Spieler sind zu einem großen Teil auch wahlberechtigte Bürger - eine Tatsache, der sich der US-Branchenverband Entertainment Software Association (ESA) jetzt bewusst wurde. Vor zehn Tagen startete der Verband eine Webseite mit dem Namen www.videogamevoters.org, die den amerikanischen Politikern eine Lektion Basisdemokratie verpassen soll.


Die Seite richtet sich an den mündigen Spielefan, dem es nicht egal ist, wie sein Kongress-Abgeordneter zum Thema Gewaltdarstellung in Spielen und der freien Zugänglichkeit zu Unterhaltungssoftware steht. Innerhalb der ersten Woche haben sich bereits mehr als 10.000 wahlberechtigte Fans angemeldet und damit bekundet, dass sie sich nicht mehr alles von der Politik gefallen lassen wollen. "Mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren stellen die Spielefans eine politische Macht dar, die nicht unterschätzt werden sollte." sagt ESA-Präsident Doug Lowenstein.


Die Webseite bietet neben aktuellen, spielerelevanten Informationen aus der Politik auch ein vorgefertigtes Formular, mit dem man sich (in angemessener Form) an seinen zuständigen Kongress-Abgeordneten wenden kann. Eine Idee, die Schule machen sollte.