Tests - Prozessoren

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AMD FX 8350 im Test

4,0-GHz-Piledriver mit acht Bulldozer-Kernen

Ein Jahr nach den in Spielen enttäuschenden ersten FX-Prozessoren mit Bulldozer-Architektur bringt AMD neue FX-Modelle mit überarbeitetem Piledriver-Kern. Wir haben das Topmodell AMD FX 8350 im Test.

Von Florian Klein |

Datum: 23.10.2012


Nachdem AMDs ziemlich genau vor einem Jahr erschienene, erste FX-Serie mit der ungewöhnlichen Bulldozer-Architektur zwar viele Hoffnungen weckte, in den Spiele-Benchmarks aber kaum schneller als die Phenom-II-Vorgänger war, soll es nun die zweite FX-Generation mit überarbeiteten Innenleben richten. Im Test des brandneuen Achtkerners AMD FX 8350 , des ersten FX-Prozessor mit dem neuen Piledriver-Kern, prüfen wir vor allem, ob AMD auf Intels mit 200 Euro genauso teure Vierkerner aufschließen oder sie sogar überholen kann. Das bekannte FX-Namensschema bleibt auch beim AMD FX 8350 bestehen, erkennen können Sie die Piledriver-Modelle an der Zahl »3« an der zweiten Stelle der Modellnummer.

Das neue Topmodell heißt nun also AMD FX 8350 statt FX 8150 und setzt nach wie vor auf vier Dual-Core-Module, innerhalb derer sich die beiden Rechenkerne einige Ausführungseinheiten teilen. Ob der FX 8350 jetzt ein Achtkern- oder doch nur eine Vierkern-CPU mit acht Threads ist, daran scheiden sich die Geister. Klar ist, dass bei der Bulldozer-Architektur relativ viel Hardware pro (Dual-Core-)Modul doppelt vorhanden ist, während Intels Hyperthreading praktisch nur eine virtuelle Kernverdoppelung gegenüber dem Betriebssystem darstellt.

AMD FX 8350 : Der 4,0 GHz schnelle AMD FX 8350 kostet zum Testzeitpunkt rund 400 Euro und konkurriert damit direkt mit dem Intel Core i5 3570K. Der 4,0 GHz schnelle AMD FX 8350 kostet zum Testzeitpunkt rund 400 Euro und konkurriert damit direkt mit dem Intel Core i5 3570K.

Zum Thema » AMD FX 8150 im Test Erste Bulldozer-Generation » Intel Core i5 3570K im Test Günstige Ivy-Bridge-CPU für Spieler Zur Startaufstellung der Piledriver-Generation gehören neben dem 200 Euro teuren FX 8350 auch der ebenfalls mit vier Dual-Core-Modulen ausgestattete FX 8320 mit 3,5 GHz (Turbo bis 4,0 GHz) für etwa 170 Euro. Dazu kommt der FX 6300 mit drei Dual-Core-Modulen und ebenfalls 3,5 GHz, aber Turbo bis 4,1 GHz für etwa 135 Euro sowie der FX 4300 mit zwei Dual-Core-Modulen und 3,8 GHz (Turbo bis 4,0 GHz) für etwa 125 Euro (siehe Schaubild). Übrigens ist der FX 8350 nicht die erste AMD-CPU mit Piledriver-Kern, der vor kurzem vorgestellte A10 5800K mit integrierter Radeon-Grafikeinheit setzt ebenfalls auf Piledriver.

AMD FX 8350 : Vier Modelle mit den überarbeiteten Piledriver-Kernen erscheinen zunächst: AMD FX 8350 für etwa 200 Euro, AMD FX 8320 für etwa 170 Euro, AMD FX 6300 für etwa 135 Euro und AMD FX 4300 für etwa 125 Euro. Vier Modelle mit den überarbeiteten Piledriver-Kernen erscheinen zunächst: AMD FX 8350 für etwa 200 Euro, AMD FX 8320 für etwa 170 Euro, AMD FX 6300 für etwa 135 Euro und AMD FX 4300 für etwa 125 Euro.

AMD FX 8350 im Detail

Wie der AMD FX 8150 der ersten FX-Generation werden auch die Piledriver-CPUs wie der FX 8350 noch mit 32 Nanometer breiten Strukturen gefertigt, während Intel bei den aktuellen Ivy-Bridge-Prozessoren bereits einen 22-nm-Fertigungsprozess verwendet. Außerdem passen die Piledriver-Prozessoren in die gleichen Mainboards mit dem Sockel AM3(+) wie die Vorgänger, neue Chipsätze bringt AMD ebenfalls keine auf den Markt, sodass es bei den bekannten Modellen der AMD-900-Serie bleibt. Auch auf einigen Mainboards mit AMD-800-Chipsatz laufen die Piledriver-Modelle, Voraussetzung ist allerdings ein passendes Bios vom Hersteller der Platine.

AMD FX 8350 : Die grundlegende Bulldozer-Architektur bleibt gleich, auch der Fertigungsprozess. Die Piledriver-Verbesserungen sind sich trotz der vielen Einträge auf der Folie eher klein. Die grundlegende Bulldozer-Architektur bleibt gleich, auch der Fertigungsprozess. Die Piledriver-Verbesserungen sind sich trotz der vielen Einträge auf der Folie eher klein. Wie das Schaubild links zeigt, sind die Änderungen gegenüber den Vorgängern eher marginal. Die grundlegende Architektur bleibt gleich, hinzukommen einige erweiterte Befehlssätze wie AVX 1.1 und FMA 3. Dazu will AMD den L2-Cache-Speicher effizienter gemacht und auch die Verteilung von Aufgaben zwischen den pro Modul doppelt vorhandenen Ganzzahl-Einheiten und der geteilten Gleitkomma-Einheit verbessert haben.

Schließlich soll auch die Sprungvorhersage, mit der der Prozessor versucht, den Programmablauf vorherzusagen und voraussichtlich bald benötigte Operationen bereits vorweg zu laden, optimiert worden sein. Liegt die Sprungvorhersage richtig, steigt die Arbeitsgeschwindigkeit merklich, daher ist eine gute Sprungvorhersage sehr wichtig für moderne Prozessoren. Am integrierten Speicher-Controller hat sich dagegen nichts verändert, der FX 8350 unterstützt offiziell maximal DDR3-1866-RAM im Dual-Channel-Betrieb. Wie alle Modelle der FX-Serie besitzt er zudem einen freien Multiplikator, der Übertaktungsversuche deutlich vereinfacht. Auch die maximale Verlustleistung bleibt laut AMD mit 125 Watt TDP identisch zum Vorgänger FX 8150.

AMD Piledriver Präsentation
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Avatar Morrich
Morrich
#1 | 23. Okt 2012, 06:17
Aha, man spielt mit Intel also günstiger? Woher wieß denn Gamestar das? Es sind doch noch gar keine Preise für den FX-3850 am Start.

Das was man bisher bei den Händlern als angegebene Preise sieht, ist doch fern jeglicher Realität und wird noch angepasst sobald die CPUs verfügbar sind.

Ich glaube nicht, dass AMD so dämlich ist und für einen FX-8350 satte 180€ verlangt. Die wissen, dass sie das nicht mehr machen können.

Natürlich schade, dass AMD noch immer nur gerade mal so an die kleinen i5 von Intel ran kommt und dazu auch noch einen ziemlichen Stromhunger aufweist, aber zumindest tut sich was.
Mit etwas undervolting kann man den Stromverbrauch sicherlich auch auf ein erträgliches Maß absenken.

Ich behalt auf jeden Fall die Preise mal im Auge. Mein AthlonII X4 620 könnte durchaus mal ersetzt werden.
Ist hier und da durch den fehlenden L3 Cache doch ein wenig langsam.
Und bevor ich komplett auf ein Intel System samt neuem Mainboard umsteige, hol ich mir doch lieber so nen Piledriver Prozessor. Leistet auch ordentlich was.

Mal schauen wo sich die Preise bewegen wenn die Dinger erstmal verfügbar sind.
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Avatar Tauly
Tauly
#2 | 23. Okt 2012, 06:23
Also nix für gamer und ökofritzen ;)
Ich bleib beim i5, mehr leistung, weniger verbrauch!
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Avatar Svenc
Svenc
#3 | 23. Okt 2012, 06:29
Ist mir gerade aufgefallen, auch in allen anderen aktuellen Testparcours: Warum zieht euer Ivy-i3-System eigentlich für so eine CPU so viel Strom unter voller Last? Der gleich getaktete Vorgänger i3 2120 zog in anderen Tests gut 60 Watt weniger als ein ziemlich hungriger und mittlerweile sehr ineffizienter Core 2 Quad 6600 - hier liegt er regelmäßig sogar ziemlich deutlich drüber. Laut Computerbase verbraucht der i3 3220 knapp 10 Watt weniger als der i3 2120. Wird wohl daran liegen, dass es ein Verbrauchstest aus der Spielepraxis ist: Der i3 lastet die eingebaute Grafikkarte dann doch erheblich mehr aus als ein alter Core 2 Quad, obwohl der wiederum selbst deutlich mehr Strom unter Last verbrät. Ein interessantes Phänomen. Wobei es trotzdem merkwürdig ist, dass das i3-System dann fast so viel wie ein i5 verbraucht.
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lionxx
#4 | 23. Okt 2012, 06:33
06:01 Uhr? Was sind das denn für Arbeitszeiten? :D

Edit: Oha, 11 rote Daumen? Eigentlich war das nur ein Witz, aber das haben einige wohl nicht gerafft...
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Avatar Cenmocay
Cenmocay
#5 | 23. Okt 2012, 06:38
AMD ist in den letzten Jahren einfach nicht zumutbar.
Intel hängt AMD so dermaßen ab aber AMD scheints nicht zu kratzen
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#6 | 23. Okt 2012, 07:13
Ihr habt beim x264 versehentlich das Ergebnis vom Cinebench nochmal eingetragen.
Damit wäre der Vishera auf dem letzten, statt auf dem zweiten Platz ;)

Dafür, dass er diesmal sogar wieder ein paar Watt weniger zieht finde ich die Ergebnisse gar nicht mal mehr so schlecht.

Über alle Spiele hinweg ca. 15% mehr Performance, wenn man von Skyrim absieht (das aus welchen Grund auch immmer den FX gar nicht mag)

Ändert aber nichts daran, dass er aufgrund der Leistungsaufnnahme für Gaming-Notebooks nicht in Frage kommt!
Wahrscheinlich wird es AMD in dem Bereich auch nur bei Trinity belassen.

P.s.: Womit messt ihr überhaupt die Leistungsaufname?
Mit Anwendungen, Stresstests oder mit Spielen?
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Avatar Saebelschuetze86
Saebelschuetze86
#7 | 23. Okt 2012, 07:35
Zitat von Tauly:
Also nix für gamer und ökofritzen ;)
Ich bleib beim i5, mehr leistung, weniger verbrauch!


Und wesentlich kühler und damit leiser. Was ist da immer für warme Luft aus dem Bigtower rausgeblasen worden bevor mir mein Phenom II 940 abgebrannt ist. Jetzt steckt ein i-5 3470 im Rechner und wenn ich alle 4 Kerne unter Volllast laufen lasse (Videoencoding) kommt da immer noch kalte (!!!) Luft raus.

Ist ja auch kein Wunder, der Boxed Kühler ist so klein, sowas hab ich seit Jahren nicht mehr gesehen und selbst damit haben die Kerne im Idle 30 Grad. Beim Phenom II konnte ich davon nur träumen.

Im Moment ist AMD leider in keiner Weise konkurrenzfähig und Halbkerne als Kerne zu vermarkten, anstatt als Hyperthreading Variante macht den Umstand noch schlimmer.
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Avatar ToK
ToK
#8 | 23. Okt 2012, 07:38
Beim Schaubild des x264 HD Benchmark 4 wurden die Werte des Cinebench 11.5 Benchmark eingetragen...

Hab mich leicht gewundert wie der Begriff "Sternstunde" mit dem letzten Platz zusammen passt :-)
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Avatar BassMent
BassMent
#9 | 23. Okt 2012, 07:40
hach gamestar. schön dass es zu jeder uhrzeit news gibt. ob 6 uhr morgens oder 3 uhr nachts: auf Gamestar wirds nie langweilig ;)
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Avatar BassMent
BassMent
#10 | 23. Okt 2012, 07:41
Zitat von Cenmocay:
AMD ist in den letzten Jahren einfach nicht zumutbar.
Intel hängt AMD so dermaßen ab aber AMD scheints nicht zu kratzen


naja die werden wohl kaum aufhören nur weil Intel besser ist
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