Jack Thompson : Jack Thompson Jack Thompson Jack Thompson gibt nicht auf. Auch nach Entzug der Anwaltslizenz (die nötigen Prozesskosten in Höhe von 42 525 US-Dollar musste er selbst tragen) führt er seinen Kreuzzug gegen gewalthaltige Videospiele öffentlichkeitswirksam fort, verkommt dabei aber immer mehr zur Lachnummer. In einem Emailwechsel mit Dennis McCauley, Betreiber der Szene-Webseite Gamepolitics.com, bezeichnete Thompson den Kurssturz der Take Two Interactive-Aktie als göttliche Rache. Und das ist noch der harmloseste Teil: Im weiteren Verlauf der Unterhaltung beschreibt Thompson seinen eigenen Niedergang als das Werk böser Mächte aber zugleich auch als göttliche Prüfung, die ihm als Christen auferlegt worden sei. Take Twos Vorstandschef Strauss Zelnick jedoch müsse als Nichtgläubiger mit einer »Ewigkeit in Bestrafung« rechnen, sollte er sich nicht bald Christus zuwenden und seine Sünden bereuen.

Der gesamte Briefwechsel wurde von Dennis McCauley auf seiner Seite veröffentlicht und lässt einen nicht nur das Urteil zum Entzug von Thompsons Lizenz besser verstehen sondern wirft auch die Frage auf wie er überhaupt erst soweit kommen und sich im Amt halten konnte. Im ewigen Zweikampf um die Krone der unbeliebtesten Figur der Spielebranche scheint Thompson Uwe Boll jedenfalls wieder einen Schritt voraus.