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Electronic Arts - »John Riccitiello ist der Hauptgrund, warum EA nicht mehr gerockt hat.«

EA-Mitarbeiter reagieren gemischt auf Rücktritt von CEO John Riccitiello. Neben Respekt für dessen Leistung ist aus der Belegschaft auch Häme zu hören.

Von Daniel Feith |

Datum: 20.03.2013 ; 10:25 Uhr


Electronic Arts : John Riccitiello, bald Ex-Chef von EA. John Riccitiello, bald Ex-Chef von EA. Der Rücktritt des Electronic-Arts-CEO John Riccitiello Ende März 2013 hat bei Mitarbeitern des Spielepublishers gemischte Gefühle ausgelöst. Die Webseite GamesIndustry International hat einige Verantwortliche beim zweitgrößten Spielehersteller der Welt zu der Kündigung des Firmenchefs befragt und einige Stimmen eingefangen.

Don Daglow, ehemaliger EA-Producer und »Branchenbeobachter« sagt:

»Es gab [unter Riccitiello] natürlich einige risikobehaftete Aktionen, die sich nicht ausgezahlt haben (Das sündteure Star Wars: The Old Republic , Anm. d. Red), aber ich glaube, dass die Geschichte John Recht geben wird, das Schlachtschiff auf einen wichtigen Kurs Richtung Digitalgeschäft gebracht zu haben, den andere Unternehmen (THQ als Paradebeispiel) zu spät und zu sachte angegangen sind.«

Ein ehemaliger EA-Mitarbeiter, der nicht namentlich genannt werden will, äußert sich weniger milde:

»Riccitiello hat in jedem Jahr, in dem ich bei EA war, Geld verloren (und wahrscheinlich in jedem Jahr, in dem er selbst bei EA war auch). Er wusste einfach nichts über Spiele oder generell interaktive Unterhaltung. (…) Er brachte nichts von Wert ein. Er ist eher unausstehlich als imponierend. (…)

Jetzt ist also Larry [Probst, der Übergangschef] zurück und obwohl Larry clever ist und den Markt kennt, habe ich keine Ahnung, ob er mit ganzem Herzen bei der Sache ist. (Ich schätze nein.) EA beschäftigt derzeit eine gewaltige Belegschaft von unproduktiven Verantwortlichen (…), die sich für kreative Kraftwerke halten, die wirklich kreativen Leute haben Electronic Arts aber schon lang verlassen, um irgendwo zu arbeiten, wo sie kreativ sein können, Risiken eingehen und Dinge erfinden. (…)

Electronic Arts hat in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren kaum etwas Interessantes gemacht, wie das Ausbluten an Eigenkapital in dieser Zeit beweist. Es ist wirklich traurig. Dieses Unternehmen hat einmal gerockt. Riccitiello war der Hauptgrund, warum das aufhörte. Vielleicht wird es besser, aber ich glaube nicht daran.«

John Riccitiello gibt seinen Posten als Vorstandsvorsitzender bei Electronic Arts nach sechs Jahren zum 31.03.2013 auf. Unter Übergangschef Larry Probst sucht das Unternehmen derzeit nach einem neuen CEO. Wahrscheinlichster Kandidat ist der COO Peter Moore. Branchenanalyst Michael Pachter glaubt, Riccitiellos Rücktritt war nicht ganz freiwillig.

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Avatar stojo
stojo
#1 | 20. Mrz 2013, 10:39
Als ob der Herr alleine Mist gebaut hat. Klar hat er viel beeinflusst, aber auch er hatte sicherlich seine Richtlinien und Vorgaben.

Ist natürlich nur sehr leicht jetzt einen rauszusuchen und zu bashen.
Auch das spricht ja sehr für eine sehr gesunde Unternehmensphilosophie...
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Avatar Melometlar
Melometlar
#2 | 20. Mrz 2013, 10:40
"...die wirklich kreativen Leute haben Electronic Arts aber schon lang verlassen, um irgendwo zu arbeiten, wo sie kreativ sein können, Risiken eingehen und Dinge erfinden."

Sagt ein angeblich so kluger Kopf bei EA der nicht namentlich genannt werden will ... veeerstehe :D Saftladen! Und jetzt auf einen einzuhauen der die Firma gerade verlassen hat, zeugt von Mut ehrlich
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Avatar Dabra
Dabra
#3 | 20. Mrz 2013, 10:40
Klar, jetzt wird ihm der Schwarze Peter zugeschoben und EA wird plötzlich megasuper toll! ..
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Avatar stonemaster92
stonemaster92
#4 | 20. Mrz 2013, 10:40
Zitat von Gamestar:
Er wusste einfach nichts über Spiele oder generell interaktive Unterhaltung.

Damit ist alles gesagt.
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Avatar DerJott
DerJott
#5 | 20. Mrz 2013, 10:42
Dem Text ist fast nichts mehr hinzuzufügen außer: EA wird auch mit einem neuen Chef nicht mehr die Gunst der Spieler zurückerlangen.
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Avatar savon
savon
#6 | 20. Mrz 2013, 10:43
EA weiß generell nix darüber, wie man kunden zu behandeln hat. und DESWEGEN rockt EA nicht!
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Avatar DarthGamer
DarthGamer
#7 | 20. Mrz 2013, 10:44
Naja wird wohl kaum besser werden. Ich glaube damit EA wirklich seine Firmenpolitik ändert wären wesentlich mehr Veränderungen notwendig. Schade eigentlich den Potential wäre genug vorhanden nur leider wird es nicht genutzt.

Man kann nur hoffen sonst geht der Ausverkauf und die Kündigungswelle sicher bald los bei EA.
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Avatar JDSW
JDSW
#8 | 20. Mrz 2013, 10:44
was wäre Gamestar ohne angeblich täglich neue EA News ...

langweilig mitlerweile ....

last euch mal was neues einfallen wie z.b wichtige oder interressante news
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Avatar WizKid
WizKid
#9 | 20. Mrz 2013, 10:44
@stojo
Sehe ich auch so. Das wirkt eher wieder wie eine absichtliche Propaganda. EA weiß wie unbeliebt sie sind und jetzt versuchen sie mit mittels Medienwirkung wieder einiges gradezubiegen.
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Avatar DerNamenlose01
DerNamenlose01
#10 | 20. Mrz 2013, 10:45
die chip hat auch einen netten artikel zu seinem abgang geschrieben:
http://www.chip.de/news/Kolumne-EA-Chef-ge feuert-wo-ist-der-Schampus_61098218.html

scheinbar war er wirklich allein verantwortlich für den kurs den EA eingeschlagen hat. nun muss man schauen was die zukunft bringt, eigentlich kann es ja nur besser werden
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