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Silicon Knights - Entwickler-Chef: »Gebrauchtspiele machen die Industrie kaputt«

Anders als vor 20 Jahren müssen Entwickler und Publisher laut dem Chef von Silicon Knights eigene Titel binnen weniger Monate so oft wie möglich verkaufen, weil danach der Absatz durch den Gebrauchtspielehandel abreist.

Von Florian Inerle |

Datum: 28.03.2012 ; 16:25 Uhr


Silicon Knights : X-Men: Destiny, das letzte Projekt von Silicon Knights, erhielt im Test auf GamePro nur 54 von 100 möglichen Punkten. X-Men: Destiny, das letzte Projekt von Silicon Knights, erhielt im Test auf GamePro nur 54 von 100 möglichen Punkten. Laut Denis Dyack,dem Chef des Entwicklers Silicon Knights, machen Gebrauchtwarenhändler die Spieleindustrie kaputt weil sie die Einnahmen der Entwickler und Publisher enorm schmälern.

»Ich bin der Meinung, dass Gebrauchtspiele die Höhe der Spielpreise beeinflussen. Vor 20 Jahren gab es in der Spieleindustrie so etwas wie einen Schweif, durch den sich Spiele wie zum Beispiel beim Echtzeit-Strategiespiel Warcraft 1 über einen Zeitraum von 10 Jahren verkaufen. Weil es damals keinen großen Gebrauchtspiele-Markt gab, erzeugte das Spiel einen immer wiederkehrenden Umsatz für einen langen Zeitraum«, erklärt Dyack im Interview mit der Branchen-Website GamesIndustry.biz.

Da es diesen »Schweif« nun nicht mehr gebe, werden die meisten Abverkäufe eines Spiels in den ersten drei Monaten erzeugt. Diese extrem kurze Zeitspanne sorge dafür, dass man sein Spiel sehr schnell verkaufen muss und nach einer gewissen Zeit nur noch durch DLC-Inhalte wirklich Geld machen kann.

Man sei nicht darauf aus, die Spieler durch höhere Preise und kleinteilige DLC-Packs zu verärgern. Dadurch versuche man einfach die Industrie am Leben zu erhalten. »Wenn Gebrauchtspiele so bleiben wie bisher, dann werden sie die Industrie zerstören«, so Dyack.

Würde man wieder längere Produktlebenszyklen eines Spiels erreichen, dann würden laut Dyack auch die Spielepreise fallen. Eine Lösung des Problems ist seiner Meinung nach der digitale Vertrieb von Spielen.

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Avatar OnlyToast
OnlyToast
#1 | 28. Mrz 2012, 16:35
Ich schmeiß dann noch schnell ein "es geht um Gamestop&Co blabla" ein, das dann eh egal ist, weil sich alle anderen lieber über die bösen da oben und ihre Geißelung der Kundschaft aufregen. :ugly:
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Avatar Laflamme
Laflamme
#2 | 28. Mrz 2012, 16:36
Das Absatz reist ab? Ja wohin fährt er denn?
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Avatar Exilant
Exilant
#3 | 28. Mrz 2012, 16:39
Einen längeren Produktlebenszyklus erreicht man indem man Qualitativ hochwertige Spiele erstellt die einem lange motivieren.
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Avatar Xairon
Xairon
#4 | 28. Mrz 2012, 16:39
und auf zur 1001. Diskussion zu diesem Thema...
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Avatar Kulin
Kulin
#5 | 28. Mrz 2012, 16:40
Über solche Typen braucht man doch garnicht reden. Er macht ein Mistspiel und gibt die Schuld für die miesen Verkaufszahlen dann irgendeinem Sündenbock.

Eindeutig ein Fall von "Brett vorm Kopf". Frägt sich nur wer. Er, oder diejenigen die ihm das abkaufen?
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Avatar cushycrux
cushycrux
#6 | 28. Mrz 2012, 16:41
Wahre Spieleperlen werden immer noch verkauft. Man könnte ja einfach wieder besser Spiele rausbingen, wie wär das denn?

Erinnert an die Film und Musik- Industrie. Für mich schliesst "Industrie" Kreativität und Kunst fast gänzlich aus. Selber schuld.
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Avatar NagusZek
NagusZek
#7 | 28. Mrz 2012, 16:43
Warum verkaufen Spieler denn ihre Spiele? Weil sie eben kaum noch einen Wiederspielwert haben und grade bei Actiontiteln auch immer kürzer werden. Man darf auch nicht vergessen das durch Spielverkäufe wieder Geld in den Markt gespült wird um sich damit dann wieder neue Games zulegen zu können. Und wenn man von den ganzen Rekordumsätzen bei den grossen Publishern liest hält sich da mein Mitleid auch in Grenzen. Es gilt das was damals auch galt, ein gutes Spiel verkauft sich auch gut. Ausnahmen gibt es zwar immer wieder, das hat aber andere Gründe als nur die Raubkopierenden und gebraucht kaufenden Spieler.

Aber für die Hersteller ist das natürlich ne gute Entschuldigung wenn sich ein Spiel mal nicht wie erwartet verkauft, dann sind es natürlich die bösen Gebrauchtkäufer und Kopierer schuld. Denn kopiert werden auch schlechte Spiele wie Flatout 3 zuhauf...
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Avatar Suzi Q.
Suzi Q.
#8 | 28. Mrz 2012, 16:44
Nein, Gamestop macht die Industrie kaputt, weil sie Kunden noch an der Kasse das gleiche Spiel das man in der Hand hält aggressiv als Gebrauchtversion andrehen. Ich bin ziemlich überzeugt, dass wir zum größten Teil denen Onlinepässe zu verdanken haben. eBay allein wär ein viel kleineres Problem.
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Avatar Jabor08
Jabor08
#9 | 28. Mrz 2012, 16:46
Auch wenn es vielen nicht gefällt: Der Gebrauchtspiele-Markt in der Form wie er momentan existiert, und von den Spieleverkäufern gepusht wird, ist für die Spiele-Industrie vermutlich schlimmer als illegale Downloads. An einem gebrauchten Spiel, das von zB Gamestop weiterverkauft wird verdient der Entwickler/Publisher nichts, Gamestop hingegen mehr als wenn sie ein neues Spiel verkaufen würden.
Und im Gegensatz zu illegalen Downloads lässt sich bei Spielen die gebraucht wiederverkauft werden tatsächlich sagen, dass ein so verkauftes Spiel ein verlorener "echter" Verkauf ist...
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Avatar Adauli
Adauli
#10 | 28. Mrz 2012, 16:46
Das einzigste was die Industrie mit ihren DLC und den Regestrieungszwängen erreicht hat ist das jemand wie ich wo früher direkt bei Release ein Game und die AddOns gekauft hat mitlerweile auf günstige Kompleteditionen wartet.
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