Apple iPad Mini

Tablets   |   Datum: 11.11.2012
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Apple iPad Mini im Test

Mini-Tablet – Alles andere als Mini

Halb so schwer, halb so dick: Apples iPad Mini macht vieles anders als die großen iPads. Ob das 7,9-Zoll-Tablet trotzdem überzeugt und wie es im Konkurrenzvergleich abschneidet, zeigt unser Test.

Von Hendrik Weins |

Datum: 11.11.2012


Zum Thema » Apples neues iPad im Test Noch immer Tablet-Referenz » Apple iOS 6 ausprobiert iPhone-5-Betriebssystem im Test » Apple-Historie In 35 Jahren zur wertvollsten Marke Apple eilt derzeit von einem Rekord zum nächsten. Nach dem iPod revolutionierte das Unternehmen aus Cupertino den Handy-Markt mit dem iPhone und hauchte mit der Vorstellung des iPad 2010 dem Tablet erstmals richtiges Leben ein. Die aktuellste Version des iPad sowie das Apple iPad Mini verkauften sich nach der Vorstellung Ende Oktober weltweit drei Millionen mal in nur drei Tagen – gegen solche Erfolge wirken Verkaufszahlen wie die des Google Nexus 7 blass, obwohl auch das Mini-Tablet von Google immerhin eine Million Käufer pro Monat findet.

Bislang war das iPad 2 für 400 Euro der günstigste Einsteig in die Tablet-Welt von Apple, das iPad Mini mit 7,9-Zoll-Display und 16 GByte senkt die Hürde auf rund 330 Euro. Für Apple-Verhältnisse ist das günstig, die Konkurrenz aus dem Android-Lager ist aber für deutlich weniger zu haben. So kostet das kleinere Nexus 7 mit 16 GByte nur 200 Euro. Apple bietet das iPad Mini in insgesamt sechs Versionen und den Farben schwarz und weiß an. Los geht es mit der 330 Euro teuren 16-GByte-Version ohne 3G oder LTE.

Apple iPad Mini : Mit einer Diagonale von 7,9 Zoll ist das iPad Mini zwar deutlich kleiner als die anderen iPad-Modelle, wiegt aber auch nur die Hälfte – prima für lange Spielesessions. Mit einer Diagonale von 7,9 Zoll ist das iPad Mini zwar deutlich kleiner als die anderen iPad-Modelle, wiegt aber auch nur die Hälfte – prima für lange Spielesessions.

Das Top-Modell bildet schließlich das iPad Mini 64 GByte mit 3G und LTE für teure 660 Euro. Abgesehen von Speichergröße, Mobilfunkausstattung und vier Gramm Gewicht gibt es keine Unterschiede zwischen den einzelnen Versionen. Wie schon beim iPhone 5 so funkt auch das iPad Mini derzeit nur im LTE-Netz der Telekom. In den Netzen anderer Anbieter wie Vodafone oder O² gibt es weiterhin nur das bekannte UMTS. Im Test widmen wir uns nicht nur dem iPad Mini als solches, sondern vergleichen es auch mit den größten Konkurrenten aus dem eigenen Lager sowie mit dem Nexus 7.

Display

Das 7,9 große Display löst mit 1024x768 Bildpunkten auf, in Zeiten von HD-Displays in kleineren Geräten keine Meisterleistung von Apple – zumal der Konzern seit der Vorstellung des iPad 3 Anfang des Jahres unter riesigem Werbe-Tamtam für seine hochauflösenden Retina-Displays wirbt und diese mittlerweile auch in die Macbooks wie das Apple MacBook Pro 15 integriert hat.

Wer schon mal mit einem neuen iPad gearbeitet hat, dem fällt der sichtbare Schärfeverlust sofort auf. Schriften wirken im Test nicht mehr so gestochen scharf, und die App-Icons pixeln leicht aus – alles in allem ein Rückschritt in Sachen Bildqualität. Aber das fällt nur demjenigen auf, der bereits länger mit einem iPad 3 hantiert hat. Im Alltag kamen wir problemlos mit dem Display zurecht, zumal die maximale Helligkeit zusammen mit dem spiegelnden Display ein brillantes Bild zeigt.

Apple iPad Mini : Trotz vergleichsweise geringer Auflösung eignet sich das iPad Mini gut zum lesen. Trotz vergleichsweise geringer Auflösung eignet sich das iPad Mini gut zum lesen. Die Blickwinkel sind für ein IPS-Panel typisch breit. So konnten wir selbst bei extrem flachen Winkeln keine groben Farbverfälschungen feststellen, lediglich die Sättigung nimmt leicht ab. In Spielen reagiert das Display unauffällig, produziert also keine sichtbaren Schlieren. Gewöhnungsbedürftig ist im Test aber die spiegelnde Oberfläche, die im Vergleich zum Nexus 7 noch mehr Licht reflektiert. Vor allem in Außeneinsätzen verliert das Mini trotz hoher Helligkeit sichtbar an Lesbarkeit.

Hardware

Unter der Haube des iPad Mini steckt der aus dem iPad 2 bekannte Doppelkern-Prozessor A5 mit ARM-Architektur. Damit arbeitet das iPad Mini in etwa genauso schnell wie der größere Bruder, die neuen iPads mit A5X oder A6-CPUs hängen das Mini-Tablet aber deutlich ab. Vor allem der mit 512 MByte kleine Arbeitsspeicher ist ein Hemmschuh, die iPads mit Retina-Display verfügen über 1,0 GByte, das Microsoft Surface RT gar über 2,0 GByte – selbst das kleine Nexus 7 hat 1,0 GByte an Bord.

In Spielen leistet das iPad Mini ebenfalls spürbar weniger als die Retina-Modelle. Neben der CPU und dem Speicher bremst vor allem die Grafikeinheit die Spieleleistung, weil der PowerVR SGX543MP2 nur zwei statt vier Rechenkerne hat. Allerdings ist diese Einschränkung eher theoretischer Natur, denn in unseren Tests mit Real Racing 2, Rage HD, Bastion und Infinity Blade 2 hatten wir keine Probleme. Abzuwarten bleibt, ob auch zukünftige High-End-Spiele wie Real Racing 3 auf dem iPad Mini in der gleichen grafischen Qualität laufen wie auf dem iPad 3.

Benchmark-Tests

In den Benchmarks schlägt sich das iPad Mini beachtlich. So hängt das kleine Tablet im Javascript-Test Sunspider selbst ein Samsung Galaxy S3 und auch das Google Nexus 7 deutlich ab. Mit dem schnellen iPhone 5 beziehungsweise dessen A6-Prozessor kann das Mini-iPad allerdings erwartungsgemäß nicht mithalten, aber nicht mit dem Microsoft Surface RT. Im Peacekeeper-Benchmark dreht sich dann das Bild ein wenig, denn hier überholt das S3 das kleine iPad mit einem Vorsprung von über 20 Prozent. Der HTML5-Test bescheinigt dem Mini abermals eine höhere Leistung als dem Nexus 7 und diesmal auch als dem Microsofts Surface RT.

Sunspider JavaScript
Total
HTC Windows Phone 8x Windows Phone 8
893,6
927,4
1010,0
Apple iPad Mini iOS 6.0.1
1502,9
Samsung Galaxy S3 Android 4.0.4
1506,5
1709,3
1745,8
HTC One S Android 4.0.3
1829,9
LG P880 Optimus 4X HD Android 4.0.3
2249,7
Sony Xperia P Android 2.3.7
3151,7
0
640
1280
1920
2560
3200
Gemessen in Millisekunden. Je niedriger, desto schneller.
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Avatar Jalebreak
Jalebreak
#1 | 11. Nov 2012, 09:10
ich habe bereits Smartphone und Tablet. Da hat so ein Zwischending keinen Sinn. Allerdings finde ich das iPad mini von der Größe und dem Format wesentlich ansprechender als die kleinen Tablet der anderen Hersteller. Mit den 16:9 Tablets kann ich irgendwie nix anfangen. Bedienung find ich persönlich unpraktisch.

Ob jemanden der Preis zu hoch ist soll jeder selbst entscheiden.
Aber hier fängt es gleich eh wieder mit wirren Geschichten über die Apple Sekte an, die sich für was besseres hält. Habe zwar selber noch keine fanatischen Apple (auch keine Android) Jünger gesehen, aber vielleicht kann mir mal jemand die Drogen nennen, die man nehmen muss um dieses getarnten geheimnisvollen Sektenmitglieder zu erkennen.
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Avatar deBLAU
deBLAU
#2 | 11. Nov 2012, 09:12
Ich werde mir das Gerät mit 3G-Chip zulegen. Hatte das iPad (1. Gen) (aber wieder verkauft) , war mir für unterwegs zu groß. Von daher ist da das Mini ideal.
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McCoother
#3 | 11. Nov 2012, 10:18
Also ich würde auf das iPad Mini mit Retina Display waren, das kommt sicher auch irgend wann..
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Coolstyle
#4 | 11. Nov 2012, 10:19
Einfach zu teuer, da stellts einem ja die Haare auf!
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Avatar Exterminatus
Exterminatus
#5 | 11. Nov 2012, 10:23
Neuer Stecker bei Apfel nicht kompatibel mit alten geräten. Wundert mich nicht kostenpunkt den stecker zu verändern ist halt nen witz ein adapter kostet in der herstllung vermutlich wenige cent und so ziemlich jeder wird ihn kaufen = gewinn bei quasi 0 kosten.
Gabs früher auch schon ist irgendwie nix neues dennoch irgendwie mittlerweile überflüssig.

Ich lob mir da den PC da kann ich seit langer zeit mit USB alles anstecken was ich habe und ein usb 3.0 anschluss ist auch kompatibel mit usb 1.0 geräten.

Ich seh immer noch in einem tablet keinen nutzen für mich selbst wenn unterwegs dann meist eh im stress und digitale arbeiten werden so eingeplant das man sie am heimischen PC machen kann und wenn grösere distanzen dann mit laptop auf dem sich deutlich mehr machen lässt.

Die gröse und das gewicht das immer so hervorgehoben wird finde ich ich nicht wichtig ich fand meinen laptop nie schwer oder sperrig.

Fazit für mich: Für das geld würde ich den PC aufrüsten.
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Avatar itisalive
itisalive
#6 | 11. Nov 2012, 10:25
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Exterminatus
Exterminatus
#7 | 11. Nov 2012, 10:31
Zitat von itisalive:
Sch** auf das iPad Mini! Mit meinem Nexus 7 habe ich ein besseres Gerät und das zu einem günstigeren Preis. GS, ist ja echt peinlich, wie große Apple Fans ihr seid.


Er sagt wer noch kein Apfel Gerät hatt hatt hier die günstigste variante eines zu kaufen was so wohl auch vollkommen stimmt.
Und es ist leider so das Apfel eine art coolheitsgrad erlangt hatt der es ihnen ermöglicht schlechter und teurer als alle andern zu sein bzw ihre geräte gerade deshalb gekauft werden weil der normale konsument überhaupt keine tests liest und das gerät nur kauft weil es teurer ist. Übliches denken teuer = besser.

Er hatt in dem test ja auch klar gesagt das das nexus besser ein wenig schwerer und deutlich billiger ist.
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#8 | 11. Nov 2012, 10:42
Wieso hat es noch kein Smartphone/ Tablet-Hersteller begriffen, dass sich mit matten Displays unglaublich viel Enegie sparen lassen würde:
Ich meine, was bringen mir diese tollen Produkte, wenn ich die Bildschirmhelligkeit unterwegs auf kranke Werteeinstellen muss, um überhaupt noch was zu lesen?

Das Display hat fast 330 Candela, das reicht gerade aus um alle Spiegelungen zu überdecken, ist aber auch durch die hohe Helligkeit dann extrem Augenermüdend! (habe ein Notebookdisplay mit der gleichen max. Helligkeit)

Nur, im Gegensatz zu meinem entspiegelten NB-Display erkennt man bei niedrigereren Helligkeitsstufen NICHTS MEHR!
Somit wäre für mich die ganze jetztige Tablet-Generation unbrauchbar!
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Avatar Frex89
Frex89
#9 | 11. Nov 2012, 10:57
also es ist schon auffällig das sich der großteil der gamestar redakteure gut zu apple jüngern zählen lässt. "jünger" deshalb weil apple wirklich sehr viele züge einer religion hat. sehr interessant dazu dieser artikel:
http://www.n-tv.de/technik/Wenn-Apple-eine -Sekte-waere-article7637611.html

oder gab es zum nexus oder zum surface ein video-review? nein das gibts immer nur bei den apfel produkten. genauso auch die argumentation - auf jeden positivpunkt des nexus kommt sofort ein negativpunkt der apple in einem besseren licht erscheinen lässt. objektiv klingt anders. ich habe kein nexus und auch kein anderes android gerät aber ich würde mir doch wünschen wenn man hier mal die fakten stehen lässt und nicht die subjektive meinung.
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Avatar Genoo87
Genoo87
#10 | 11. Nov 2012, 11:26
Das Sie diese Auflösung (vom alten iPad und iPad 2) wählen war klar, somit können Apps in der nativen Auflösung laufen und müssen nicht für eine dritte Auflösung angepasst werden.

Bei Android hat man ja nach wie vor die Problematik das man auf den Tablets hauptsächlich Smartphone Apps nutzt und da bringt einem die höhere Auflösung vom Bildschirm auch nichts mehr.

Ich habe das iPad Mini hier neben mir Original verpackt liegen, wird als Weihnachtsgeschenk sehr gut ankommen :)
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