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Electronic Arts - EA-Chef John Riccitiello wirft hin

John Riccitiello, CEO des Publishers EA, kündigt seine Stelle zum 30. März 2013. Der Grund für die Kündigung sei seine Verantwortung für die finanzielle Lage des Konzern.

Von Daniel Feith |

Datum: 19.03.2013 ; 09:15 Uhr


Electronic Arts : John Riccitiello, Noch-CEO bei Electronic Arts John Riccitiello, Noch-CEO bei Electronic Arts John Riccitiello, CEO des Spielepublishers Electronic Arts, hat seine Kündigung bei dem Unternehmen zum Ende des aktuellen Geschäftsjahres am 30. März 2013 eingereicht. In einem Brief an den Executive Chairman des EA-Vorstands Larry Probst begründet Riccitiello seine Entscheidung damit, dass EA die geplanten operativen Ziele nicht erreicht habe, die Aktionäre und Mitarbeiter mehr erwarteten und er selbst für das schwache Ergebnis die Verantwortung übernehme. Er wolle Electronic Arts einen sauberen Neustart in das Fiskaljahr 2014 ermöglichen und sei zuversichtlich, dass die getätigten Investitionen in NextGen-Spiele EA auf lange Sicht eine Führungsposition in der Branche sichern werden.

In einem Brief an die Belegschaft zeigt sich Riccitiello stolz auf das Erreichte und nennt vor allem das Etablieren einer Online-Plattform für den direkten Kundenkontakt (Origin) als großen Erfolg.

Riccitiello war seit 2007 Chief Executive Officer, also Vorstandsvorsitzender bei Electronic Arts. Zuvor arbeitete er seit 1997 als Chef des operativen Geschäfts (COO). Bereits im vergangenen Juli wurde über eine baldige Kündigung Riccitiellos spekuliert.

Larry Probst soll als Executive Chairman die Übergangsphase des Unternehmens leiten, bis ein neuer CEO gefunden ist. Probst war bereits von 1991 bis 2007 CEO des Publishers. Der Vorstand von Electronic Arts zieht sowohl interne als auch externe Kandidaten für den Posten des Vorstandsvorsitzenden in Betracht. Ein heißer Anwärter auf den Posten dürfte der derzeitige COO Peter Moore sein.

Die EA-Aktie lag 2007, als Riccitiello das Ruder übernahm, bei etwa 40 Euro - derzeit ist eine Aktie des Unternehmens etwa 15 Euro wert. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Electronic Arts einen Gewinn von etwa 58 Mio. Euro, rechnete aber mit einem Umsatzrückgang für das aktuelle Geschäftsjahr. Riccitiellos Kündigung deutet an, dass das Fiskaljahr 2013 erfolgloser war als vom Konzern prophezeit. Die genauen Geschäftszahlen erfahren wir im Mai 2013.

Electronic Arts sieht sich seit geraumer Zeit Attacken seitens der Spieler ausgesetzt. Nach dem umstrittenen Online-Dienst Origin machte sich das Unternehmen auch durch seine Mikrotransaktions-Politik (Beispiel: Dead Space 3), die aggressive Mobile-Anbindung seiner Titel und nicht zuletzt durch das jüngste Server- und PR-Debakel rund um das Aufbauspiel SimCity unbeliebt.

via Gamasutra

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Avatar Aliencow
Aliencow
#1 | 19. Mrz 2013, 09:28
"Online-Plattform für den direkten Kundenkontakt (Origin) als großen Erfolg."

Ob der Kunde will oder nicht! ;)

Wenig überraschend, ich kann mich an mehr Verlustmeldungen von EA erinnern, als an Gewinnmeldungen.
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Avatar IamTrebor
IamTrebor
#2 | 19. Mrz 2013, 09:28
Na dann bin ich mal gespannt wie es mit der Firmenpolitik seitens EA weitergeht.
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Avatar Punknein
Punknein
#3 | 19. Mrz 2013, 09:32
Zitat von IamTrebor:

P.S.: Heißt das CoD kostet ab jetzt nicht mehr 60€?


EA hat mit CoD nix am Hut
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Avatar Bastilino
Bastilino
#4 | 19. Mrz 2013, 09:33
Toll, er übernimmt die Verantwortung EA in die Scheiße geritten zu haben, aber hat nichtmal die Eier in der Hose die auch da wieder raus zu holen.

"Oh, Schiff ist am sinken? Schnell mal abhauen!" <.<
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Avatar Cinergie
Cinergie
#5 | 19. Mrz 2013, 09:33
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Avatar Oedi
Oedi
#6 | 19. Mrz 2013, 09:34
Im ersten Moment dachte ich er kündigt nur wegen dem SimCity Debakel :D
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Avatar Ephialtes
Ephialtes
#7 | 19. Mrz 2013, 09:34
Leute, es geht los. Das ist erst der Anfang. Jetzt wird mit großer Wahrscheinlichkeit ein noch ignoranterer BWL-Fuzzie die Firma leiten und richtig zu Schande reiten.

Weil, wenn man so liest: EA hat scheinbar schlechtere Jahreszahlen als erwartet geschrieben. Glaubt ihr wirklich, dass irgendwer von den Affen auf die Idee kommt, dass es daran liegen könnte, dass man die Stammkundschaft wieder und wieder verprellt hat und jedem Kunden grinsend den Mittelfinger gezeigt hat und dachte, dass es reicht, wenn man dem Kunden danach einfach in einer Pressemitteilung sagt, dass sie sich den Mittelfinger ja schon immer gewünscht haben?

Nein. Sie werden darauf schließen, dass sie den Kunden noch nicht genug ausgenommen und verarscht haben und die aktuellen Maßnahmen verdreifachen.

Rom ist auch nicht ewig groß geblieben.
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Avatar Cinergie
Cinergie
#8 | 19. Mrz 2013, 09:36
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Avatar IamTrebor
IamTrebor
#9 | 19. Mrz 2013, 09:37
Zitat von Punknein:


EA hat mit CoD nix am Hut

Ist mir im Nachhinein auch aufgefallen, darum hab ich es editiert.
Trotzdem danke für den Hinweis.
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Avatar cpt.oneeye
cpt.oneeye
#10 | 19. Mrz 2013, 09:37
Zitat von :
...die Aktionäre [...] mehr erwarteten...


Das sagt eh schon aus warum es nicht funktioniert.
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