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Special: OnLive - Erfahrungsbericht

Wir haben das Spiele-Streaming ausprobiert

Seit gut zwei Wochen läuft in den USA der Streaming-Dienst OnLive. Spielt der Wunderservice aktuelle Spiele wirklich live, knackig und problemlos über das Internet auf den Bildschirm? Wir haben’s ausprobiert - ein Erfahrungsbericht.

Von Roland Austinat |

Datum: 01.07.2010


Vor einem Jahr sorgte Steve Perlman, Chef der kalifornischen Firma OnLive, mit dem gleichnamigen Online-Dienst für Gesprächsstoff auf der Game Developers Conference. Denn das für Ende 2009 angekündigte Produkt sollte Schluss mit dem ständigen Nachkaufen von Grafikkarten, CPUs und Mainboards machen, nach denen die neuesten, hardwarehungrigen Titel in schöner Tradition gieren. Stattdessen kommen die Spiele über das Internet ins Haus: Sie laufen auf einem maximal 1.000 Meilen beziehungsweise 1.600 Kilometer entfernten OnLive-Server, auf dem man sie im Prinzip fernsteuert.

Der Server schleust das resultierende Grafiksignal flugs durch einen Kompressionsrechner, bevor es über das Netz in Echtzeit auf den heimischen Monitor übertragen wird. Zunächst nur auf PC und Mac-Computern, doch selbst auf einem Fernseher sollen Homefront, F.E.A.R. 3 und Co. zukünftig laufen, mithilfe der etwa zigarrenschachtelgroßen OnLive-Konsole, die zwischen Internet und Fernseher gestöpselt wird. Spielen ohne teure Hardware, das Upgraden der Server und das etwaige Patchen der Spiele übernimmt OnLive, die Hersteller bekommen mehr Geld, weil sie keine Schachteln in die Läden stellen müssen, obendrein sind Raubkopierer Fehlanzeige - das klingt fast zu schön, um wahr zu sein.

OnLive - Erfahrungsbericht : Die Mikrokonsole (links) schließen Sie an ein Fernsehgerät an, bei PC und Mac reicht eine Software. Die Mikrokonsole (links) schließen Sie an ein Fernsehgerät an, bei PC und Mac reicht eine Software.

Die Betaphase

Schon auf der Games Developers Conference 2009 mischte sich ein gehöriges Maß an Skepsis in die Begeisterung über die OnLive-Idee. Kritiker fragten sich, ob der Lag, also die Verzögerung zwischen dem Steuern der eigenen Spielfigur und ihrer von Server zurückgesandten Aktionen, nicht bei schnellen Action- und Rennspielen zu Problemen führen könnte.

OnLive - Erfahrungsbericht : Wer zu den OnLive-Kunden gehört, lädt auf der Firmenhomepage ein rund 500 KB großes Programm herunter, das den Datenstrom zwischen PC und OnLive-Server regelt. Wer zu den OnLive-Kunden gehört, lädt auf der Firmenhomepage ein rund 500 KB großes Programm herunter, das den Datenstrom zwischen PC und OnLive-Server regelt. Es kam kaum überraschend, dass aus dem geplanten Starttermin Ende 2009 erst einmal nichts wurde. Erst im März 2010 tauchte Steve Perlman erneut auf der Game Developers Conference aus der Versenkung auf, mit neuen Fakten und einer kühnen OnLive-Demonstration von Crysis auf einem iPhone. Am 17. Juni, zum Start der diesjährigen E3, solle der Dienst nach Perlmans Willen endlich ans Netz gehen. Allerdings nur für die Interessenten, die sich auf der OnLive-Webseite angemeldet hatten und von der Firma nach einem bislang unbekannten Verfahren ausgewählt worden waren. Es scheint, als wolle OnLive seine Server Schritt für Schritt belasten und nicht riskieren, dass sie unter einer Übermacht von Spielern zusammenbrechen beziehungsweise Warteschlangen entstehen, weil alle Server belegt sind. Damit sich dennoch genug Interessenten finden, lockt der US-Telefonriese AT&T mit einer Abokosten-Übernahme: Alle »Gründungsmitglieder« sparen sich in den ersten zwölf Monaten die Grundgebühr von rund 15 Dollar pro Monat. Außerdem bietet OnLive diesen Kunden für das zweite Jahr eine günstigere Monatsgebühr von fünf Dollar an. Unklar ist allerdings, wie viele Erstspieler es gibt, die von diesen günstigen Tarifen profitieren. Eines jedenfalls wissen wir sicher: Wir sind dabei. Weil OnLive derzeit nur in den USA angeboten wird, macht sich der GameStar-Korrespondent Roland Austinat in San Francisco an den Praxistest.

Die Technik

Wir steuern mit unserer Einladungs-E-Mail bewaffnet die OnLive-Webseite an, wo wir zunächst ein rund 500 KByte großes Programm herunterladen. Das übernimmt die Kommunikation zwischen dem heimischen Rechner und dem OnLive-Server.

OnLive - Erfahrungsbericht : Selbst Multiplayer-Deathmatch in Unreal Tournament 3 klappt über OnLive ordentlich. Selbst Multiplayer-Deathmatch in Unreal Tournament 3 klappt über OnLive ordentlich. Ein Windows-Computer muss in jedem Fall per Kabel mit dem Router verbunden werden, um die notwendige Datenrate von 5 MBit sicher zu garantieren. Uns gelang es interessanterweise trotzdem, mit einem zwei Jahre alten MacBook mit wahrlich lausigen 3D-Fähigkeiten über eine WiFi-Verbindung mit OnLive Kontakt aufzunehmen und den Action-Rollenspiel Borderlands zu spielen.

Derzeit bietet der Dienst systemübergreifend die HD-Auflösung 720p (1280x720 Bildpunkte) an, wahlweise im Maßstab 1:1 im Fenster oder bildschirmfüllend auf die jeweilige Monitorauflösung hochgerechnet. Dann wirkt es subjektiv allerdings etwas unschärfer. Bei Bildschirmen, die über ein anderes Bildformat als 16:9 verfügen, besitzt das hochgerechnete Bild schwarze Kinobalken am oberen und unteren Rand. Mancher PC-Zocker mag da Höheres gewohnt sein und über die niedrige Auflösung schmunzeln. In der Tat plant OnLive, auch das HDTV-Format 1080p (1920x1080 Bildpunkte) zu unterstützen. Allerdings ist noch nicht bekannt, wann diese Auflösung freigeschaltet und welche Datenrate dafür benötigt wird.

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Avatar Saul-Meyers
Saul-Meyers
#1 | 01. Jul 2010, 17:11
Mal ehrlich, wer will sich denn so eine grausige Bildqualität antun? Das ist doch unterirdisch.
Und kommt mir bitte jetzt nicht mit Hardware sparen. Das was man da sieht kann auch ein 5 Jahre alter PC darstellen.
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Avatar Philipp84
Philipp84
#2 | 01. Jul 2010, 17:14
find ich doof
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Avatar Nathaniel
Nathaniel
#3 | 01. Jul 2010, 17:14
Fazit stimmt. In 5-10 Jahren kann man vielleicht nochmal drüber reden, momentan ist aber der Flop vorprogrammiert.
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Avatar newcyzz
newcyzz
#4 | 01. Jul 2010, 17:14
Zitat von Saul-Meyers:
Mal ehrlich, wer will sich denn so eine grausige Bildqualität antun? Das ist doch unterirdisch.
Und kommt mir bitte jetzt nicht mit Hardware sparen. Das was man da sieht kann auch ein 5 Jahre alter PC darstellen.


wart doch mal 2 jahre ab.....
ich finds interessant
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Avatar Milione
Milione
#5 | 01. Jul 2010, 17:17
ne danke
mir würde das Gefühl fehlen, das Spiel in der Hand zu halten
das mit den lags wird sicher mit weltweitem Start zum Problem werden
die abo-gebühren wäre zwar hinnehmbar, aber leider zu überteuerte Preise
Außerdem auch wenn die 1080p Auflösung nachgeliefert wird, kann trotzdem nicht die Grafik für einen selbst anpassen, zum beispiel Kantenglättung
außerdem kann ja die Mod-Community nicht so arbeiten, die können ja nicht auf die Server zugreifen
Daher würden so, die Mods aussterben, was sehr traurig wäre
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Avatar mrpsterich
mrpsterich
#6 | 01. Jul 2010, 17:18
Da spar ich lieber alle paar Jahre auf einen neuen Rechner und bleiben dabei unabhängig von irgendeinem Streamingservice! Bei dieser Technik setzt man sich der Wilkür der Firma doch genauso aus wie bei limitierten Online-Aktivierungen und Ubisofts Game Lauchner. Und außerdem möchte ich Spiele gerne jederzeit, unabhängig davon ob ich Monatsgebühren bezahle, spielen können. Für Gamer die Spiele nur einmal schnell durchspielen und dann gleich weiterverkaufen (soweit heute noch möglich), bietet sich der Service aber an.
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Avatar guschtl
guschtl
#7 | 01. Jul 2010, 17:23
Die Idee find ich nicht schlecht, aber ist halt wahrscheinlich noch etwas zu früh um so etwas auf den Markt zu bringen.
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Avatar 4K.Demo
4K.Demo
#8 | 01. Jul 2010, 17:42
Zitat von Milione:
ne danke
mir würde das Gefühl fehlen, das Spiel in der Hand zu halten
das mit den lags wird sicher mit weltweitem Start zum Problem werden
die abo-gebühren wäre zwar hinnehmbar, aber leider zu überteuerte Preise
Außerdem auch wenn die 1080p Auflösung nachgeliefert wird, kann trotzdem nicht die Grafik für einen selbst anpassen, zum beispiel Kantenglättung
außerdem kann ja die Mod-Community nicht so arbeiten, die können ja nicht auf die Server zugreifen
Daher würden so, die Mods aussterben, was sehr traurig wäre


Für Kantenglättung gibst du also 200€ ++ für Grafikkarten aus? Nicht zu vergessen um wirklich ordentlich Kantenglättung zu nutzen brauchen man schon eine absolute Highend Karte die man regelmässig upgraded. Wenn ich da an Metro2333 denke das nichtmal ohne AA/AF ordentlich rennt... wenn ich da an Grafikkarten denke die 500€ kosten und nichtmal das ordentlich mit stabilen 60fps (Vsync on) darstellen können ist das PRO-Hardware so oder so gelaufen gegenüber der aktuellen Konsolengenerationen (+GoLive).



Die Technik wird sich in den nächsten 10 Jahren durchsetzen. Da bin ich mir so ziemlich sicher. Sobald Sony/MS auf etwas ähnliches setzen werden das mit sicherheit Playstation4 und die neue XBox haben wird ist es standart.


P.s:
Bevor ihr mich flamed: Ich hab mir erst gestern eine neue Graka für 300€ bestellt und update regelmässig meine Hardware. Was ich Geld in meinen Rechner pumpe da könnte ich mir Jährlich locker 15+ vollpreis Spiele kaufen.
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Avatar Brahlam
Brahlam
#9 | 01. Jul 2010, 17:44
Die Idee ist sehr gut aber für meinen Geschmack zu Teuer und zu Unsicher.

@Bathman Arkham Asylum

Heißt das ich muss dann den Vollpreis zahlen und darf dennoch nur 3 - 5 Tage spielen?

Klingt für mich eher wie ein Griff ins Klo! ^^
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Avatar Dzharek
Dzharek
#10 | 01. Jul 2010, 17:46
Zitat von 4K.Demo:

Die Technik wird sich in den nächsten 10 Jahren durchsetzen. Da bin ich mir so ziemlich sicher. Sobald Sony/MS auf etwas ähnliches setzen werden das mit sicherheit Playstation4 und die neue XBox haben wird ist es standart.


Und das ist der Tag vor dem ich grauen habe, ich bin ja selbst Steam gegenüber liberal, da wenn die Server für ewig ausfallen würden weil Valve dichtmacht und einen Patch für die Spiele vergisst man da noch was machen könnte, was passiert aber wenn Onlive pleite geht, oder der Hersteller generell irgendwas daran einstellt.
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