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»Killerspiele« - US Army stellt Trainingsprogramm um

Weil die neuste Generation Rekruten immer mehr durch Videospiele auf den Krieg »vorbereitet« wird, muss die US Army das Trainingsprogramm überarbeiten.

Von Peter Smits |

Datum: 21.03.2010; 12:32 Uhr


»Killerspiele« : America's Army 3 - Testversion America's Army 3 - Testversion Nach über 30 Jahren des Stillstandes hat sich die US Army dazu entschlossen, das Basistraining für neue Rekruten zu überarbeiten. Der Hauptgrund ist laut den Vertretern des amerikanischen Militärs, dass man mit den "neuen Realitäten", die die Kriege im Irak und in Afghanistan mit sich bringen, mithalten müsse. Ein weiterer Grund ist allerdings, dass das Militär eine "neue Generation" von Soldaten ausbilden muss, deren einzige Erfahrung mit dem Kampf für gewöhnlich Videospiele sind. Dies berichtet das amerikanische National Public Radio.

Lieutenant General Mark Hertling spricht in dem Zusammenhang mit einer Generation, die nicht nur physische, sondern auch psychische Probleme mitbringt, die neu für das Militär sind. Hertling fasst diese Generation als "weiche Generation" zusammen, die in einem überarbeiteten Grundtraining noch grundlegender als bisher auf den Kampf vorbereitet werden müssen: "Die neue Generation ist anders. Die haben Technologie-Vorteil. Ich denke sie sind klüger als jede Generation, die wir bisher hatten. Sie fragen auf jeden Fall schwierigere Fragen."

»Killerspiele« : Gegner von sogenannten Killerspielen nennen als einen Grund für das Verbot der Spiele, dass sie "auf das Töten vorbereiten". Die US Army musste nun einsehen, dass diese Aussage zumindest zweifelhaft ist. Erst setzt es selbst ein Videospiel (America's Army, siehe Bilder) ein, um einer neuen Generation den Dienst an der Waffe interessanter zu machen und dann stellt es fest, dass diese neue Generation einige grundlegende Probleme mit dem echten Krieg hat.

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Avatar uLu_MuLu
uLu_MuLu
#1 | 21. Mrz 2010, 12:46
Bleibt die Frage ob ich nicht eher von Krieg abgestoßen bin, gerade WEIL ich Spiele mit WW I & II, Vietnamkrieg, etc. kenne...

Auf Krieg werde ich gewiss nicht durch einen Shooter vorbereitet sein. Wir sollten viel eher alle Waffen der Welt entfernen und Kriege nur noch virtuell stattfinden lassen!
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Avatar Brazzuk
Brazzuk
#2 | 21. Mrz 2010, 12:47
Moment mal, das muss ich mir jetzt wirklich auf der Zunge zergehen lassen:

Die US Army stellt fest, dass die Kids der "Generation Killerspiele" aufgrund eben dieser Killerspiele viel zu verweichlicht (und zu schlau) für den echten Krieg ist...

Weiß der Pfeiffer das auch?
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Avatar PietSmiet
PietSmiet
#3 | 21. Mrz 2010, 12:52
Zitat von Brazzuk:

Die US Army stellt fest, dass die Kids der Generation Killerspiele aufgrund eben dieser Killerspiele viel zu verweichlicht (und zu schlau) für den echten Krieg ist...


Hierbei ist zu bedenken, dass sich die neue Generation nicht nur durch Videospiele definiert. Dazu kommen sehr viele andere Faktoren wie Web 2.0 uswusf. Videospiele sind nur ein Teil davon.
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Avatar AndrewThrawn
AndrewThrawn
#4 | 21. Mrz 2010, 13:00
Zitat von Brazzuk:
Moment mal, das muss ich mir jetzt wirklich auf der Zunge zergehen lassen:

Die US Army stellt fest, dass die Kids der Generation Killerspiele aufgrund eben dieser Killerspiele viel zu verweichlicht (und zu schlau) für den echten Krieg ist...

Weiß der Pfeiffer das auch?


Klar weiss Pfeiffe das auch, aber damit liesse sich für ihn kein Geld verdienen.
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Avatar Maifeuer
Maifeuer
#5 | 21. Mrz 2010, 13:41
Zitat von uLu_MuLu:

Auf Krieg werde ich gewiss nicht durch einen Shooter vorbereitet sein. Wir sollten viel eher alle Waffen der Welt entfernen und Kriege nur noch virtuell stattfinden lassen!


Als ich kleiner war, ich hatte gerade C&C 1 gekauft, habe ich mich immer gefragt warum man nicht ein genormtes Strategiespiel entwirft und die Generäle dieser Welt online, virtuell gegeneinander antreten lässt. So müsste dann niemand mehr sterben, die Bevölkerung würde nicht mehr leiden usw..

Wie herrlich naiv man doch mit 10 ist. :D
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Avatar thor2282
thor2282
#6 | 21. Mrz 2010, 13:56
Zitat von Maifeuer:


Als ich kleiner war, ich hatte gerade C&C 1 gekauft, habe ich mich immer gefragt warum man nicht ein genormtes Strategiespiel entwirft und die Generäle dieser Welt online, virtuell gegeneinander antreten lässt. So müsste dann niemand mehr sterben, die Bevölkerung würde nicht mehr leiden usw..

Wie herrlich naiv man doch mit 10 ist. :D


man bräuchte garkeine armee und Waffen wenn die Politiker sich einfach selber aufs maul hauen würden, dann gäbs zu90% keine Kriege. Krieg ist schließlich auch nur ne verschärfte Version der Politik...
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Avatar Whiskey
Whiskey
#7 | 21. Mrz 2010, 14:02
Weiche Generation...
Wir denken wir sein klüger...

Höre ich da etwa Spott raus?!

Wer hat denn gedacht, dass er klüger ist und durch "Spiele" anwerben kann (alleine das Wort Spiel für Anwerbung nutzen...) und wer war weich als er auf Ziegen gestarrt hat? :D

Unsere Generation besitzt tatsächlich etwas.
Ein Ventil für den Geist.

Was kann das Militär?
Den Geist töten und dir eine Waffe in die Hand drücken.

Nö lieber Games.
Die tun nur mir weh, wenn ich den lvl zu hart eingestellt hab :D
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Avatar CooLZockeR
CooLZockeR
#8 | 21. Mrz 2010, 14:59
Nur weil manche Leute Kriegsspiele spielen, heißt es noch lange nicht das spaß am echten Krieg haben -.-
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Avatar Gabumon
Gabumon
#9 | 21. Mrz 2010, 15:17
Zitat von thor2282:


man bräuchte garkeine armee und Waffen wenn die Politiker sich einfach selber aufs maul hauen würden, dann gäbs zu90% keine Kriege. Krieg ist schließlich auch nur ne verschärfte Version der Politik...


es gibt eine Star Trek Classic (oder remastered) folge mit in etwa dem Inhalt, dort wird der Krieg durch einen Computer berechnet, und leute die virtuell getötet worden sind müssen sich dann zur nächsten Selbstmordzelle begeben

Krieg der Computer heißt die Folge
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Avatar Zsinj
Zsinj
#10 | 21. Mrz 2010, 15:53
Sehr interessant, für die Army ist die aktuelle Generation die "weiche Generation".
Während die Spielegegner diese Generation quasi als gut Vorbereitet auf den Krieg sieht, indem sie den Spielen "auf das Töten vorbereiten" nachsagen, was in diesem Sinne sicher nicht "weich" heißt.

Das widerspricht sich in jeder Hinsicht.

Allerdings glaube ich hier eher der Army, den die müssen sich "zwangsweise" mit dieser Generation befassen. Genau diese Generation ist es die sich gerade mit Hilfe der Spiele intensiv mit den ganzen Kriegen der letzten 5000 Jahren auseinander setzt. Selbst die Jugend ist nicht so naiv und glaubt das Soldat sein so toll ist, wenn diese am Ende reihenweise auf dem Boden liegen. Egal ob das eine Schlacht im Mittelalter oder in der Moderne ist.

Auf jeden Fall ist diese Erkenntnis sehr interessant und könnte noch zu einigen Turbulenzen führen.
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