Schleichfahrt (später Aquanox-Serie)

In den meisten Endzeit-Spielen ist die Erde zwar in einem reichlich schlechten Zustand aber wenigstens noch halbwegs bewohnbar. Anders bei Schleichfahrt vom deutschen Entwickler Blue Byte. 1996 führt uns diese Action-Simulation unter die Wasseroberfläche zur letzten Zufluchtsstätte der Menschheit. Und hier herrscht Krieg. Verschiedene politische Machtblöcke kämpfen am Meeresgrund um Ressourcen und Einfluss. Wir bieten dabei in der Rolle des Söldners Emerald „Dead-Eye“ Flint unsere Dienste an und werden bald in eine spannende Story verwickelt, die uns um die halbe Erde schickt und einem ganz neuen Gegner entgegen.

Schleichfahrt sieht zur Veröffentlichung außerordentlich gut aus, selbst ohne 3D-Beschleuniger, die erst später per Patch unterstützt werden. Das eigentliche Highlight ist aber nicht die Grafik sondern das Spielgefühl. Mit unseren kleinen Ein-Mann-U-Booten gehen wir auf die Jagd nach Unterwasser-Panzern, Transportern und anderen Unterseeschiffen. Schleichfahrt spielt sich dabei wie ein klassisches Weltraumactionspiel mit vielen taktischen Möglichkeiten, so können wir uns beispielsweise in der Strömung geräuschlos an Gegner anschleichen oder mit Scharfschützenwaffen aus der Ferne angreifen. Neben Geschützen laden wir verschiedene Torpedo-Typen, vorausgesetzt, wir können uns die Waffen leisten. Denn zwischen den Aufträgen wird das eigene Boot mit neuer Ausrüstung ausgestattet.

Ein besonderes Lob verdient auch die Spielwelt von Schleichfahrt, schon im Intro wird klar, dass sich die Macher sehr genau überlegt haben, wie diese Zivilisation funktioniert. Überall finden sich stimmige Details und Figuren, der Held ist ein Alter Hund vom Schlage eines Han Solo und sofort sympathisch. Story, Spielwelt und Grafik können auch bei den Nachfolgern überzeugen, die allerdings unter dem Namen Aquanox erscheinen.

Schleichfahrt