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Filmkritik zu Fright Night

Ein rabenschwarzes Remake

Kein Horrorfilm ohne Remake. Jetzt muss Die rabenschwarze Nacht aus den Achtzigern herhalten. Mit prominenter Besetzung, 3D und einem guten Film ist Fright Night verdammt - aber nicht zum Erfolg.

Von Christian Mester |

Datum: 07.10.2011


Zum Thema » Trailer zu Fright Night Filmszenen im Video » Filmkritiken auf Gamestar Unser Kanal zu aktuellen Kinofilmen Aktuell legt sich ein dunkler Schatten über die Horrorfilmbranche, denn unter Produzenten macht sich Verzweiflung breit. Das Problem? In den letzten Jahren machte man gutes Geld damit, bekannte Horrorklassiker wie Halloween, A Nightmare on Elm Street und The Texas Chainsaw Massacre neu zu verfilmen. Ein sehr profitables Geschäft, denn während Kenner der alten Titel neugierig wurden wie diese neuen Interpretationen aussahen, bekamen Neulinge somit die Gelegenheit, verschmähte alte Horrorklassiker in einem für sie annehmbar neuen Look zu erleben. Jetzt hat man allerdings einen Punkt erreicht, an dem fast alle verfügbaren Lizenzen namhafter Titel abgegrast worden - und nur noch wesentlich geringfügiger bekannte Titel übrig sind. Notgedrungen verfilmte man zuletzt also zweit- und drittklassige Schinken wie I Spit On Your Grave, Muttertag und Weiblich, ledig, jung sucht neu, in der naiven Verzweiflung, dass ihr minimaler Wiedererkennungswert noch rentabler ausfalle, als einfach gänzlich neue Filme zu inszenieren.

Nun traf es eine kleine Horrorkomödie aus den 80ern: Fright Night - Die rabenschwarze Nacht. Fright Night war eine nicht allzu erfolgreiche, jedoch für damalige Verhältnisse sehr gelungene Mischung aus Horrorelementen und 80er Teen-Comedy, in der ein Junge herausfand, dass sein harmlos wirkender Nachbar ein Vampir ist. Für die Besetzung seiner Neuauflage konnte der bis dato wenig sagende Regisseur Craig Gillespie talentierte Gesichter gewinnen: Colin Farrell, der sich zuletzt in abwechslungsreichen Projekten wie Brügge sehen und sterben, Crazy Heart, Kill the Boss und Miami Vice als sehr wandlungsfähiger Darsteller bewies, ist der neue unheimliche Nachbar. Für die Rolle des Jungen wählte man Anton Yelchin aus dem letzten Star Trek und Terminator: Die Erlösung . Fans der trashigen britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who freuen sich über einen Auftritt von David Tennant, der die zehnte Inkarnation der ikonischen Figur spielte und hier als überzogene Criss Angel Parodie auftritt.

Handlung

Für Charley Brewster (Anton Yelchin) könnte das Leben kaum angenehmer sein: nachdem er sich von seinem nerdigen Freund Ed (Christopher Mintz-Plasse) endlich hat loslösen können, hat er eine hübsche Freundin (Imogen Poots) und macht seine alleinerziehende Mutter (Toni Collette) stolz. Konflikte kommen auf, als sie einen neuen Nachbarn bekommen: der mysteriöse Jerry (Colin Farrell) betört sowohl Charleys Freundin, als auch Mutter, und droht, die Konstellation seiner Familie zu verändern.

Fright Night
Fright Night 3D ist das Remake eines Films aus dem Jahr 1985
(Bildrechte: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH)

Sein Freund Ed ahnt schnellt, dass mit Jerry irgendetwas nicht stimmen kann und berichtet Charley nach eingehender Recherche, dass er höchstwahrscheinlich ein gefährlicher Vampir ist. Charley nimmt es nicht ernst und ignoriert angebliche Beweise, doch als immer mehr Schüler aus seiner Klasse verschwinden, erkennt er, dass Ed tatsächlich Recht haben könnte. Entschlossen wendet er sich sodann an den für seine übersinnlichen Erfahrungen bekannten Fernsehmagier Peter Vincent (David Tennant) aus Las Vegas, der von sich behauptet, ein langjähriger Vampirjäger zu sein.

Blade Junior

Shia LaBeoufs Disturbia mit Vampiren - so in etwa könnte man den neuen Fright Night konzeptioniert sehen, denn die Ähnlichkeiten der beiden Titel sind nahezu verblüffend - sie haben mehr gemeinsam als Fright Night mit seinem Original. Beide Filme durchlaufen einen sehr gleichartigen Handlungsverlauf, mit dem Unterschied, dass Farrell sich in diesem Fall als gar übernatürliche Bedrohung entpuppt, die dementsprechend noch weitaus stärkere Gegenmaßnahmen erfordert. Wie schon im gelungenen Teen-Thriller von 2007, der seinerseits als Actionvariante des Hitchcock-Klassikers Das Fenster zum Hof gedacht war, ist der Einstieg zunächst gelungen. Es macht Spaß zu sehen, wie Charley langsam bewusst wird, was in seiner Kleinstadt los ist, und er sich dann selbst aufraffen muss, um sich und seine Freunde zu beschützen.

Im direkten Vergleich hat diese horrorlastige Variante der Geschichte jedoch weit weniger Biss, was bereits mit der Hauptfigur beginnt. Yelchins Charley ist ein Protagonist, der knauserig ist, nicht gut mit anderen kann, nicht einmal mit seiner Freundin zurechtkommt und orientierungslos wirkt. Yelchin, der im vierten Terminator als junger Kyle Reese und im elften Star Trek als junger Chekov stark war, wirkt ebenso ziellos wie in seinem diesjährigen Drama Der Biber. Dass er sich später für die anderen einsetzt, wirkt nicht überzeugend, weniger noch, dass er als Waschlappen plötzlich zu den Waffen greift und damit dann zu einem Junior Blade Junior wird, der sich gleich mehreren Vampiren auf einmal stellt.

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Avatar molarilondo
molarilondo
#1 | 07. Okt 2011, 17:11
der film ist grottenschichtiger mist!!!!
fallen den produzenten keine neuen sachen mehr ein,oder warum wird alles was bei drei nicht auf dem baum ist neu verfilmt ???
total recall kommt ja auch mit dem colin farrell neu ins kino,als remake... der soll arnold ersetzen*lol
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Avatar Montrak
Montrak
#2 | 07. Okt 2011, 17:27
ich fand damals das Orginal recht lustig noch besser war der zweite teil aber das hier ist echt unter aller Kanone
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Avatar ICTEA
ICTEA
#3 | 07. Okt 2011, 17:34
gabs auch ein film den ihr nicht schlecht gemacht habt ?
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Avatar Jonny1337
Jonny1337
#4 | 07. Okt 2011, 17:58
@ Vorposter:
Es werden hier fast ausschließlich die "schlechten" kritisiert, denn was gibt's an guten Filmen zu kritisieren?
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Avatar BeRse
BeRse
#5 | 07. Okt 2011, 18:23
also ich fand den Film gut
hatte paar witzige Sprüche und die Vampire waren zur Abwechslung mal nicht total Twillight-Gay
was jetzt an den Effekten "altbacken" sein soll erschließt sich mir nicht, allerdings hab ich auch nicht die 3D-Variante gesehen
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Avatar throgh
throgh
#6 | 07. Okt 2011, 18:36
Das Original war und ist eine der besten Horrorkomödien, die es meiner Meinung nach gibt. Das liegt mitunter auch an Roddy McDowall als Peter Vincent. Nun übernimmt David Tenant hier das Ruder und macht im Trailer direkt eine hervorragende Figur. Warum darf ein Film nicht einfach nur "unterhalten"?

Nicht Jedem muss ein Film gefallen, aber gleich immer alles als "Mist" zu bezeichnen finde ich wirklich bedenklich. Kann man nicht sagen, dass es eben nicht gefallen hat? Meine Güte! "Skyline" hat auch nicht allzu Vielen gefallen, so what? Ich fand ihn wirklich unterhaltsam.
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Avatar Fred
Fred
#7 | 07. Okt 2011, 18:43
Zitat von Jonny1337:
@ Vorposter:
Es werden hier fast ausschließlich die "schlechten" kritisiert, denn was gibts an guten Filmen zu kritisieren?


Kritik bedeutet etwas zu hinterfragen und beurteilen, das hat absolut nichts mit schlecht zu tun. Nicht umsonst sagt man "Der Film hat gute Kritiken bekommen".

Manchmal muss man sich hier echt wundern.
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Avatar Eisenwerker
Eisenwerker
#8 | 07. Okt 2011, 20:10
Das Review zum Film in meiner Tageszeitung ist eigentlich ganz positiv.
Das Original hab ich damals im Kino gesehen, war ganz witzig.
Solange niemand eine Neuverfilmung von 'Near Dark' wagt, bin ich eh zufrieden :) imo immer noch der beste Vampirfilm.
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Avatar HawkS73
HawkS73
#9 | 07. Okt 2011, 20:16
Zitat von :
Yelchin, der im vierten Terminator als junger Kyle Reese und im elften Star Trek als junger Chekov stark war,


Stark? Ich fand ihn als Kyle Rees total fehlbesetzt und als Chekov nervt er mit seinem völlig übertriebenen Akzent und besser schausielern als der viel gehaste Shia LaBeouv kann Yelchin sicher nicht.

Zum Film selbst: Fright Night war eine netter 80ger Film. Ein Remake hat er aber nicht gebruacht. Aber wie im Artikel geschrieben, Hollywood geht das Remake Material aus, also schaune sie in der B Liga nach, wenn da alles weg ist kommen die C Liga und ich sehe schon das nächste Remake vom "Blob" auf uns zukommen. Filme die die Welt nicht braucht. Statt Remake after Remake wird es Zeit für neue Ideen in neuen Filmen.
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Avatar BeRse
BeRse
#10 | 08. Okt 2011, 01:06
Zitat von HawkS73:


Stark? Ich fand ihn als Kyle Rees total fehlbesetzt und als Chekov nervt er mit seinem völlig übertriebenen Akzent


dafür kann Yelchin aber rein gar nichts, dass liegt an der deutschen Synchro ;)
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