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Steam - Neue Nutzungsbedingungen; US-Sammelklagen ausgeschlossen

Valve hat zum 1. August 2012 die Nutzerbedingungen seiner Online-Plattform Steam angepasst. Ab sofort gelten für EU-Bürger mindestens die Verbraucherschutzrichtlinien von Luxemburg.

Von Maximilian Walter |

Datum: 01.08.2012 ; 13:53 Uhr


Steam : Valve hat die Nutzungsbedingungen seiner Online-Plattform Steam angepasst. Valve hat die Nutzungsbedingungen seiner Online-Plattform Steam angepasst. Nutzer von Valves Online-Plattform mussten heute geänderte Endnutzer-Bedingungen und Datenschutzrichtlinien annehmen. Diese betreffen unter anderem das Steam-Wallet, also die Funktion, Geld auf sein Steam-Konto laden zu können, und das Item-Trading über den Steam-Workshop. Die für europäische Nutzer wichtigste Änderung betrifft die neu eröffnete europäische Niederlassung in Luxemburg. Dementsprechend liest man jetzt im Steam-Nutzungsvertrag:

» Für in der EU ansässige Abonnenten gilt:
Sie erklären Ihr Einverständnis damit, dass die vorliegende Vereinbarung als im Großherzogtum Luxemburg abgeschlossen gilt und dass luxemburgisches Recht unter Ausschluss des luxemburgischen Kollisionsrechts und des UN-Übereinkommens über Verträge über den internationalen Warenkauf (CISG) gelten soll. Soweit jedoch das luxemburgische Recht ein niedrigeres Verbraucherschutzniveau als das Recht Ihres Wohnsitzlandes bieten sollte, haben die Verbraucherschutzgesetze Ihres Wohnsitzlandes Vorrang. Im Zusammenhang mit jeglicher Streitigkeit aus der vorliegenden Vereinbarung hat die obsiegende Partei Anspruch auf Erstattung der ihr entstandenen Auslagen und Rechtsanwaltsgebühren.«

Zudem besitzt Valve ab sofort eine Kontaktadresse innerhalb der EU.

Valve S.a.r.l.
15 rue Edward Steichen L-2450,
Luxembourg, Grand-Duché de Luxembourg
Telefon: 00352.27.112.7011
Fax : 00352.27.112.7200

Außerdem hat Valve einen Punkt eingebaut, der es Nutzern in den USA verbietet, Sammelklagen gegen das Unternehmen einzureichen. Sollte es zu Ungereimtheiten kommen, die nicht vom Steam-Support gelöst werden können und tatsächlich vor einem Schiedsgericht landen, wird Valve dafür sämtliche Gerichtskosten übernehmen - unabhängig vom Ausgang des Verfahrens.

Steamworks wird unter anderem als Kopierschutz bei allen Spielen von Valve (Half-Life 2, Portal 2, DOTA 2, Left 4 Dead 2) aber auch von Drittanbierten (The Elder Scrolls 5: Skyrim, Mafia 2) genutzt. Das Portal Steam existiert seit 2003 und stieß seit seiner Anfangszeit auf Kritik. Inzwischen ist Steam Marktführer bei den Online-Vertriebsplattformen.

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Avatar Hirogen
Hirogen
#1 | 01. Aug 2012, 15:43
Interessant, lustig, dass sie nicht in Irland sitzen, dort könnten sie allerhand Unschund treiben und es würde keine Sau interessieren, siehe facebook xD
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Avatar Werdackel
Werdackel
#2 | 01. Aug 2012, 16:11
Zitat von Hirogen:
Interessant, lustig, dass sie nicht in Irland sitzen, dort könnten sie allerhand Unschund treiben und es würde keine Sau interessieren, siehe facebook xD

Sicher? Facebook steht vor einem Haufen Klagen und europäischer Rechtsstreitigkeiten; unter Anderem deswegen ist die Aktie auch so "erfolgreich".
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Avatar Neumi
Neumi
#3 | 01. Aug 2012, 16:11
Das Tolle ist ja "Entweder Sie verzichten darauf (durch das Anklicken unten) oder wir lassen Sie nicht mehr spielen. Ist uns doch egal, wieviel sie schon gekauft haben, das waren eh nur Lizenzen".


Es sollte Anbietern wie Valve verboten werden, derartige Floskeln in bereits bestehende Verträge nachträglich einzubauen. Für neue Dienste ist das ok, da hat der Nutzer schließlich auch noch nichts ausgegeben, aber die alten Dienste sollten funktionieren, egal ob er die Bedingungen des neuen Dienstes akzeptiert oder nicht.

Anm: "darauf" bezieht sich in diesem Fall auf die Klagen.
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Avatar lawl
lawl
#4 | 01. Aug 2012, 16:13
"Soweit jedoch das luxemburgische Recht ein niedrigeres Verbraucherschutzniveau als das Recht Ihres Wohnsitzlandes bieten sollte, haben die Verbraucherschutzgesetze Ihres Wohnsitzlandes Vorrang."

-> der springende punkt und deshalb nicht dramatisch...

und sammelklagen gibt es bei uns auch nicht, da geht es wohl um das "spezielle" rechtssystem und seine ausprägungen (siehe schadensersatzhöhe etc.) in den usa.
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Avatar RedRanger
RedRanger
#5 | 01. Aug 2012, 16:23
Zitat von Neumi:

Es sollte Anbietern wie Valve verboten werden, derartige Floskeln in bereits bestehende Verträge nachträglich einzubauen. Für neue Dienste ist das ok, da hat der Nutzer schließlich auch noch nichts ausgegeben, aber die alten Dienste sollten funktionieren, egal ob er die Bedingungen des neuen Dienstes akzeptiert oder nicht.


Sie können auch reinschreiben, dass jeder Nutzer sein erstes Kind Satan opfern muss. Nur weil es in deren Bedingungen steht muss nicht jeder Punkt unanfechtbar sein, falls es vor Gericht geht.
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Avatar M4T2E
M4T2E
#6 | 01. Aug 2012, 16:24
»Diese betreffen unter anderem das Steam-Wallet, also die Funktion, Geld auf sein Steam-Konto laden zu können, und das Item-Trading über den Steam-Workshop.«

Och meno, auf die anderen wichtigen Fragen wird dann hier mal wieder nicht weiter eingegangen.
Jetzt darf ich's mir also doch wieder aus dem ganzen Anwaltsgewäsche selber raussuchen.
Ne nette kleine Zusammenfassung bzw. Übersetzung wäre mal was gewesen, damit ich heut Abend am PC beruhigt runter scrollen, auf "Akzeptieren" klicken und gleich loszocken kann.
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Avatar TAPO
TAPO
#7 | 01. Aug 2012, 16:27
Zitat von Neumi:
Das Tolle ist ja immer "Entweder sie verzichten darauf (durch das Anklicken unten) oder wir lassen Sie nicht mehr spielen. Ist uns doch egal, wieviel sie schon gekauft haben, das waren eh nur Lizenzen".


--> überdenke doch mal bitte deinen in Anführungszeichen gesetzen Satz^^, denn ich für meinen Teil würde gerne verzichten und somit weiterspielen.
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Avatar Dominian
Dominian
#8 | 01. Aug 2012, 16:29
Haha super. Entweder man akkzeptiert alles oder kommt nicht mehr an seine Spiele. Dafür verzichten dann US Bürger teilweise auf ihre Rechte als Kläger, meine Güte wie kann ein solcher Vertrag überhaupt gültig sein?
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Avatar Arkcyber
Arkcyber
#9 | 01. Aug 2012, 16:33
Zitat Southpark: "Steam...wir scheißen auf die kleinen Leute"...oder wars doch BP?^^
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Avatar hazydawn
hazydawn
#10 | 01. Aug 2012, 16:35
Zitat von Neumi:
Das Tolle ist ja immer "Entweder sie verzichten darauf (durch das Anklicken unten) oder wir lassen Sie nicht mehr spielen. Ist uns doch egal, wieviel sie schon gekauft haben, das waren eh nur Lizenzen".

Exakt! Was ich hier auch schon mehr mal geschrieben habe, aber die Steam Fanboys wollen das offensichtlich nicht wahr haben.

Zitat von RedRanger:

Sie können auch reinschreiben, dass jeder Nutzer sein erstes Kind Satan opfern muss. Nur weil es in deren Bedingungen steht muss nicht jeder Punkt unanfechtbar sein, falls es vor Gericht geht.

Und wenn sie z.B. etwas zum Datenschutz ändern, das der Großteil der Nutzer wahrscheinlich nicht mal mitkriegt, andere nicht interessiert, wie setzt du dannn dein Recht durch wenn du dagegen bist? Würdest du in den USA Leben wären Sammelklagen jetzt ne Option weniger :p

Zitat von lawl:

-> der springende punkt und deshalb nicht dramatisch...

Der Punkt ist, dass sie die Nutzungsbedingungen umschreiben können wie sie wollen und du dich entweder damit einverstanden erklärst, indem du Steam weiter nutzt oder eben nicht und deine Spiele gehen den Bach runter. Das diese Änderung hier keine Auswirkung auf uns haben wird ist klar.
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