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Report: Was Frauen wollen | Seite 3

Frauen und Spielen

Mehr Drama, bitte!

Was Frauen wollen : Der [IrOn]-Clan (von links): Nadja »Puma« Hock, Doreen »Doro« Hornauer, Anja »La^D1Va« Steuer, Michaela »Redsonja « Winter, Femina »Mina« Stappert und Nina »Ninna« Keller. Die Ladys treten bei Counterstrike an. Der [IrOn]-Clan (von links): Nadja »Puma« Hock, Doreen »Doro« Hornauer, Anja »La^D1Va« Steuer, Michaela »Redsonja « Winter, Femina »Mina« Stappert und Nina »Ninna« Keller. Die Ladys treten bei Counterstrike an. Doch welche Spielmerkmale würde sich die Damenwelt gemeinhin wünschen? »Mehr Drama« und »Geschichten auf Hollywood-Niveau«, wenn es nach Tanja Menne geht. Die Chefredakteurin des Online-Magazins Eurogamer.de kennt die Branche. Entwickler würden eine Menge Geld in Marktforschung pumpen, um herauszufinden, was Frauen an Spielen faszinieren könnte. »Süß, bunt und kinderleicht« seien dabei offensichtlich die felsenfest zementierten Attribute. »Ich weiß nicht, ob dieser klischeebehaftete Weg langfristig der richtige ist. Schließlich wollen weibliche Spieler ernst genommen werden, sie schauen ja auch nicht nur Filme, in denen eine heile Welt dargestellt wird.« Nach Meinung der Chefredakteurin fehlt es eher an der Ausarbeitung der Charaktere, an zwischenmenschlichen Beziehungen, an Tiefe. Kein Wunder, fühlt sie persönlich sich doch »nicht der Zielgruppe Frau zugehörig, sondern schlicht als Spieler«. Nach Ansicht der 21-jährigen Counterstrike-Spielerin Tasja »BloOregard Q KazoO« Vennemann aus Essen könnte die Zahl der »Zockerweibchen« weitaus höher liegen, würden die Hersteller die Inhalte ihrer Titel besser vermitteln. Die frisch gebackene Abiturientin glaubt an ein Kommunikationsproblem: »Es gibt 1.000 Gründe, Tomb Raider zu spielen. Dennoch sieht man in der Werbung immer nur, wie Lara Gegner plättet.«

Neue Normalität

Was Frauen wollen : Die Sims 3 ist bei Frauen enorm beliebt. Mitunter, weil es darin »menschelt«. Die Sims 3 ist bei Frauen enorm beliebt. Mitunter, weil es darin »menschelt«. Unternehmen wie Electronic Arts verfügen mittlerweile auch abseits des Goldesels Die Sims 3 über einen hohen weiblichen Kundenstamm. Der Pressesprecher Martin Lorber beziffert die Gesamtquote auf 40 Prozent: »In der Tat gibt es einen Trend, dass Mädchen und Frauen nicht mehr nur typische Mädchen- und Frauenspiele spielen.« Das zeigt sich auch, wenn man an der Front nachfragt, bei Händlern in Nürnberg etwa. Giuseppe Gregorio, Fachverkäufer in der Media-Markt-Filiale an der Virnsberger Straße, versteht DS und Wii auch als Einstiegsdroge. Sie schubst manch weibliche Spieler an, sich auch mit anderen Konsolen zu beschäftigen. »Das stelle ich als Xbox-360-Nutzer sogar privat fest. Vor einem Jahr hatte ich noch keine Frau in der Freundesliste, heute mehrere.« Christian Gineth vom Saturn-Markt in der Vorderen Ledergasse empfindet die Entwicklung als nicht ganz so rasant: »Im PC-Bereich kommt höchstens eine Frau auf zehn Männer. Bei den Konsolen sieht es schon anders aus.« Barbara Rühl, Mitarbeiterin beim Gamesgarden Nürnberg, bestätigt zwar ein gesteigertes Interesse vorwiegend an Musik-, Quiz- und Fitness-Titeln, aber: »Es bleibt natürlich nicht aus, dass Kundinnen auch mal Spiele aus unserem 18er-Bereich mitnehmen.«

Frauen kommen langsam, aber gewaltig, sang Ina Deter. Quod erat demonstrandum.

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Avatar Senior_Cartmenez
Senior_Cartmenez
#1 | 20. Okt 2009, 18:10
Was Männer wollen:

Mehr Ärsche wie den im Titelbild
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Avatar Ghordar
Ghordar
#2 | 20. Okt 2009, 18:15
Schade nur das die meisten Frauen nicht Spielen können, konnt ich schon in einigen Spielen beobachten weils sie halt grad die regel oder nen fight mit freund haben. Zu Emotional, schade eigentlich denn im TS mag ich die weiber, nur in spielen nich :)

LG
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Avatar Immortalblade
Immortalblade
#3 | 20. Okt 2009, 18:17
Was Frauen auch wollen:

Keine Gehirnpinzen die Frauen auf Arsch, Titten und Möse reduzieren.
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Avatar Spendox
Spendox
#4 | 20. Okt 2009, 18:19
Ich kann mir denken, dass der Artikel aufzeigen soll, dass Spiele und Spiele-Communities geschlechtsunabhängig funktionieren können/sollen. Zumindest lese ich das daraus, dass immer mehr Frauen die vermeintliche Männerdomäne "erobern".

Allerdings reproduziert der Artikel eben jene Verhältnisse an manchen Stellen, die ja eigentlich aufgebrochen zu werden scheinen. Es ist von typischen Männer- und Frauenspielen die Rede und Attribute wie "natürlich" bei der Verbindung von Wii-Spielen und Frauen, bestärken das noch weiter.

Wo ist das Problem einfach jeden Spieler als Menschen zu akzeptieren. Unabhängig davon ob er als Mann oder Frau deklariert ist? Aber nein, weiterhin werden "Die Sims" als Frauen- und Ego-Shooter als Männerspiel dargestellt. Und so werden die typischen Rollenbilder weiter produziert. Schade eigentlich.
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Avatar Senior_Cartmenez
Senior_Cartmenez
#5 | 20. Okt 2009, 18:26
Zitat von Immortalblade:
Was Frauen auch wollen:

Keine Gehirnpinzen die Frauen auf Arsch, Titten und Möse reduzieren.


erfahrungsgemäß wollen die meisten zwar gerade das (ohne es jemals offen zugeben zu können), aber erfahrungsgemäßg lohnt es sich auch sich auf die minderheit zu konzentrieren, die das wie Du schon sagtest nicht will
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Avatar SethSteiner
SethSteiner
#6 | 20. Okt 2009, 18:31
Mich würde ja mal interessieren was es so an Diplomarbeiten gibt und ob es auch Bücher zu dem Thema gibt. Ich schreibe genau über das Thema momentan meine Facharbeit aber auch einfach so find ich das ziemlich interessant.

Ich selbst vertrete die Meinung, dass es ganz im Grunde garkeine Unterschiede gibt. Spieler sind Spieler, Frauen sind nur noch immer, ebenso wie einige Männer, von den angelernten Klischees gekennzeichnet. Das diese aber immer mehr aufweichen, kann man ja an der zunehmenden Anzahl von Spielerinnen sehen die auch typische Männerspiele zocken. Ich denke in 20 bis 50 Jahren gibt es garkeine Unterschiede mehr. Peinlich finde ich allerdings diese Frauen-Only Clans.
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Avatar HaraldFraenkel
HaraldFraenkel
#7 | 20. Okt 2009, 18:33
Zitat von Spendox:
Ich kann mir denken, dass der Artikel aufzeigen soll, dass Spiele und Spiele-Communities geschlechtsunabhängig funktionieren können/sollen. Zumindest lese ich das daraus, dass immer mehr Frauen die vermeintliche Männerdomäne "erobern".

Allerdings reproduziert der Artikel eben jene Verhältnisse an manchen Stellen, die ja eigentlich aufgebrochen zu werden scheinen. Es ist von typischen Männer- und Frauenspielen die Rede und Attribute wie "natürlich" bei der Verbindung von Wii-Spielen und Frauen, bestärken das noch weiter.

Wo ist das Problem einfach jeden Spieler als Menschen zu akzeptieren. Unabhängig davon ob er als Mann oder Frau deklariert ist? Aber nein, weiterhin werden "Die Sims" als Frauen- und Ego-Shooter als Männerspiel dargestellt. Und so werden die typischen Rollenbilder weiter produziert. Schade eigentlich.


Hallo,
danke für deine Meinung. Ich sehe das so: Ja, es geht darum, dass Frauen eine "Männerdomäne" erobern. Dennoch ist es so, dass Frauen bestimmte Spiele häufiger kaufen. Ist halt Fakt. Ich sehe Frauen durchaus als Menschen.

Wenn ich jetzt einen Artikel schreiben würde, der besagt, dass Strategiespiele/Adventures mehr von Abiturienten gekauft werden, während Hauptschüler lieber ballern, und das wäre Fakt? Ich weiß nicht, ob es so ist, nur mal angenommen. Klar kann man da nun wieder bösen Willen meinerseits reininterpretieren (Hauptschüler = doof), es ist aber nicht so. Ich spiele übrigens lieber Ballerspiele. ;)

Frage: Bist du Mann oder Frau?
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Avatar Lars-G90
Lars-G90
#8 | 20. Okt 2009, 18:37
Ich kann beim MP zocken irgendwie nie so offen reden, wenn eine Frau dabei ist. Wenn wir "Männer" unter uns sind, gehts leichter finde ich^^
Trotzdem wünsche ich mir mehr Frauen, mit denen man(n) über Games und Co reden kann.
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Avatar Bratkeks
Bratkeks
#9 | 20. Okt 2009, 18:46
Sind die Feministinnen in die Online-Redaktion eingekehrt oder warum seh ich plötzlich 3 Frauen (/Mädchen) bezogene News an nur einem Nachmittag? o.O xD

Ich finde solche Artikel meist etwas scheinheilig...als wollte man den Männer erklären, warum jetzt mehr Frauen zocken. Und weil es ja hier gerade um "gewalttätige" Spiele geht, muss man unbedingt sagen, dass plötzlilch mehr Frauen spielen, da es ja gerade diesem Vorurteil "Frau = friedliebend" wiederspricht. Egal was dann im Artikel steht hört sich das (mMn) immer nur nach "Rechtfertigung der Emanzipation" an und geht letztendlich gegen die intention des Ganzen...
Spielen ist ne Frage des Geschmacks, nicht des Geschlechts; dabei soll mans doch bitte belassen und nicht immer wieder die gleiche Geschlechtertrennung "anprangern"!
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Avatar SethSteiner
SethSteiner
#10 | 20. Okt 2009, 18:54
@Bratkeks
Ist eigentlich nur die Online-Bringung des Artikels in der Zeitschrift Gamestar. Ansonsten fand ich den Artikel eigentlich noch recht positiv, eben weil man da auch Frauen sieht die halt eben einfach nicht Sims oder Wii spielen (auch wenn ich die Aussage sie wäre Schwachsinn unreif und blöde ist). Sonst lese ich nur von Zahlen und Sims, was unglaublich einseitig und falsch ist.

Aber du hast schon recht, es ist eine Frage des Geschmacks und der ist Individuell und nicht Geschlechtsspezifisch.
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