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Filmkritik zu Zombieland

Nicht nur für Horrorfans

Gute fünf Jahre ist es her, dass uns die britische Komödie Shaun of the Dead das erste Mal so richtig über Untote lachen ließ. Zombieland ist Hollywoods verspätete Antwort darauf. Ob der Nachahmer ebenso punkten kann?

Von Christian Mester |

Datum: 11.12.2009


Zombie-Filme gab es reichlich in den letzten Jahren. Doch entweder fielen diese deftig blutig und gruselig (Dawn of the Dead) oder knallig und actionreich (Resident Evil) aus. Dass es auch anders geht, bewies 2004 die Komödie Shaun of the Dead, die es mit begrenzten Mitteln zum echten Kultfilm schaffte und den bis dato unbekannten Simon Peg zum Leinwand-Star machte (Star Trek 11, Hot Fuzz). Der Film bestach in erster Linie durch seine originellen Figuren und zahlreichen verrückten Einfälle - hielt sich aber in Sachen Blut nicht gerade zurück.

Zombieland : Copyright: Sony Pictures Copyright: Sony Pictures

Nachdem fast alle Horrorfilme Hollywoods - vor allem in der Zeitspanne zwischen Saw und Saw 6 - äußerst düster waren, versucht man es jetzt mit etwas Humor. Zombieland geht dabei auf all das ein, was schon bei Shaun of the Dead funktionierte: sympathische Figuren, irrwitzige Situationen, jede Menge Blut. Da Hollywood allerdings über ein weitaus höheres Budget verfügt, darf man sich auf hervorragende Ausstattung und bekannte Gesichter freuen.

Lauf um dein Leben

Zombieland : Copyright: Sony Pictures Copyright: Sony Pictures Columbus (Jesse Eisenberg) hat schon fast alles gesehen. Nach einer weltweiten Zombie-Apokalypse ist der Teenager einer der wenigen Überlebenden, die sich in naher Zukunft durch das menschenleere, aber zombieinfizierte Amerika kämpfen. Die Bekanntschaft des verrückten Cowboy Tallahassee (Woody Harrelson) vereinfacht die prekäre Situation. Die beiden Einzelkämpfer verstehen sich auf Anhieb prächtig. Was liegt also näher, sich fortan gemeinsam durch die Gegend zu schlagen?

Aufregend wird es für Columbus allerdings erst, als er auf die hübsche Wichita (Emma Stone) trifft. Die gewiefte Diebin hinterlässt durch ihren Mut einen bleibenden Eindruck bei Columbus, legt die beiden Haudegen dann aber gekonnt rein. Mit ihrer kleinen Begleiterin Little Rock (Abigail Breslin) klaut sie deren einzig verbliebenes Hab und Gut: den Wagen der beiden. Columbus und Tallahassee nehmen die Verfolgung auf - und treffen relativ schnell auf pulslose Hirnhungrige.

Schnall dich an

Was passiert, wenn ein eher schüchterner Normalbürger und sein trotteliger Partner auf eine Armada von Untoten stößt, zeigt uns der junge US-Schauspieler Jesse Eisenberg, der auf seinem Streifzug kräftig die Lachmuskeln strapaziert.

Der Film fängt mit verschiedenen, verrückten Überlebensregeln schon hervorragend an. In skurrilen Flashbacks gibt Columbus seltsame Überlebenstipps wie "Schnall dich an", "Vorsicht vor Badezimmern" und "Cardio!". Alle Tipps sind herrlich lustig und entschärfen den Umgang mit den blutrünstigen Untoten. Selbst wenn man anfällig für Filmblut sein sollte, hilft der sehr saloppe Ton schnell darüber hinweg.


» Film-Trailer zu Zombieland in Originalgröße anschauen

Zombieland : Copyright: Sony Pictures Copyright: Sony Pictures Dass der Abstecher ins Zombieland lohnt, ist hauptsächlich den charismatischen Darstellern zu verdanken. Während Eisenberg den eher unsicheren Alltagsmenschen gibt, unterhält Woody Harrelson (Weiße Jungs bringen’s nicht) im Gegenzug als selbstbewusster Macho-Cowboy. Highlight des Films ist der Gastauftritt eines bekannten Hollywood-Darstellers, dessen Auftritt urkomisch ausfällt.

Regisseur Ruben Fleischer inszeniert seine Zombie-Komödie in schicken, schnellen Bildern, lässt nie Langeweile aufkommen und sorgt mit passendem Soundtrack (Metallica, Van Halen, Lou Reed), dass unentwegt gute Laune gegeben ist.

Cardio!

Zombieland : Copyright: Sony Pictures Copyright: Sony Pictures Es lässt sich nur wenig an Zombieland kritisieren, auch wenn der Film genauso rasch und leicht endet, wie er beginnt. Zombieland ist nichts anderes als Fast Food für Augen und Ohren. Lange wird man sich sicherlich nicht an den Film erinnern.

Die Figuren sind zwar allesamt ganz nett, bleiben aber durchweg platt und oberflächlich. Die wenigen dramatischen Szenen hinterlassen wenig Eindruck, sodass es schwierig wird, sich in ernsteren Momenten um die Beteiligten zu sorgen.

Eingefleischten Horror-Fans könnte es missfallen, dass der Film zeitweise in Richtung Love-Story abdriftet. Zwar taucht kein Hugh Grant auf, der im Regen Liebesbekenntnisse abgibt, die eingeschobene Bindung zwischen Columbus und Wichita kann jedoch dazu führen, dass man ungeduldig auf die Uhr blickt.

Letztendlich fällt dies trotzdem nicht allzu stark ins Gewicht, da es den ansonsten sehr amüsanten Film nicht weiter stört.

Fazit

Christian Mester (bereitsgesehen.de): "Was will man mehr? Zombieland ist eine lockere Zombie-Komödie mit vielen witzigen Momenten. Er ist gut gemacht und spricht sowohl beinharte Genrefans, als auch diejenigen an, die sonst nicht allzu viel mit Horror anfangen können."

Kinokritik in Kooperation mit bereitsgesehen.de.

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Avatar R. Funden
R. Funden
#1 | 11. Dez 2009, 13:36
Super genialer Film! Lohnt sich auf jeden Fall.
Endlich ein Film der den Staub von dem Genre kratzt
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Avatar Runegar
Runegar
#2 | 11. Dez 2009, 13:49
jo der film rockt übelst xD
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Avatar Switchback
Switchback
#3 | 11. Dez 2009, 13:49
Hab mich auch sehr über den Film gefreut - wirklich ein geiles Teil ^^
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Avatar Waisinet
Waisinet
#4 | 11. Dez 2009, 13:49
"Gute fünf Jahre ist es her, dass uns die britische Komödie Shaun of the Dead das erste Mal so richtig über Untote lachen ließ. "

Ich konnte auch bei Braindead schon so richtig lachen.
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Avatar chaosgod
chaosgod
#5 | 11. Dez 2009, 14:02
sieht vielversprechend aus :)

shaun of the dead is ja schon einer meiner lieblings 'horror'-filme. mal sehen wie der wird :)
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Avatar dexterholland
dexterholland
#6 | 11. Dez 2009, 14:04
Hatte Valve das Script vorher gelesen?
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Avatar Michael Obermeier
Michael Obermeier
#7 | 11. Dez 2009, 14:06
So awesome!
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Avatar ScimiX
ScimiX
#8 | 11. Dez 2009, 14:11
Zitat von Waisinet:
"Gute fünf Jahre ist es her, dass uns die britische Komödie Shaun of the Dead das erste Mal so richtig über Untote lachen ließ. "

Ich konnte auch bei Braindead schon so richtig lachen.


wohl wahr ^^
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Avatar syskorn
syskorn
#9 | 11. Dez 2009, 14:13
Wird diese Woche noch geschaut, der Film kann einfach nur Spaß machen. Zur Zeit gibt es halt echt viele ansehnliche Filme. Nächste Woche ist es auch endlich soweit mit Avatar. Hier gibt es schon die ersten Kritiken zusammengefasst.
http://twenemo.wordpress.com/2009/12/11/av atar-die-ersten-kritikenreviews/
Wenn der nicht Bombe wird dann weiß ich es auch nicht. Besser als das Spiel wirds auf jeden Fall (was auch nicht schwer ist :-)
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Avatar Michu
Michu
#10 | 11. Dez 2009, 14:30
Ich verstehe nicht ganz, was die Leute an diesem Film finden... (spoiler)viel dummes Gelaber, viel öde Landschaft ohne Zombies und im ganzen Film höchstens 20 tote Untote (mal abgesehn von den zwei "Massen"-Einstellungen, die ziemlich öde sind), von denen die meisten auch gar nich getötet werden und wenn doch, dann ziemlich langweilg ohne viel gore oder Humor.
Einzig die "Rules" sind ganz witzig und ein zwei Sprüche... das Auftreten von "Mr. Ghostbuster" war eher ärmlich, da vorhersehbar durchgezogen und auch nur mager von Humor (oh, ich tu so, als bin ich ein Zombie und wunder mich, dass ich abgeknallt werden...) naja. Von Zombie"LAND" war für mich nicht viel zu sehn, war eher ein "I am Legend", wie ihn Uwe Boll verfilmt hätte, nur mit halb so viel trashigem Humor.

Beste am Film sind die ersten 10 Minuten, das wars.
Nu hör ich auf mit Spoilern ^^
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