Zynga - Ehemaliger Mitarbeiter wirft Entwickler illegale Datenspionage vor

Schwere Vorwürfe gegen den Social-Games-Giganten Zynga: Laut einem ehemaligen Mitarbeiter spioniert das kalifornische Unternehmen seine Kunden massiv aus, um die Ausgaben der Spieler effektiver in die Höhe zu treiben.

von Florian Inerle,
06.02.2012 18:05 Uhr

So sieht die Kündigungs-Bestätigung des Entwicklers Zynga aus.So sieht die Kündigungs-Bestätigung des Entwicklers Zynga aus.

Ein ehemaliger Mitarbeiter des Entwickler-Studios Zynga wirft dem kalifornischen Unternehmen in einem Reddit-Beitrag Datenmissbrauch bei seinen Nutzern vor. Laut der anonymen Quelle greift das Unternehmen auf rechtswidrige Mittel zurück um an vertrauliche Spieldaten zu gelangen, beispielsweise über ihre Angewohnheiten und Netzwerke. Zynga nutze diese Daten dazu, seine Produkte effektiver zu Geld zu machen, also die Monetarisierung zu optimieren. Auf technische Details geht der Entwickler, der das Unternehmen laut eignen Angaben vor sechs Monaten freiwillig verlassen hat, nicht ein.

Allerdings äußert er sich zur Philosophie der Firma, die unter anderem für FarmVille und Empires & Allies bekannt ist. So würden die Drop-Raten von Gegenständen nur nach der besten Profitaussicht angepasst werden, Spaß für den Kunden spiele dabei keine Rolle. Der Entwickler fasst es so zusammen: Zynga ist eine Marketing-Firma, kein Spiele-Entwickler.

Deshalb sei es bei Zynga auch Standard-Prozedur, die Ideen anderer Entwickler zu kopieren und Technik aufzukaufen. Ein Seitenhieb auf den kürzlichen Streit mit den Tiny-Tower-Entwicklern. Nur wenige Spiele wie Mafia Wars 2 und Poker verwenden laut Meinung des Ex-Mitarbeiters einen eigenen Code, den Rest habe man bei kleinen Entwickler-Team billig eingekauft oder einfach kopiert. Sogar die Technologie des erfolgreichen Social-Games FarmVille habe der Entwickler gekauft.


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