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Always-On - Atari-Gründer Nolan Bushnell äußert Kritik an Online-Zwang

Atari-Gründer Nolan Bushnell befürchtet, dass mit der Always-Online- und Cloud-Zukunft die Gefahr bestehen könnte, dass bei Firmen-Pleiten ganze Spiele-Bibliotheken verloren gehen.

Von Tobias Ritter |

Datum: 10.06.2013 ; 13:51 Uhr


Always-On : Nolan Bushnell fürchtet um Verfügbarkeit von alten Spielen beim Thema Always On und Cloud-Gaming. Nolan Bushnell fürchtet um Verfügbarkeit von alten Spielen beim Thema Always On und Cloud-Gaming. Cloud-Gaming, Spiele-Streaming, die Xbox One und ihr Drang alle 24 Stunden nach Hause zu telefonieren - in der Zukunft werden Vernetzung und Always-Online vermutlich mehr denn je den Alltag von Computer- und Videospielern prägen. Für Nolan Bushnell, Branchen-Veteran und Atari-Gründer, sind das allerdings keine allzu rosigen Aussichten.

Im Gespräch mit gamesindustry.biz bestätige Bushnell nun, aufgrund der aktuellen Entwicklung etwas nervös zu sein. Immerhin könne es auch sein, dass Unternehmen, die ihre Spiele in der Cloud gespeichert anbieten würden, pleite gingen. Und dann wären auch die angebotenen Spiele verloren.

»Eigentlich bin ich deshalb etwas nervös. Ich habe vor 30 Jahren Spiele gespielt, die ich auch jetzt noch gerne spielen würde. Insbesondere weil ich einen etwas ausgefallenen Geschmack habe und einige Dinge als wirklich wichtig erachte, die andere Leute nicht so toll finden.«

Die Unternehmen, so Bushnell weiter, müssten einfach noch härter daran arbeiten, für die langfristige Bewahrung ihrer Werke vorzusorgen.

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Avatar woatkin
woatkin
#1 | 10. Jun 2013, 14:11
Das ist mal jemand, der anders denkt. Während alle kritisieren, dass bei Always On Dörfer zu kurz kommen, kritisiert er, dass bei Pleiten man die Spiele nicht spielen kann.

Schön das jemand seine eigenen Gedanken macht und nicht das Nachplappert, was die Community hören will (Trotzdem sind BEIDE Kritiken berechtigt)
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Avatar Decker
Decker
#2 | 10. Jun 2013, 14:12
Der Mann hat recht. Die digitale Welt ist schneller im Wandel als je zuvor. Wer kann heute mit absoluter Sicherheit sagen, dass es in 10 Jahren Unternehmen wie EA, Valve und Ubisoft noch gibt? Ich will gar nicht dran denken was passiert, wenn z.B. Valve pleite gehen würde und keine andere Firma für Steam einspringt.
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Avatar Pretender1
Pretender1
#3 | 10. Jun 2013, 14:13
Ich nenne das jetzt frech Always not buy, with this Feature :-)
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Avatar Obrok83
Obrok83
#4 | 10. Jun 2013, 14:14
Bin zwar kein Fan von Always On oder Spiele die über Cloude laufen.

Aber ich denke seine Sorge das wenn ein Publisher Pleite geht, ist eh nicht so wild.

In der Vergangenheit sind ja auch einige Pleite gegangen (THQ) und ihre Spiele kann man immer noch an vielen Stellen Digital erwerben.
Die Marken und Lizenz wurde meist von einen Anderen Publisher aufgekauft und weiter wie gehabt verkauft.

PS: Wobei mir auch wieder einige Titel einfallen die es verdient hätten zumindest Digital bei Steam und Co auf zu tauchen. Dungen Keeper 1-2 z.B.
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Avatar Commodore
Commodore
#5 | 10. Jun 2013, 14:18
Das ist so einer der Punkte die gegen Allways On sprechen.
Ich sehe es schon irgendwie kommen, das diese Zeitperiode später einmal als "Die verlorenen Dekaden" in die Spielehistorie eingehen, weil alle Spiele die zu Allways On Zeiten rausgekommen sind sprichwörtlich verschwinden wenn die jeweiligen Hersteler von der Bildfläche verschwunden sind.
Wie Hr. Bushnell sagt, ich kann die Games vor 30 Jahren immer noch spielen, genauso werde ich die PC Games die noch ohne Onlineverbindung kamen auch in 30 Jahren noch spielen (zumindest mit einem alten PC).
Wenn ich mir aber die neuesten Spiele in meinem Spieleregal anschaue, wird Steam, Battle.net und Origin einmal abgeschaltet sind die nur noch Datenmüll.
Schade um die Spiele.
OK, vielleicht wird es seitens Hersteller noch Patches oder Server Software geben, oder findige Programierer entwickeln Workarounds oder Emulatoren.
Bei Firmen wie EA allerdings wird es einfach so sein das die ihre Spiele sang und klanglos sterben lassen ohne Unterstützung. Was die auch machen werden ohne Pleite zu gehen btw, soviel ist sicher das BF3 oder SimCity z.B. in 10 Jahren nicht mehr spielbar sein werden um zwei Beispiele zu nennen.
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Avatar _North_
_North_
#6 | 10. Jun 2013, 14:31
Zitat von Decker:
Ich will gar nicht dran denken was passiert, wenn z.B. Valve pleite gehen würde und keine andere Firma für Steam einspringt.


"Was passiert, wenn Valve und Steam Pleite geht? Es ist aber so, dass Steam nicht nur den Fans sondern auch uns als Firma versichert hat, dass bereits ein Plan für einen solchen Fall bereit liegt. Nämlich einen Patch der Steam in allen Spielen ausschaltet, der bereitgestellt wird, sollte der Fall eintreten, dass Steam aus irgendwelchen Gründen geschlossen werden muss."

http://www.gamestar.de/specials/spiele/195 4010/empire_total_war_interview.html
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Avatar Husky666
Husky666
#7 | 10. Jun 2013, 14:38
Aktuell lässt sich ja aus Quasi jedem Spiel der DRM noch rauspatchen. Die Ausnahmen sind halt MMOs wie Diablo 3 oder World of Warcraft

(und kommt jetzt nicht "Aber Diablo 3 ist SP", die PC Version ist leider auf Online konzipiert...
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Avatar Golem
Golem
#8 | 10. Jun 2013, 14:39
Der wichtigste Aspekt ist die Abhängigkeit!

Die im Grunde künstlich von den Konzernen herbeigeführt wird um mehr Macht auszüben, mehr Kontrolle zu haben, mehr Daten zu sammeln und vorallem mehr Gewinne zu machen!

Die gesammte Sammlung eines Spielers ist in Geiselhaft und kann als Druckmittel genutzt werden. Entweder du akzeptierst die neuen Nutzungsbedingungen oder du kannst unseren Dienst nicht mehr verwenden.

Ein anderes Problem sind die Verbindungsprobleme.
Accountserver sind down und schon ist das Spielen nicht möglich. Wartungsarbeiten können auch Probleme verursachen die das Spielen unmöglich machen.

Kriminelle Datensammler
Sie brechen in die Systeme ein um an die Nutzerdaten zu kommen, auch hier hat der Kunde das Problem das zum einen seine Daten geklaut werden und zum anderen dieses "Netzwerk" wieder nicht funktioniert.
Hier tragen die Konzerne die Schuld an diesem Problem da sie erst diese Begehrlichkeiten bei den Kriminellen durch ihre Sammelt und Kontrollwut wecken.

usw. usw. gibt im grunde nur negatives was die Portalknastsysteme anbelangt. Alle sogenannten "Vorteile" waren und sind auch ohne Zwangsabhänggkeitssysteme möglich!!!
Nur haben die Konzerne es geschaft in den Köpfen zu verpflanzen das diese "Vorteile" nur durch diese Zwangsabhänggkeitssysteme möglich wären.

Im Grunde führen die Konzerne einen erbitterten Krieg gegen ihre Kunden, die sie als Sklaven oder Nutzvieh sehen, denen es gilt Fesseln anzulegen und die maximale Kontrolle über sie auszuüben.
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Avatar Commodore
Commodore
#9 | 10. Jun 2013, 14:41
Zitat von _North_:


"Was passiert, wenn Valve und Steam Pleite geht? Es ist aber so, dass Steam nicht nur den Fans sondern auch uns als Firma versichert hat, dass bereits ein Plan für einen solchen Fall bereit liegt. Nämlich einen Patch der Steam in allen Spielen ausschaltet, der bereitgestellt wird, sollte der Fall eintreten, dass Steam aus irgendwelchen Gründen geschlossen werden muss."

http://www.gamestar.de/specials/spiele/195 4010/empire_total_war_interview.html


Valve würd ich das noch zutrauen, das die das wirklich durchziehen.
Wobei da immer noch das problem ist, die haben mittlerweile eine so große Bibliothek an Games, ob das bei jedem so reibungslos klappt kann man bezweifeln. Wenn die Firma Pleite ist wirds auch kaum Ressourcen geben für jedes Game nen Offlinepatch zu bringen, bzw. Bugs zu fixen wenn was nicht auf Anhieb klappen sollte, die Spiele werden ja auch aktualisiert.
Aber wie gesagt, bei Valve hab ich noch eher die Hoffnung das es gehen könnte, oder die nen SDK oder so raus bringen, den Steam Code Open Source stellen, Serversoftware bereitstellen.
Bei EA allerdings seh och schwarz das im Falle einer Pleite IRGENDWAs unternommen wird um die Spiele zu erhalten. Die würden Offlinepatches noch verkaufen wollen.
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Avatar Boogle24
Boogle24
#10 | 10. Jun 2013, 14:41
Ja, daran denk ich auch immer. Was passiert mit meinen 100 Steam-Spielen in 10 Jahren? :/
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