The Green Hornet : The Green Hornet ist ab dem 13.01.2010 in deutschen Kinos zu sehen - auch in 3D. The Green Hornet ist ab dem 13.01.2010 in deutschen Kinos zu sehen - auch in 3D. Ein Mann verkleidet sich im Zeichen eines Tieres und hält Kriminelle mit Kung-Fu und seinem vor Waffen strotzenden Wagen in Schach. Das klingt in erster Linie nach Batman, allerdings läge man falsch darin, The Green Hornet als dreiste Nachmache der Fledermaus zu titulieren. In der Tat ist die Figur, die erstmals 1936 in einem Radioprogramm auftrat, sogar drei Jahre älter als der beliebte Fledermausmann und damit einer der ältesten bekannten Superhelden. Die wohl prominenteste Umsetzung der Figur gab es in den 70er Jahren, als man eine kurzlebige Serie für das US-Fernsehen entwickelte. Green Hornets Mitstreiter Kato wurde dabei vom damals noch unbekannten Bruce Lee gespielt, der schnell zum heimlichen Star der Serie wurde und den Bekanntheitsgrad der grünen Hornisse maßgeblich vergrößerte.

Danach war es lange Jahre still um die grüne Hornisse, bis sich Comedy-Star Seth Rogen (Beim ersten Mal, Zack and Miri make a Porno) als Autor, Produzent und Hauptdarsteller einer Neuauflage widmete. Um die Rolle des Actionhelden glaubhaft spielen zu können, nahm er 15 kg ab und verlor damit sein bisher etabliertes Teddy-Bären-Image für romantische Komödien. Bei der Besetzung des Films entschied er sich für eine eher ungewöhnliche Kollegenauswahl. So spielt die zehn Jahre ältere Cameron Diaz seine mögliche Freundin, der im Westen unbekannte, asiatische J-Pop Star Jay Chou seinen Partner und »Inglourious Basterds«-Bösewicht und Oscar-Gewinner Christoph Waltz den Gegenspieler. Weil das noch nicht skurril genug wäre, ließ er den Film vom französischen Avantgarde-Künstler Michel Gondry drehen, der mit Action für gewöhnlich so gar nichts am Hut hat.

Die Story

Der junge Millionärssohn Britt Reid (Seth Rogen) lebt das rücksichtslose Leben eines Party-Playboys, bis er eines Tages vom plötzlichen Tode seines Vaters (Tom Wilkinson) erfährt. Bestürzt bricht für ihn eine Welt zusammen. Alles ändert sich, als er Kato (Jay Chou), den mysteriösen Mechaniker und Haus-Assistenten seines Vaters kennen lernt. Kato ist ein gewiefter Martial-Arts-Künstler, ein erstklassiger Ingenieur (und grandioser Kaffeekocher), mit dem Britt ein spontanes Hirngespinst realisiert: Er will The Green Hornet werden, ein maskierter Kämpfer für Recht und Ordnung.

The Green Hornet
Seth Rogen spielt The Green Hornet. (Bildrechte: Sony Pictures Entertainment)

Nachdem ihm Kato diverse Kampftechniken beigebracht und ein beeindruckendes Spezialfahrzeug namens Black Beauty zusammen getüftelt hat, gehen sie erfolgreich auf gemeinsame Gangsterjagd und werden zum Dorn im Auge des gefährlichen Unterweltbosses Benjamin Chudnofsky (Christoph Waltz), der die lästige Hornisse so bald wie möglich erledigt sehen will. Doch Chudnofsky ist nicht die einzige Sorge des dynamischen Duos, denn auch die Polizei jagt die beiden Helden unbeirrt, hält sie das Team doch für Verbrecher.

Im Westen nichts Neues

Ganz gleich, ob man die Hintergründe der grünen Hornisse nun schon kannte oder nicht, hinterließen die Trailer zum Film im Vorfeld fast alle dieselbe Wirkung. Die Action darin sah zwar recht unterhaltsam aus, allerdings wirkte das Gezeigte dejavu-haft, als hätte man es bereits zur Genüge gesehen. Ein Mann, der eines Tages zur Maske greift und Verbrecher jagt? Ein fieser Bösewicht, den er sich zum Gegenspieler macht und eine attraktive Frau, die zur Freundin wird? The Green Hornet bietet diesbezüglich in der Tat nichts Neues. Hat man ein paar der Superheldenfilme der letzten Jahre gesehen, erinnert fast jede einzelne Szene des Helden-Werdegangs an eine vergleichbare aus einem bereits bekannten, und zumeist auch besseren Film.

Obwohl die Mechanismen und Strukturen dieselben wie immer sind, funktioniert The Green Hornet trotzdem. Und zwar in erster Linie als leichte Buddy-Komödie. Wie in der alten Bruce Lee Serie ist es auch hier wieder die Figur Kato, die alle Blicke auf sich zieht und die besten Szenen bekommt. In den Kampfszenen überzeugt Jay Chou mit netten Choreographien, während er als Partner des wenig sympathischen Britt immer zur Stelle ist, um sich über die Idiotie des Helden lustig zu machen. In der Hinsicht fühlt man sich leicht an die Rush Hour Filme erinnert, die ähnlich aufgebaut sind, auch wenn Chou nicht die Stunts eines Jackie Chan auffährt. Seth Rogen wird in seiner Rolle nie so albern oder redselig wie Chris Tucker und bleibt lange unnahbar. Die Entscheidung, Reid bis zu seiner späten Läuterung gezielt unsympathisch zu halten, erschwert den Zugang.