Sega - Massiver Stellenabbau, neuer Mobile- und Online-Fokus

Sega forciert aktuell eine unternehmerische Neuausrichtung mit Fokus auf Online- und Mobile-Games. Dazu kommt es vor allem in den USA zu massiven Umstrukturierungen - und bis zu 300 redundant werdenden Stellen.

von Tobias Ritter,
31.01.2015 13:37 Uhr

Sega nimmt im Sommer 2015 massive Umstrukturierungen bei seiner US-Niederlassung vor. Es kommt zu insgesamt 300 Entlassungen und einer neuen Ausrichtung. Sega nimmt im Sommer 2015 massive Umstrukturierungen bei seiner US-Niederlassung vor. Es kommt zu insgesamt 300 Entlassungen und einer neuen Ausrichtung.

Massive Umstrukturierungen und eine komplette Neuausrichtung haben bei Sega zu einem größeren Stellenabbau geführt. Das hat der Publisher und Entwickler nun in einer offiziellen Stellungnahme mitgeteilt, die sich insbesondere an die Investoren des Unternehmens richtet.

Im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen wird unter anderem die komplette Sega-Zweigstelle in San Francisco geschlossen. Insgesamt plant Sega noch zum Sommer 2015 bis zu 300 Mitarbeiter zu entlassen - alleine 120 davon sind bei Sega of America angestellt. Das amerikanische Hauptquartier des Konzerns wird von San Francisco nach Südkalifornien verlegt.

»Wir sind zuversichtlich, dass es uns der Umzug nach Südkalifornien ermöglicht, erneut aufzublühen, zu wachsen und eine noch stärkere Firma zu werden«, so Sega-of-America-President John Cheng in einer Stellungnahme.

Offiziell verbucht man die Maßnahmen bei Sega als »Verkleinerung«. Die Umstrukturierung sei notwendig, um den Firmenbetrieb in Nordamerika aufrecht erhalten zu können. In Zukunft möchte sich das Unternehmen nun auf Mobile- und Online-Games fokussieren. Bereits angekündigte kommende Spieleveröffentlichungen sollen aber nicht beeinflusst werden.

Auch in Europa kommt es zu einem Stellenabbau - jedoch nur zu einem kleineren, wie es heißt.

»Wir befinden uns in Gesprächen mit einer limitierten Anzahl an Mitarbeitern aus dem europäischen Vertriebsgeschäft und werden in den kommenden Wochen weitere Details bezüglich möglicher Entlassungen bestätigen können«, so ein Sprecher gegenüber eurogamer.net.

Wie es mit einigen der etablierten Spiele-Marken aus dem Portfolio von Sega weitergeht, bleibt abzuwarten. Insbesondere die seit 2005 durch den Publisher betreute Strategiespiel-Reihe Total War dürfte in ihrer aktuellen Form wohl weniger in die Online- und Mobile-Zukunft des Unternehmens passen. Aber auch die Zukunft von Yakuza und Company of Heroes ist damit wohl erst einmal offen.

Bereits 2013 kam es in der US-Niederlassung von Sega zu Entlassungen. 2014 erholte sich der Konzern von mehreren verlustreichen Jahren und schrieb erstmals wieder schwarze Zahlen - wenn auch nur knapp.

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