Crytek : Crytek konnte sein Fortbestehen im Zuge der finanziellen Probleme 2014 durch einen Lizenzierungs-Deal sichern. Crytek konnte sein Fortbestehen im Zuge der finanziellen Probleme 2014 durch einen Lizenzierungs-Deal sichern.

Update (7. April 2015): Mittlerweile gibt es weitere Gerüchte um den mysteriösen Lizenz-Deal, der dem angeschlagenen Entwickler und Publisher Crytek 2014 die weitere Existenz gesichert haben soll. Angeblich hat sich nämlich der Internet-Konzern Amazon die Rechte an der CryEngine gesichert. Das berichtet jedenfalls die englischsprachige Webseite kotaku.com.

Der Bericht bezieht sich auf einige anonyme Quellen aus dem Umfeld von Crytek. Demnach soll sich Amazon die CryEngine-Lizenz angeblich 50 bis 70 Millionen US-Dollar kosten lassen haben. Was genau das Unternehmen mit diesen Rechten nun anfangen möchte, ist aber noch unklar. Auch uns gegenüber haben Crytek-nahe Quellen das Gerücht bestätigt.

Allerdings würde ein solcher Schritt auch zu den letzten Entscheidungen und Akquisitionen des Konzerns passen. Unter anderem sicherte man sich bereits die Dienste der Portal-Designerin Kim Swift und des früheren leitenden Ubisoft-Angestellten Clint Hocking. Außerdem erwarb Amazon im Februar 2014 den Killer-Instinct-Entwickler Double Helix.

Ursprüngliche Meldung: Eine mysteriöse Lizenzierungs-Vereinbarung hat Crytek im Zuge seiner finanziellen Probleme im Jahr 2014 offenbar das Fortbestehen gesichert. Das berichtet der Firmen-Mitgründer Faruk Yerli im Gespräch mit der englischsprachigen Webseite develop-online.net.

Der deutsche Publisher und Entwickler stand im Sommer des vergangenen Jahres kurz vor dem Bankrott. Grund war die äußerst schmerzhafte Neuausrichtung des Unternehmens auf den Free2Play-Markt. Da Crytek seine hausgemachte Finanzkrise nach einigen Entlassungen, Verkäufen (u.a. Homefront und Crytek UK an Koch Media) und Umstrukturierungen überstehen konnte, ging man davon aus, dass ein solventer Investor gefunden werden konnte und die Firma mit frischem Kapital versorgte.

Laut Yerli war jedoch viel mehr ein Lizenzierungs-Deal der Grund dafür, dass Crytek als eigenständige Firma fortbestehen konnte:

»Viele Leute dachten damals, dass wir einen neuen Investor oder dergleichen finden mussten, aber das war nicht der Fall. Wir haben einen Lizenzierungs-Deal abgeschlossen.«

Worum es dabei konkret ging und mit wem die Kooperation eingegangen wurde, wollte Yerli jedoch nicht verraten. Weitere Details dazu möchte man in naher Zukunft preisgeben. Bekannt ist bisher lediglich, dass die Zusammenarbeit von langer Hand geplant wurde.

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