»Killerspiele« - Brasilien im Kampf gegen »anstößige« Spiele

Blick über den Tellerrand: So will Brasilien gegen »anstößige« Videospiele vorgehen.

von Peter Smits,
06.12.2009 16:44 Uhr

Brasiliens Politiker wollen das Problem der »anstößigen« Videospiele effizient lösen, weswegen ein neues Gesetz kurz vor der Durchsetzung steht. Eingereicht wurde das Anti-Spiele-Gesetz vom Senator Valdir Raupp. Es besagt, dass "die Herstellung, der Verkauf, der Import, der Handel und der Besitz von Videospielen, die die persönlichen Traditionen, den Glauben, die Religion und die Symbole des Kunden beeinträchtigen" verboten ist.

Das Gesetz wurde von der Bildungskommission des Senats bereits durchgewunken, es wird nun dem Komitee für Verfassung und Justiz vorgelegt. Die brasilianische Internetseite UOL erwartet, dass bei Durchsetzung des Gesetzes Verstöße mit Haftstrafen von ein bis drei Jahren geahndet werden. Ungewiss ist, wie die eigene Definition von »anstößigen« Videospiele umgesetzt wird. Nach Vermutungen würde aber bereits ein Videospiel wie Grand Theft Auto 4 zu den verbotenen Titeln zählen.


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