Zum Thema » Apples neues iPad im Test Noch immer Tablet-Referenz » Apple iOS 6 ausprobiert iPhone-5-Betriebssystem im Test » Apple-Historie In 35 Jahren zur wertvollsten Marke Apple iPad Mini ab 226,98 € bei Amazon.de Apple eilt derzeit von einem Rekord zum nächsten. Nach dem iPod revolutionierte das Unternehmen aus Cupertino den Handy-Markt mit dem iPhone und hauchte mit der Vorstellung des iPad 2010 dem Tablet erstmals richtiges Leben ein. Die aktuellste Version des iPad sowie das Apple iPad Mini verkauften sich nach der Vorstellung Ende Oktober weltweit drei Millionen mal in nur drei Tagen – gegen solche Erfolge wirken Verkaufszahlen wie die des Google Nexus 7 blass, obwohl auch das Mini-Tablet von Google immerhin eine Million Käufer pro Monat findet.

Bislang war das iPad 2 für 400 Euro der günstigste Einsteig in die Tablet-Welt von Apple, das iPad Mini mit 7,9-Zoll-Display und 16 GByte senkt die Hürde auf rund 330 Euro. Für Apple-Verhältnisse ist das günstig, die Konkurrenz aus dem Android-Lager ist aber für deutlich weniger zu haben. So kostet das kleinere Nexus 7 mit 16 GByte nur 200 Euro. Apple bietet das iPad Mini in insgesamt sechs Versionen und den Farben schwarz und weiß an. Los geht es mit der 330 Euro teuren 16-GByte-Version ohne 3G oder LTE.

Apple iPad Mini : Mit einer Diagonale von 7,9 Zoll ist das iPad Mini zwar deutlich kleiner als die anderen iPad-Modelle, wiegt aber auch nur die Hälfte – prima für lange Spielesessions. Mit einer Diagonale von 7,9 Zoll ist das iPad Mini zwar deutlich kleiner als die anderen iPad-Modelle, wiegt aber auch nur die Hälfte – prima für lange Spielesessions.

Das Top-Modell bildet schließlich das iPad Mini 64 GByte mit 3G und LTE für teure 660 Euro. Abgesehen von Speichergröße, Mobilfunkausstattung und vier Gramm Gewicht gibt es keine Unterschiede zwischen den einzelnen Versionen. Wie schon beim iPhone 5 so funkt auch das iPad Mini derzeit nur im LTE-Netz der Telekom. In den Netzen anderer Anbieter wie Vodafone oder O² gibt es weiterhin nur das bekannte UMTS. Im Test widmen wir uns nicht nur dem iPad Mini als solches, sondern vergleichen es auch mit den größten Konkurrenten aus dem eigenen Lager sowie mit dem Nexus 7.

Display

Das 7,9 große Display löst mit 1024x768 Bildpunkten auf, in Zeiten von HD-Displays in kleineren Geräten keine Meisterleistung von Apple – zumal der Konzern seit der Vorstellung des iPad 3 Anfang des Jahres unter riesigem Werbe-Tamtam für seine hochauflösenden Retina-Displays wirbt und diese mittlerweile auch in die Macbooks wie das Apple MacBook Pro 15 integriert hat.

Wer schon mal mit einem neuen iPad gearbeitet hat, dem fällt der sichtbare Schärfeverlust sofort auf. Schriften wirken im Test nicht mehr so gestochen scharf, und die App-Icons pixeln leicht aus – alles in allem ein Rückschritt in Sachen Bildqualität. Aber das fällt nur demjenigen auf, der bereits länger mit einem iPad 3 hantiert hat. Im Alltag kamen wir problemlos mit dem Display zurecht, zumal die maximale Helligkeit zusammen mit dem spiegelnden Display ein brillantes Bild zeigt.

Apple iPad Mini : Trotz vergleichsweise geringer Auflösung eignet sich das iPad Mini gut zum lesen. Trotz vergleichsweise geringer Auflösung eignet sich das iPad Mini gut zum lesen. Die Blickwinkel sind für ein IPS-Panel typisch breit. So konnten wir selbst bei extrem flachen Winkeln keine groben Farbverfälschungen feststellen, lediglich die Sättigung nimmt leicht ab. In Spielen reagiert das Display unauffällig, produziert also keine sichtbaren Schlieren. Gewöhnungsbedürftig ist im Test aber die spiegelnde Oberfläche, die im Vergleich zum Nexus 7 noch mehr Licht reflektiert. Vor allem in Außeneinsätzen verliert das Mini trotz hoher Helligkeit sichtbar an Lesbarkeit.

Hardware

Unter der Haube des iPad Mini steckt der aus dem iPad 2 bekannte Doppelkern-Prozessor A5 mit ARM-Architektur. Damit arbeitet das iPad Mini in etwa genauso schnell wie der größere Bruder, die neuen iPads mit A5X oder A6-CPUs hängen das Mini-Tablet aber deutlich ab. Vor allem der mit 512 MByte kleine Arbeitsspeicher ist ein Hemmschuh, die iPads mit Retina-Display verfügen über 1,0 GByte, das Microsoft Surface RT gar über 2,0 GByte – selbst das kleine Nexus 7 hat 1,0 GByte an Bord.

In Spielen leistet das iPad Mini ebenfalls spürbar weniger als die Retina-Modelle. Neben der CPU und dem Speicher bremst vor allem die Grafikeinheit die Spieleleistung, weil der PowerVR SGX543MP2 nur zwei statt vier Rechenkerne hat. Allerdings ist diese Einschränkung eher theoretischer Natur, denn in unseren Tests mit Real Racing 2, Rage HD, Bastion und Infinity Blade 2 hatten wir keine Probleme. Abzuwarten bleibt, ob auch zukünftige High-End-Spiele wie Real Racing 3 auf dem iPad Mini in der gleichen grafischen Qualität laufen wie auf dem iPad 3.

Benchmark-Tests

In den Benchmarks schlägt sich das iPad Mini beachtlich. So hängt das kleine Tablet im Javascript-Test Sunspider selbst ein Samsung Galaxy S3 und auch das Google Nexus 7 deutlich ab. Mit dem schnellen iPhone 5 beziehungsweise dessen A6-Prozessor kann das Mini-iPad allerdings erwartungsgemäß nicht mithalten, aber nicht mit dem Microsoft Surface RT. Im Peacekeeper-Benchmark dreht sich dann das Bild ein wenig, denn hier überholt das S3 das kleine iPad mit einem Vorsprung von über 20 Prozent. Der HTML5-Test bescheinigt dem Mini abermals eine höhere Leistung als dem Nexus 7 und diesmal auch als dem Microsofts Surface RT.

Sunspider JavaScript
Total
HTC Windows Phone 8x Windows Phone 8
893,6
927,4
1010,0
Apple iPad Mini iOS 6.0.1
1502,9
Samsung Galaxy S3 Android 4.0.4
1506,5
1709,3
1745,8
HTC One S Android 4.0.3
1829,9
LG P880 Optimus 4X HD Android 4.0.3
2249,7
Sony Xperia P Android 2.3.7
3151,7
0
640
1280
1920
2560
3200
Gemessen in Millisekunden. Je niedriger, desto schneller.