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Kolumne: Pass? Passt!

EAs Onlinepass öffnet Gebrauchtkäufern neue Türen

Der Publisher EA will in Zukunft auch von Gebrauchtkäufern Geld sehen, wenn Sie online spielen wollen. GameStar-Redakteur Fabian Siegismund würde gerne »Abzocke!« schreien, sieht aber auch Vorteile bei dem System – zumindest für PC-Spieler.

Von Fabian Siegismund |

Datum: 14.07.2010


Pass? Passt! : Ob auch die PC-Version von Fifa 11 mit Onlinepass ausgeliefert wird, ist noch offen. Ob auch die PC-Version von Fifa 11 mit Onlinepass ausgeliefert wird, ist noch offen. Groß war die Aufregung innerhalb der Redaktion, als es hieß, EA Sports werde zukünftig seinen Konsolenspielen einen »Onlinepass« beilegen. Nur mit diesem Code kann man dann den Multiplayer-Modus freischalten - und auch nur einmal. Wer das Spiel gebraucht kauft, muss den Pass zusätzlich erwerben.

Ob und wie das System auch für PC-Spiele Anwendung finden wird, ist noch nicht bekannt. Allerdings nutzt EA hier schon bei Singleplayer-Titeln ein ganz ähnliches System: Bei Dragon Age oder Mass Effect 2 etwa erhalten Sie nur Zugang zu kostenlosen DLCs, wenn Sie das Spiel neu gekauft haben. Zweitkunden müssen sich diesen »VIP-Pass« nachkaufen.

»Abzocke!« war da unsere erste Reaktion. Aber wenn der Beißreflex erstmal nachlässt, erscheint das System einigermaßen sinnvoll, zumindest auf dem PC. Hier sind die meisten Multiplayer-Titel wie etwa Bad Company 2 ohnehin mit einem Key an einen bestimmten Account gebunden, lassen sich also nicht ohne weiteres gebraucht verkaufen. Mit einem solchen Onlinepass aber würde das zukünftig funktionieren.

Konsoleros können hingegen momentan ihre Spiele munter tauschen und weiterverkaufen, die würden mit dem Pass schlechter dastehen. Denn die privaten Geschäfte mit Gebrauchttiteln nerven die Publisher, die verdienen daran keinen Cent. Die Hersteller sehen den Konsolenspiel-Gebrauchthandel mittlerweile sogar als ebenso große Bedrohung wie die Raubkopien. Daher der Onlinepass.

Pass? Passt! : Bei Mass Effect 2 schalten Erstkäufer mit dem beigelegten VIP-Code Zusatzinhalte frei. Wer das Spiel gebraucht erwirbt, muss den VIP-Zugang nachkaufen. Bei Mass Effect 2 schalten Erstkäufer mit dem beigelegten VIP-Code Zusatzinhalte frei. Wer das Spiel gebraucht erwirbt, muss den VIP-Zugang nachkaufen.

PC-Spielern würde das System Vorteile bringen - vorausgesetzt, der Preis bleibt im Rahmen. Statt ein neues Bad Company 2 kaufen zu müssen, besorgt man sich das Ding für kleines Geld gebraucht und legt noch mal ein paar Euros für den Pass drauf, und schon kann’s losgehen. Nicht optimal, aber besser als nichts, und bei den günstigen Preisen für gebrauchte PC-Spiele, könnte die Rechnung für den Kunden tatsächlich aufgehen. Unklar ist allerdings, ob der Pass tatsächlich für den PC kommt, denn hier schmälerte er ja die Gewinne von EA.

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Avatar A_N_D
A_N_D
#1 | 14. Jul 2010, 18:01
Gut für die Gebrauchtkäufer, schlecht für die Gebrauchtverkäufer, denn die müssten mit dem Preis runtergehen. Irgendeiner muss das Spiel mal normal im Laden kaufen und der wäre der Verlierer in dieser Optimalvorstellung. Würde mich außerdem nicht wundern, wenn ein gebrauchtes Spiel + Onlinepass ingesamt etwas teurer wäre, als ein vergleichbares Gebrauchtspiel ohne Onlineaccountbindung. Dies muss halt der Markt regeln.
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Avatar marco260583
marco260583
#2 | 14. Jul 2010, 18:05
"Nicht optimal, aber besser als nichts"

Genau solche Aussagen machen mir auch im Bezug auf kostenpflichtige DLC`s sorgen. Die Hersteller können somit immer weiter austesten wo sie noch Gewinne abschöpfen können. Dass das letztendlich am Kunden bzw. an der Nachfrage liegt ob sie damit erfolgreich sind ist nunmal nicht zu ändern. Von einer institution wie Gamestar hätte ich aber kritischeres erwartet.
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Avatar YouKnowMyName
YouKnowMyName
#3 | 14. Jul 2010, 18:06
"..besorgt man sich das Ding für kleines Geld gebraucht und legt noch mal ein paar Euros für den Pass drauf, und schon kann’s losgehen."

Und wo ist da jetzt der Vorteil gegenüber einfach "das Ding für kleines Geld gebraucht" ohne zusätzliche Kohle für einen Pass ausgeben zu müssen?

Außerdem kann man doch nicht argumentieren, dass diese neue Einschränkung durch bereits zuvor eingeführte Einschränkungen letzten Endes doch nicht so mies ist; diese Schlussfolgerung ist einfach nur hirnrissig. Davon abgesehen hat nichtmal jedes Spiel Multiplayer, z.B. Mass Effect 2. Da bleibt von eurem fadenscheinigen Vorteil rein gar nichts übrig, sondern ein fetter Nachteil.

Können wir uns darauf einigen, dass es für den Kunden am besten ist, wenn es gar keine Beschneidungen gibt? Und dass der aktuelle Weg der Publisher einfach nur scheiße und unverschämt ist? Ja? Danke.

Also ich persönlich bin an derlei faulen Kompromissen nicht interessiert. Und dass ihr jetzt auch schon einknickt ist wirklich erbärmlich, GameStar. Hätte da ein bisschen mehr Rückgrat erwartet, ihr steht für die Spielerschaft, nicht die Unternehmen. Vergesst nicht, dass auch wir Spieler diejenigen sind, die eure Löhne bezahlen. Also versucht besser nicht, uns für so unheimlich dämlich zu verkaufen.
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Avatar Termkiller
Termkiller
#4 | 14. Jul 2010, 18:07
Der Letzte Satz des Artikels beantwortet die Frage mit einem klaren "NEIN". Denn was EA weniger Geld einbringt wird nicht gemacht. Somit werden nur den Konsolen-Besitzern Steine in den Weg geworfen und die Helfer, die beim wieder Aufstehen helfen verlangen dann 20 Euro, oder sie werfen dich wieder hin.

Tolle Idee. Konnte ja nur von EA kommen.
Ist ja nicht so, dass ich einige Titel von EA nicht gern spiele, aber diese Firmenpolitik geht mir auf die Nerven! Bei mir heißt es schon seit längerem Kaufstopp, wenn EA oder Ubisoft draufsteht. Schade um die Mühen der Entwickler, aber diese Publisher haben bei mir keinerlei Vertrauen mehr.
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Avatar IceTom
IceTom
#5 | 14. Jul 2010, 18:08
Ich sah es bisher noch nie für mich nötig ein Online-Spiel gebraucht zu kaufen - es gibt genügend anbieter bei denen es auch neu günstiger als im Laden ist.

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Avatar Darksheer
Darksheer
#6 | 14. Jul 2010, 18:23
"Denn die privaten Geschäfte mit Gebrauchttiteln nerven die Publisher, die verdienen daran keinen Cent. Die Hersteller sehen den Konsolenspiel-Gebrauchthandel mittlerweile sogar als ebenso große Bedrohung wie die Raubkopien."

Eines Tages erfinden die noch ein Verfallsdatum für die Spiele...
Auf manche Weiterentwicklungen kann man wirklich verzichten.
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Avatar aulnd
aulnd
#7 | 14. Jul 2010, 18:31
Zitat von YouKnowMyName:
..besorgt man sich das Ding für kleines Geld gebraucht und legt noch mal ein paar Euros für den Pass drauf, und schon kann’s losgehen.

Und wo ist da jetzt der Vorteil gegenüber einfach das Ding für kleines Geld gebraucht ohne zusätzliche Kohle für einen Pass ausgeben zu müssen?

Außerdem kann man doch nicht argumentieren, dass diese neue Einschränkung durch bereits zuvor eingeführte Einschränkungen letzten Endes doch nicht so mies ist; diese Schlussfolgerung ist einfach nur hirnrissig. Davon abgesehen hat nichtmal jedes Spiel Multiplayer, z.B. Mass Effect 2. Da bleibt von eurem fadenscheinigen Vorteil rein gar nichts übrig, sondern ein fetter Nachteil.

Können wir uns darauf einigen, dass es für den Kunden am besten ist, wenn es gar keine Beschneidungen gibt? Und dass der aktuelle Weg der Publisher einfach nur scheiße und unverschämt ist? Ja? Danke.

Also ich persönlich bin an derlei faulen Kompromissen nicht interessiert. Und dass ihr jetzt auch schon einknickt ist wirklich erbärmlich, GameStar. Hätte da ein bisschen mehr Rückgrat erwartet, ihr steht für die Spielerschaft, nicht die Unternehmen. Vergesst nicht, dass auch wir Spieler diejenigen sind, die eure Löhne bezahlen. Also versucht besser nicht, uns für so unheimlich dämlich zu verkaufen.


Nicht dass ich diese frechen Vorgehensweisen der Publisher in irgendeiner Weise befürworten würde, aber ich glaube du hast da ein paar Zeilen überlesen. Es handelt sich nur um einen Online-Pass, das heisst wenn du ein Spiel ohne Multiplayermodus wie z.B. Mass Effect 2 gebraucht erwirbst benötigst du einen solchen Pass auch nicht. Trotzdem stimme ich dir im Prinzip voll und ganz zu, diese immer schlimmer werdenden Beschneidungen an Rechten von uns Spielern machen mir langsam auch keinen Spaß mehr!

Edit:

Mist ich hab wohl ein paar Zeilen überlesen. Das geht aber wirklich verdammt zu weit! Wenn ich ne gebrauchte Special-Edition kaufe soll ich den zusätzlichen Content nochmal bezahlen? Danke, Nein!
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Avatar BoINgsi
BoINgsi
#8 | 14. Jul 2010, 18:39
Das machen sie gerade mal für die box und PS3....

PC wurde noch nichts gesagt...

Gut das es hier so schön erkenntlich steht...

Frage warum wird bei der Bild genau das gleiche gemacht?

Ach ja klicks und so ^^
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Avatar The One Avatar
The One Avatar
#9 | 14. Jul 2010, 18:44
Wer'n Spiel weiterverkaufen will... sollte sich mal ernsthaft überlegen nicht mehr blind einzukaufen bzw. 6h Hirnverblödungsspiele aussen vor zu lassen.
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Avatar Hatschi18
Hatschi18
#10 | 14. Jul 2010, 18:47
Prima, dann kann ein Bösewicht sich das Spiel runterladen und für 10€ (Pass) dann online spielen?

So schnell wird EA niemals mehr an Geld kommen, auch nicht mit DLCs.
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