Deutscher Computerspielpreis 2014 : Die Sieger des Deutschen Computerspielpreises 2014 stehen fest. The Inner World konnte sich als bestes deutsches Spiel durchsetzen. Die Sieger des Deutschen Computerspielpreises 2014 stehen fest. The Inner World konnte sich als bestes deutsches Spiel durchsetzen. Ein Point-and-Click-Adventure hat die Wahl zum besten deutschen Spiel des Jahres 2014 gewonnen. The Inner World konnte sich in der finalen Jury-Entscheidung unter anderem gegen das Shooter-Schwergewicht Crysis 3 durchsetzen und bescherte seinen Entwicklern beim Studio Fizbin und dem Publisher Headup Games (Ausschüttungsschlüssel 70:30) ein Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro. Insgesamt ist der durch das Verkehrsministerium, die Branchenverbände Game und BIU sowie die Stiftung Digitale Spielekultur vergebene Branchen-Preis mit 345.000 Euro dotiert.

Im Rahmen der Preisverleihung, die am 15. Mai 2014 in München stattfand, wurden aber noch weitere Titel ausgezeichnet, darunter Kreativspiel Malduell in der Kategorie »Bestes Kinderspiel« und das Geschicklichkeitsspiel Beatbuddy: Tale of the Guardians als »Bestes Jugendspiel«.

Wie auch schon in den Vorjahren, so gab es jedoch auch dieses Mal wieder einige Kontroversen rund um die Preisverleihung. So sorgte etwa das Unternehmen Kalypso Media im Vorfeld für Unruhe und Diskussionen, als es die Nominierung seines Strategiespiels Rise of Venice für die Kategorie »Bestes Serious Game« im Vorfeld der Veranstaltung ablehnte.

Grund war einer Stellungnahme von Global-Managing-Director Stefan Marcinek zufolge, dass die Jury keines der Spiele in dieser Kategorie für auszeichnungswürdig hielt, diesen Umstand jedoch nicht öffentlich kommunizierte. Das führe nun offensichtlich dazu, dass die Kategorie ohne offizielle Begründung ganz gestrichen und einfach ein Sonderpreis an das ebenfalls nominierte The Day the Laughter Stopped vergeben wurde.

Wenige Tage vor der Preisverleihung legten dann auch noch die beiden IDG-Redakteure Andre Peschke und Heiko Klinge nach insgesamt fünf Jahren ihre ehrenamtliche Jury-Tätigkeit beim Deutschen Computerspielpreis nieder. Grund für den Austritt: Die Weigerung der Ausrichter, Computerspiele als Kulturmedium ernst zu nehmen. Stein des Anstoßes war eine Neuregelung für die Vergabekriterien des Preises, die es einer kleinen Jury-Minderheit erlaubt, eine von der Jury-Mehrheit befürwortete Auszeichnung in den regulären Preis-Kategorien zu unterbinden und den betreffenden Sieger-Titel dann in einen sogenannten »Jury Award« auszulagern.

»Solange diese Regelung und die mit ihr verbundene Geisteshaltung Bestand haben, distanzieren wir uns von unserer Beteiligung am Deutschen Computerspielpreis«, so Andre Peschke und Heiko Klinge übereinstimmend.

Auswirkungen auf die Preisverleihung hatte das aber letztlich - trotz eines weitreichenden Presse-Echos - nicht.

Neben dem Computerspielpreis wurde übrigens auch noch der als »Deutscher Gamesaward« bezeichnete Preis LARA verliehen. Als bestes internationales Spiel setzte sich hier der Indie-Titel Papers, Please durch. Als bestes Konsolenspiel wurde The Last of Us ausgezeichnet. Das 3DS-Spiel The Legend Of Zelda: A Link Between Worlds gewann die Kategorie »bestes internationales mobiles Spiel«. Der Ehrenpreis LARA of Honor ging schließlich an die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) und den Game-Designer Todd Howard (u.a.The Elder Scrolls 5: Skyrim).

Die Sieger des Deutschen Computerspielpreises 2014

Bestes Deutsches Spiel

  • Nominiert: Crysis 3 (Crytek, Electronic Arts)

  • Nominiert: Giana Sisters: Twisted Dreams - Rise of the Owlverlord (Black Forrest Games)

  • Sieger: The Inner World (Studio Fizbin, Headup Games)

Bestes Kinderspiel

  • Nominiert: Giana Sisters: Twisted Dreams - Rise of the Owlverlord (Black Forrest Games)

  • Sieger: Malduell (Cribster)

  • Nominiert: The Night of the Rabbit (Daedalic Ent., rondomedia)

Bestes Jugendspiel

  • Sieger: Beatbuddy: Tale of the Guardians (THREAKS)

  • Nominiert: CLARC (Golden Tricycle / Hahn Film AG)

  • Nominiert: Das Schwarze Auge - Memoria (Deadalic Ent., Koch Media)

Bestes mobiles Spiel

  • Sieger: CLARC (Golden Tricycle / Hahn Film AG)

  • Nominiert: Jelly Splash (wooga)

  • Nominiert: Symmetrain (Black Pants Studio)

Sonderpreis (ehemals: Bestes Serious Game)

  • Sieger: The Day the Laughter Stopped (Hypnotic Owl)

  • Nominiert: Evolution: Indian Hunter (Scorpius Forge)

  • Nominiert: Rise of Venice (Kalypso Media)

Bestes Browsergame

  • Sieger: ANNO Online (Blue Byte, Ubisoft)

  • Nominiert: Rail Nation (Bright Future, Travian Games)

  • Nominiert: Steam Power 1830 (Hexagon Game Labs)

Bestes Nachwuchskonzept

  • Nominiert: The Gaudy Woods (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle)

  • Nominiert: Lux³ (Games Academy)

  • Sieger: Scherbenwerk - Bruchteil einer Ewigkeit (HAW Hamburg)

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The Inner World
In diesem Geheimraum plant Laura den Widerstand gegen Conroy.