Stalker Apocalypse : Stalker Apocalypse ist das Nachfolgeprojekt des unter dubiosen Umständen gescheiterten Areal. GSC Gameworld, der eigentliche Rechteinhaber der S.T.A.L.K.E.R.-Marke, ist davon nicht allzu begeistert. Stalker Apocalypse ist das Nachfolgeprojekt des unter dubiosen Umständen gescheiterten Areal. GSC Gameworld, der eigentliche Rechteinhaber der S.T.A.L.K.E.R.-Marke, ist davon nicht allzu begeistert.

Mit seinem Kickstarter-Projekt zum Endzeit-Shooter Areal ist das Entwicklerstudio West Games unter fragwürdigen Umständen gescheitert. Im Dezember 2014 startete mit Stalker Apokalypse der zweite Versuch - unter reichlich dubiosen Umständen.

Nicht nur, dass man von Kickstarter auf die weniger bekannte Alternative wfunder.com ausgewichen ist. Auch die Namensrechte für den S.T.A.L.K.E.R.-Franchise liegen überhaupt nicht bei West Games. Ein Problem, das man offensichtlich durch eine leicht abgeänderte Schreibweise zu umgehen versucht.

Entsprechend verärgert zeigt man sich nun bei GSC Gameworld, dem eigentlichen Rechteinhaber und Entwickler der S.T.A.L.K.E.R.-Reihe. Im Interview mit der englischsprachigen Webseite polygon.com meldete sich nun mit Valentine Yeltyshev der PR-Director des Unternehmens zu Wort und gab zunächst einen kleinen Einblick in die bisher etwas undurchsichtigen Geschehnisse der vergangenen Jahre bei seinem Arbeitgeber.

Er selbst, so Yeltyshev, habe das Unternehmen 2011 im Zuge einer drohenden Schließung verlassen, sei jedoch im November 2014 wieder zurückgekehrt. Mitterweile werde GSC Gameworld von Evgeniy Grigorovich, dem Bruder des Firmen-Gründers und früheren CEOs Sergei Grigorovich, geführt.

Viele weitere frühere GSC-Mitarbeiter sollen zudem zurückgekehrt sein und an einem neuen Projekt arbeiten, das sich bereits in einer frühen Alpha-Phase befindet. Ob es sich dabei um das eigentlich eingestellte S.T.A.L.K.E.R. 2 handelt, wollte Yeltyshev aber nicht verraten. Allerdings hofft er, dass sie das Geheimprojekt schon ziemlich bald der Öffentlichkeit werden zeigen können. Wann genau das sein wird, konnte oder wollte er jedoch noch nicht sagen.

Dafür ging er hart mit der Konkurrenz ins Gericht: West Games, der Initiator des Stalker-Apokalypse-Crowdfundings, habe absolut nichts mit der Entwicklung des eigentlichen S.T.A.L.K.E.R. zu tun gehabt. Das Team bestehe viel mehr aus Entwicklern, die für ein isometrisches Browser-Spiel auf Flash-Basis im S.T.A.L.K.E.R.-Universum angeheuert wurden. Das Projekt sei jedoch durch GSC Gameworld eingestellt worden, da es nicht den Qualitätsansprüchen genügt habe.

Yeltyshev wirft den Verantwortlichen bei West Games deshalb Betrug vor und spricht ihnen gar die Kompetenz dafür ab, ein Spiel von den Ausmaßen eines Stalker Apokalypse entwickeln zu können:

»Sie versuchen mit dieser Crowdfunding-Webseite das Geld der Leute zu stehlen. Zuerst haben sie Kickstarter dazu genutzt und nun setzen sie auf irgendeine andere eigenartige Plattform. Wer ist so blöd, diesen Leuten Geld zu geben? Diese Jungs haben noch nicht einmal ein adäquates Team, um ein Spiel entwickeln zu können, das auch nur halb so groß ist wie das originale S.T.A.L.K.E.R. - geschweige denn ein vollständiges Spiel.«

Sollte das Unternehmen im Anschluss an seine Crowdfunding-Kampagne tatsächlich versuchen, das Spiel unter dem Stalker-Namen auf den Markt zu bringen, werde man entsprechende rechtliche Schritte einleiten, so Yeltyshev weiter.

Allzu gut sieht es für das Projekt aber ohnehin nicht aus: Obwohl die Schwarmfinanzierung bereits seit Dezember 2014 läuft, kamen bisher lediglich etwas mehr als 16.000 US-Dollar zusammen. 600.000 US-Dollar hatte das Team als Ziel ausgegeben. Die Crowdfunding-Aktion läuft noch bis zum 11. März 2015. Immerhin: Das bis dahin gesammelte Geld darf das Entwicklerteam auf jeden Fall behalten - auch ohne das angepeilte Ziel zu erreichen.