Kostenpflichtige Spiele-Downloads - Direct2Drive: »Stardock verbreitet Fehlinformationen«

Fehlinformation oder bewusste Falschaussage? Direct2Drive wirft dem Konkurrenten Stardock Impulse vor, unwahre Geschäftszahlen zu verbreiten.

von Michael Obermeier,
01.12.2009 12:50 Uhr

Zwist bei den Anbietern kostenpflichtiger Spieledownloads: Noch vor wenigen Wochen hatte der Anbieter Stardock behauptet, die hauseigene Impulse-Plattform würde nach Valves Steam die Nr.2 bei den digitalen Downloads sein. Diese Behauptung basiert laut Sutton Trout vom Konkurrenten Direct2Drive allerdings bestenfalls auf Fehlinformationen. Dies berichtet die Website Gamasutra.com.

So habe man in einer von der NPD-Group durchgeführten Auswertung der Downloadzahlen zwischen Januar und März 2009 deutlich gesehen, dass zwar Steam den Markt mit 62% der Verkäufe anführt, danach aber die Downloaddienste Blizzard.com (20 %), EA.com (7%) und schließlich Direct2Drive mit 7% kämen. Impulse, selbsternannter Vizemarktführer, taucht in der Auswertung hingegen gar nicht auf.

Stardock behauptet derweil, die Aussage »Nr.2 der Downloadanbieter« bezog sich nicht auf den Anteil der Verkäufe sondern auf die eingenommenen US-Dollar. Doch selbst hier kann Impulse die Konkurrenz nicht überflügeln, mit den selbst angegebenen 10 % würde Impulse bestenfalls auf Rang 3 landen. Diese Daten habe Stardock übrigens aus Angaben der Publisher und den Verkäufen von Stardock-eigenen Spielen wie Demigod oder Sins of a Solar Empire erhalten. »Ohne unsere eigenen Spiele wäre tatsächlich Direct2Drive die Nr.2, aber dann wäre Valve auch nicht Marktführer.«, behauptet Stardock-Geschäftsführer Brad Wardell.


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