Mein Flop-Spiel

Gunnar Lotts Rückblick : Alle lieben es, ich mag es nicht:

Command & Conquer 3

Gunnar Lotts Rückblick : Irgendwie ist meine Liebe zu den C&C-Titeln in den Neuzigern geblieben. Klar war der Trash-Humor mal einigermaßen cool, aber wir sind doch jetzt alle ein bisschen älter geworden. Heutzutage geht mir der Pseudo-Ernst von Kane und Konsorten schwer auf die Nerven, witzig finde ich das überhaupt nicht mehr. Und wenn man schon Profi-Schauspieler wie Josh Holloway (Lost) oder Jennifer Morrison (Dr. House) anstellt, dann könnte man ihnen auch fairerweise noch halbwegs vernünftige Dialoge mit auf den Weg geben. Alternativ könnte man auch auf Laiendarsteller setzen (ging ja beim Film 300 auch), damit Geld sparen und die freien Mittel in ordentliche Kulissen oder auflockernde Außendrehs investieren. Aber egal.

Gunnar Lotts Rückblick : Und das Spiel selber? Das ist eine standardisierte EA-Serienproduktion. Nichts falsch dran, aber auch nichts, was mich packt, überrascht oder richtig fesselt. Alles ein bisschen steril, alles glatt, alles wie erwartet. Sowas spiele ich privat nur, wenn ich zu viel Zeit habe, was eigentlich nie eintritt. In der gleichen Zeit könnte ich ja auch irgendwas zocken, was einen bleibenden Eindruck hinterlässt oder wenigstens mein Hirn anstrengt, etwa Bioshock oder Medieval 2 oder Jack Keane oder meinetwegen sogar das etwas rohe Stalker, das in jedem Pixel mehr Charme hat als C&C 3 in einer ganzen Kampagne.