien liegt Sie dagegen im hinteren Drittel. Langsamer waren in unseren Tests nur die OCZ Vertex 4 sowie die PNY Professional SSD . Die erreichte Leserate von 497,4 MByte/s ist aber immer noch sehr fix und macht sich im Praxiseinsatz nicht bemerkbar. Zum Vergleich: Die besten Ergebnisse in dieser Kategorie erzielte die Intel SSD 520 mit 509,3 MByte/s. Der Rückstand beträgt also marginale 12 MByte/s.

Sequenzielle Performance AS SSD Benchmark
Lesen
Schreiben
509,26
312,39
Verbatim SATA3
506,47
291,25
501,36
274,84
500,71
311,63
500,52
116,63
497,39
327,28
494,28
160,69
485,83
362,83
Adata SX900 SATA3
482,10
176,91
449,00
128,23
213,35
154,38
Seagate Barracuda 7200.12 SATA2
117,15
116,60
0
102
204
306
408
510
Gemessen in MByte pro Sekunde. Je höher, desto besser.

INHALTSVERZEICHNIS

Diesen Artikel:   Kommentieren (10) | Drucken | E-Mail
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
1
Avatar macnish
macnish
#1 | 06. Jul 2012, 18:51
Das Fazit steht nicht zur Verfügung.
rate (0)  |  rate (0)
Avatar sirius3100
sirius3100
#2 | 06. Jul 2012, 19:17
Warum stehen die Speicher-Größen bei den SSDs nicht dabei?
Zumindest von den Werten sieht das so aus als ob bei den Sandforce-SSDs 240GB und 120GB Versionen dabei wären (sieht man an den sequentiellen Schreibwerten).
Das verfälscht das Ergebnis doch ordentlich.

Ach und die Kritik bei den 4K-Werten kann ich nicht verstehen. Statt zu Loben wie schnell die M3 Pro da Daten liest geht ihr mehr auf das für Privatanwender absolut(!) unwichtige 4K Schreiben ein.
Bei welcher Anwendung schreibt(!) man denn lauter kleine Files. Das passiert höchstens bei der Installation eines Programms einmal und dann nie wieder.

Die m4-Pro wird ja in vielen Tests gerade wegen den hohen 4K-Lese-Werten gelobt (ob sequentiell oder 4K wichtiger ist sehen die meisten Tests dann unterschiedlich; imho scheint beides etwa ähnlich wichtig zu sein wenn man sich die Auswirkungen auf verschiedene Praxistests ansieht).

Der Preis der SSD ist aber natürlich für die gebotene Leistung zu hoch. Da habt ihr recht.
rate (4)  |  rate (1)
Avatar Gschmax
Gschmax
#3 | 06. Jul 2012, 23:22
Evtl. könnte man die Hitzeentwicklung auch als Kritikpunkt mit einfliessen lassen, manche Platten haben eine enorme Wärmeabgabe, die sich bei Notebooks als lästige Handwärmer herausstellen : )
rate (0)  |  rate (0)
Avatar Kehool
Kehool
#4 | 06. Jul 2012, 23:50
wurde denn bei diesem test mal darauf geachtet dass man nur SSDs gleicher größe gegenüberstellt? beim letzten test war das feld wild durcheinander gewürfelt und hier stehen nun überhaupt keine hinweise zur größe der konkurrenzprodukte
rate (3)  |  rate (1)
Avatar Kehool
Kehool
#5 | 07. Jul 2012, 03:03
Zitat von sirius3100:
Das passiert höchstens bei der Installation eines Programms einmal und dann nie wieder.


da werden zwar mitunter viele kleine dateien geschrieben, die werden aber so oft es geht in benachbarte blöcke geschrieben und da ist die sequentielle schreibrate relevant

für privatanwender ist die sequentielle geschwindigkeit ohnehin viel interessanter, da idR über 70% der dateizugriffe in einer normalen desktopumgebung sequentiell erfolgen
rate (2)  |  rate (1)
Avatar sirius3100
sirius3100
#6 | 07. Jul 2012, 09:00
Sry Doppelpost
rate (0)  |  rate (1)
Avatar sirius3100
sirius3100
#7 | 07. Jul 2012, 09:04
Zitat von Kehool:

für privatanwender ist die sequentielle geschwindigkeit ohnehin viel interessanter, da idR über 70% der dateizugriffe in einer normalen desktopumgebung sequentiell erfolgen


Dast stimmt schon dafür ist das Lesen kleiner Blöcke aber ja langsamer und Änderungen bei der Geschwindigkeit deshalb stärker spürbar als das auf den ersten Blick den Anschein hätte; Mal ein (natürlich stark vereinfachtes) Beispiel:
Ein Programm liest Daten, diese bestehen aus
-900MB sequentiellen Daten
-100MB 4K-Daten (ok sehr unrealistisch, aber ist ja nur ein Beispiel)
SSD1 liest sequentiell mit 400MB/s und 4K mit 20MB/s
--> Die SSD braucht: 7,25Sek
SSD2 liest sequentiell mit 500MB/s und 4K mit 20MB/s
--> Die SSD braucht: 6,8Sek
SSD3 liest sequentiell mit 400MB/s und 4K mit 25MB/s
--> Die SSD braucht: 6,25Sek

Obwohl beide SSDs in einem Bereich 25% schneller sind als SSD1 und 90% der Daten sequentiell transferiert werden, ist die Verbesserung bei SSD3 die 4K-Blöcke schneller liest in dem Beispiel entscheidender.

Das Bsp. ist natürlich absolut unrealistisch (echten Daten liegen nicht entweder als sequentielle oder 4K Daten vor sondern sehr oft vor allem in den mittleren Datengrößen die leider in den meisten SSDs-Tests nicht getestet werden und außerdem findet natürlich auch beim Privatanwender nicht alles mit einer QD1 ab), aber wenn man mal einige dutzend SSD-Testberichte gelesen hat, bekommt man imho eben das Gefühl dass sich im Moment prozentuale Verbesserungen in beiden Bereichen etwa ähnlich stark auf die Praxisleistung auswirken (und da eh alle SSD bei 500-550MB/s lesend wegen SATA 6Gb/s festkleben kann man sich nur bei kleinen Blöcken abheben; Mit SATA Express wird das dann hoffentlich wieder anders).

Wenn in ein paar Jahren die 4K-Leistung mal bei 100MB/s oder mehr liegen sollten, dürften Verbesserungen in dem Bereich natürlich nur noch wenig bringen. Im Moment ist man aber ja noch nicht so weit.
rate (1)  |  rate (1)
Avatar Kehool
Kehool
#8 | 07. Jul 2012, 13:35
Zitat von sirius3100:


Dast stimmt schon dafür ist das Lesen kleiner Blöcke aber ja langsamer und Änderungen bei der Geschwindigkeit deshalb stärker spürbar als das auf den ersten Blick den Anschein hätte; Mal ein (natürlich stark vereinfachtes) Beispiel:
Ein Programm liest Daten, diese bestehen aus
-900MB sequentiellen Daten
-100MB 4K-Daten (ok sehr unrealistisch, aber ist ja nur ein Beispiel)
SSD1 liest sequentiell mit 400MB/s und 4K mit 20MB/s
--> Die SSD braucht: 7,25Sek
SSD2 liest sequentiell mit 500MB/s und 4K mit 20MB/s
--> Die SSD braucht: 6,8Sek
SSD3 liest sequentiell mit 400MB/s und 4K mit 25MB/s
--> Die SSD braucht: 6,25Sek

Obwohl beide SSDs in einem Bereich 25% schneller sind als SSD1 und 90% der Daten sequentiell transferiert werden, ist die Verbesserung bei SSD3 die 4K-Blöcke schneller liest in dem Beispiel entscheidender.

Das Bsp. ist natürlich absolut unrealistisch (echten Daten liegen nicht entweder als sequentielle oder 4K Daten vor sondern sehr oft vor allem in den mittleren Datengrößen die leider in den meisten SSDs-Tests nicht getestet werden und außerdem findet natürlich auch beim Privatanwender nicht alles mit einer QD1 ab), aber wenn man mal einige dutzend SSD-Testberichte gelesen hat, bekommt man imho eben das Gefühl dass sich im Moment prozentuale Verbesserungen in beiden Bereichen etwa ähnlich stark auf die Praxisleistung auswirken (und da eh alle SSD bei 500-550MB/s lesend wegen SATA 6Gb/s festkleben kann man sich nur bei kleinen Blöcken abheben; Mit SATA Express wird das dann hoffentlich wieder anders).

Wenn in ein paar Jahren die 4K-Leistung mal bei 100MB/s oder mehr liegen sollten, dürften Verbesserungen in dem Bereich natürlich nur noch wenig bringen. Im Moment ist man aber ja noch nicht so weit.


du hast bei deiner rechnung auch noch etwas nicht beachtet
es geht bei den 70% nämlich um die dateizugriffe, nicht um die reine größe der dateien auf dem datenträger

angenommen ich habe 1GB an daten
davon sind ~30% der daten (also bloße anzahl, nicht größe) in der größe von 4K-16K die nicht sequentiell geschrieben wurden (könnten sicherlich auch größere und kleinere dateien dabei sein aber ich gehe jetzt einfach mal von diesen grenzen aus denn je größer die daten werden desto mehr geht die charakteristik der zufälligen verteilung verloren und kleinere dateien sind selten)


für die zufälligen daten nehme ich also einfach mal eine mittlere größe von 10KB an und für die sequentiellen daten eine größe von 4K-1MB (achtung: grausame milchmädchenrechnung, einzelne dateien können durchaus auch deutlich größer sein, aber das würde den durchschnitt zu sehr verzerren denke ich) also etwa 512K im durchschnitt
bei einer 70:30 verteilung der daten habe ich mit k*512KB+p*10KB=1GB und 0,3*k/0,7*p=1 etwa 2030 dateien der größe 512KB und 870 dateien der größe 10KB
das sind dann wenn man die reine datenmenge betrachtet lediglich ~9MB an rein zufälligen daten und der rest ist sequentiell

natürlich handelt es sich hier nicht um eine genaue rechnung, du kannst die rechnung aber problemlos mit größeren zufälligen dateien und kleineren sequentiellen dateien wiederholen

beispiel: 16K durchschnitt für random und 256K durchschnitt für sequential -> 3989 sequentielle daten und 1709 zufällige daten =~23MB an zufälligen dateien und der rest ist sequentiell.. die diskrepanz ist also immer noch sehr hoch.. diese grenzen noch weiter nach oben und unten zu verschieben halte ich aber für wenig realistisch

es gibt aber natürlich einige anwendungen die deutlich stärker von einer schnellen zufälligen leserate profitieren
z.B. das surfen von webseiten

zufällige schreibperformance sollte für den otto normal user aber so gut wie irrelevant sein
rate (0)  |  rate (0)
Avatar Tom Loske
Tom Loske
#9 | 09. Jul 2012, 09:29
Danke für die Vorschläge. In den nächsten SSD-Tests nehmen wir die Größen mit auf, dann lassen sich die Ergebnisse besser einordnen.

@Kehool: Dass mit den SSDs einer Größe ist so eine Sache. Wir haben keinen Einfluss darauf, welche Kapazität die zur Verfügung gestellten Modelle haben. Allerdings weisen wir im Test üblicherweise darauf hin, dass SSDs mit höherer Kapazität aufgrund der breiteren Speicheranbindung meist schneller sind. :)
rate (0)  |  rate (0)
Avatar Hatschi18
Hatschi18
#10 | 10. Jul 2012, 21:01
Zitat von Tom Loske:
Danke für die Vorschläge. In den nächsten SSD-Tests nehmen wir die Größen mit auf, dann lassen sich die Ergebnisse besser einordnen.


Wie wäre es mal mit einer detailierten Produktübersicht? Preis, Hersteller, Bauart, Firmware, Zubehör und und und.

Manche Daten fehlen komplett (oft der Preis z.B.) andere sind irgendwo im Artikel versteckt. Ich finde solche kurzen Übersichten einfach klasse, gerade wenn man sich einen kurzen Einblick verschaffen möchte womit man es gerade zu tun hat. Viele andere Seiten schaffen das auch und ein Hexenwerk ist das auch nicht.
rate (0)  |  rate (0)
1

PROMOTION
 
top Top
Werde Fan von GameStar auf FacebookFacebook Aboniere den YouTube-Kanal von GamestarYouTube Besuche Gamestar auf Google+Google+ GameStar auf Twitter folgenTwitter Alle RSS-Feeds von GameStar.deRSS-Feeds Jetzt GameStar-Newsletter bestellenNewsletter
© IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten