Biowares Online-Rollenspiel : bioware_logo.jpg bioware_logo.jpg Biowares (Jade Empire, Baldur's Gate) erstes Online-Rollenspiel kommt 2009 in die Läden. Dies geht aus einem Agentur-Artikel hervor, der derzeit auf einigen amerikanischen Websites verbreitet wird. Darin enthüllt der technische Leiter der Firma, Bill Dalton, den Termin. Sein erklärtes Ziel sei es bei diesem Projekt, ein Rollenspiel abzuliefern, dass über den Stand der Technik aktueller Online-Rollenspiele hinaus geht.

Ein Hauptelement beim Erreichen dieses Ziels ist die Überwachung der Spielewelt. Schon im April kündigte Bioware an, dafür die aus der Finanzwelt bekannte Software StreamBase Stream Processing Engine benutzen zu wollen. Im Interview verrät Dalton, wie genau diese Software hilft. So ist es nicht auszuschließen, dass Spieler, die das Online-Rollenspiel wie ihre eigene Westentasche kennen, Ereignisse oder Zustände auslösen können, die den Spielspaß anderer User beeinträchtigt.

Die Stream Processing Engine kann angeblich pro Sekunde bis zu 350.000 Statusnachrichten auswerten und sie auf bestimmte Zeitabstände aufgeteilt für die Analyse aufbereiten. Sonst ist das Einsatzgebiet eher die Überwachung und Auswertung von Aktienkursen. In Spielen charakterisieren auch komplexe Zusammenhänge die Spielwelt. Das System werde "den Status jedes Spielers überwachen und pflegen. Die Bewegungen und Aktionen jedes Spielers müssen aufgezeichnet werden", sagt Dalton. Was nach Wolfgang Schäubles Traum eines Überwachungsstaates klingt, ist nötig, um in Echtzeit Veränderungen an der Spielwelt vorzunehmen. Was bringt das dem Spieler? Bioware ist der Ansicht, dass mehr Interaktionsmöglichkeiten geboten werden können, wenn deren Missbrauch eingeschränkt wird. Gute Aussichten für Rollenspieler.