Die besten Shooter 2015/2016 :

Shooter-Charts 11/2016 - Verlieren für die Eloquenz

Die besten Shooter 2015/2016 : Petra Schmitz
@flausensieb

Wie Bolle! Mindestens! So sehr freue ich mich über die aktuellen Bewegungen in der Shooter-Hitliste. Gleich drei Neuzugänge, alle drei fantastisch. Und ein Rainbow Six: Siege dank steter Bemühungen der Entwickler aufgewertet. So machen Genre-Empfehlungen Spaß.

Über Battlefield 1 freue ich mich übrigens ganz besonders, denn auch wenn mir die Beta wirklich gut gefallen hat, so hätte ich doch niemals damit gerechnet, dass ich dem fertigen Spiel so verfallen würde. Die tägliche Abendroutine sieht gerade wirklich so aus: heimkommen, schon mal den Rechner hochfahren, Klamottenwechsel, bisschen Nahrung aufnehmen, Battlefield 1 starten, der Gruppe von Johannes, Dimi und/oder Yassin beitreten, Teamspeak starten und dann im Idealfall mit zwei fast vollen Squads ab in eine Partie Operations. Und danach in noch eine. Und wenn dann noch niemand schlafen will, vielleicht in noch eine? Inzwischen bevorzugt auf einem 40er-Server, weil man dort zu acht (immerhin fast das halbe Team) deutlich mehr ausrichten kann und gerade im Angriff viel, viel weiter kommt. Wenn der Dreadnought-Kapitän den besten Bordschützen der Welt (Johannes) durch dusseligste Manöver neulich nicht immer am Schießen gehindert hätte, hätten wir »Iron Walls« locker gewonnen. So haben wir immerhin ein paar neue Flüche untereinander ausgetauscht. Denn aufgemerkt, liebe Forschungstreibende: Multiplayer-Shooter trainieren nicht nur die Hand-Augen-Koordination, sondern halten auch das Sprachzentrum auf Zack!

Platzierung*

Titel

Wertung

1 (NEU)

Battlefield 1

90

2 (NEU)

Shadow Warrior 2

90

3 (NEU)

Gears of War 4

90

4 (1)

Counter-Strike: Global Offensive

87

5 (2)

Mechwarrior Online

87

6 (3)

Doom

86

7 (4)

Overwatch

86

8 (9)

Rainbow Six: Siege

86

9 (5)

Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2

86

10 (6)

Tom Clancy's The Division

85

* In Klammern die Platzierung des Vormonats

Wie funktionieren unsere Toplisten?
Auf GameStar.de testen wir alle relevanten Ego-Shooter, doch nicht jeder Titel hat das Zeug zum Hit. In unserer Topliste der besten Shooter 2015/2016 finden Sie auf einen Blick die zehn Spiele mit der aktuell höchsten GameStar-Wertung. Das müssen keine im genannten Zeitraum erschienenen Titel sein, Nachtest beziehungsweise Kontrollbesuche, wie wir sie insbesondere bei Free2Play-Spielen immer mal wieder durchführen, zählen ebenso. Sobald es ein neues Shooter-Highlight in diesen Kreis der Auserwählten schafft, wird diese Übersicht auf den neuesten Stand gebracht.

1. Battlefield 1

Battlefield 1 macht nicht sonderlich viel anders als die Vorgänger - und trotzdem fühlt es sich verflixt frisch an. Das liegt zum einen natürlich am Szenario. Dice hat mit der Entscheidung, dem modernen Krieg Adieu zu sagen, wahrlich einen Nerv getroffen. In Battlefield 1 fechten wir die Schlachten des Ersten Weltkriegs aus, ohne dabei wochenlang historisch korrekt in Schützengräben auszuharren. Stattdessen gibt's Action satt. Und mit Operations eine der besten Ideen, die die schwedischen Entwickler jemals hatten. Die Verschmelzung von Conquest und Rush und das gleich über bis zu drei Maps - fantastisch!

Battlefield 1
Vorallem durch tolle Lichtstimmung und spektakuläre Panoramen setzt Battlefield 1 grafisch Maßstäbe.

Im Singleplayer hingegen Standard-Kost, die mit nur wenigen Kniffen grandios hätte sein können. Aber statt in den fünf Kapiteln Geschichten zu erzählen, die wirklich unter die Haut gehen, bekommen wir hauptsächlich belanglose Stories ohne Tiefe oder Figurenbindung, die wir uns passenderweise mit Schießbudenballerei erkaufen. Immerhin sieht das alles zum Niederknien fantastisch aus. Und im Kontext dieses Battlefields läuft der Singleplayer-Modus ohnehin nur unter »nette Dreingabe«.

Entwickler: Dice
Release-Datum: 21. Oktober 2016
Plattform: PC, PS4, Xbox One
GameStar-Wertung: 90

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2. Shadow Warrior 2

70 Waffen? Wer braucht bitteschön 70 Waffen in nur einem einzigen Spiel? Nun ja, Menschen, die Shadow Warrior 2 genau so super finden wie wir. Das kunterbunte, kurzweilige, blutige und derbhumorige Actionfest kann man allein angehen, im Koop entfaltet der Titel aber seine wahre Stärke. Mit Freunden genüsslich verrückt designte Dämonen in Kleinstteile zu verarbeiten, ist allein schon wegen der Optik etwas Besonderes. Kombiniert man das noch mit der Waffensammelei und der Tatsache, dass sich jeder Durchlauf durch zufallsgenerierte Map-Layouts und Gegnertypen ein bisschen anders spielt, kommt unterm Strich einer der besten Shooter des Jahres heraus.

Shadow Warrior 2
Immerhin – falls uns dieser nette Herr erwischt, wird es definitiv kurz und schmerzlos.

Wer über Witze wie »Who wants some Wang?« von einer Schnodderschnauze namens Wang lachen kann, Cyber-Ninjas und Dämonen am liebsten mit Kettensägen gegenüber tritt und nicht weinen muss, wenn er abseits des Koop keinen anderen Multiplayer bekommt, der ist mit Shadow Warrior 2 bestens beraten.

Entwickler: Flying Wild Hog
Release-Datum: 13. Oktober 2016
Plattform: PC
GameStar-Wertung: 90

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3. Gears of War 4

Das bisher beste Stück aus Microsofts Play-Anywhere-Offensive für den PC ist tatsächlich der vierte Teil einer Traditionsreihe. Statt uns mit irgendwelchen Hardware-Mätzchen zu nerven, läuft Gears of War 4 rund und bietet für einen Konsolenport auch ein gerüttelt Maß Einstellungsoptionen. Das Spiel punktet aber nicht nur in Sachen Technik.

Gears of War 4

Gears of War 4 stammt nicht von Epic, sondern von The Coalition. Das neue Studio hat die schwierige Aufgabe, die Serie zu erneuern und trotzdem alte Tugenden zu wahren, mit Bravour bestanden. Tolle Schauplätze, neue Gegner, eine für ein Gears überraschend interessante Story und natürlich die effektreichen Deckungskämpfe vermengen sich zu einem Spaßpaket, das Fans als auch Neueinsteiger bedenkenlos öffnen können.

Entwickler: The Coalition
Release-Datum: 11. Oktober 2016
Plattform: PC, Xbox One
GameStar-Wertung: 90

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4. Counter-Strike: Global Offensive

Auch nach 16 Jahren ist Counter-Strike noch immer quicklebendig. Mit Counter-Strike: Global Offensive ist inzwischen die vierte Auflage der ehemaligen Half-Life-Mod erschienen und am grundsätzlichen Spielprinzip hat sich nach wie vor nichts geändert. Noch immer kämpfen Spezialeinheiten gegen Terroristen um Bomben und Geiseln. Und noch immer machen die schnellen Gefechte unverschämt viel Spaß.

Counter-Strike: Global Offensive
Gute Runde: Wir haben alle aus dem gegnerischen Team erwischt, ein Ace!

Der taktische Anspruch ist mindestens so hoch wie die Anforderungen, die CS an unsere Reaktionen und Schießkünste stellt. Hier wird nicht über Kimme und Korn gezielt, stattdessen müssen wir den heftigen Rückstoß der verschiedenen Waffen genau beherrschen. Das Matchmaking-System von CS:GO sorgt für spannende Runden zwischen ebenbürtigen Teams. Und die neu implementierten Waffenskins sind eine zusätzliche Motivation, die uns immer wieder auf die wohlbekannten Schlachtfelder de_dust2 oder de_train locken. Counter-Strike ist einfach unverwüstlich und macht auch heute noch so viel Spaß wie früher.

Entwickler: Hidden Path Entertainment / Valve
Release-Datum: 21. August 2012
Plattform: PC, PS3, Xbox 360
GameStar-Wertung: 87

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5. Mechwarrior Online

Zweieinhalb Jahre nach unserem ersten Test ist das faire Free2Play-Spiel Mechwarrior Online ein richtiger Taktik-Kracher geworden. Das Spiel hat sich in den letzten zwei Jahren enorm rausgeputzt und kontinuierlich verbessert. Die neue Academy ist beispielsweise zum (Wieder)einstieg eine echte Hilfe, denn hier dürfen Sie Ihre Mechs und Waffen unter fast echten Bedingungen testen. Hier können Sie auch gut ausprobieren, ob Ihnen das Spiel grundsätzlich liegt.

Mechwarrior Online
Raketenduell: Während der Mech links einen Schwarm losschickt, kriegen wir eine Warnmeldung rein.

Mechs sind nicht jedermanns Sache, das ist klar, aber wenn man sich mal mit den Unterschieden der Modelle angefreundet, seinen Lieblingsstahlkoloss zusammengebastelt hat und dann auch noch in einem guten Team unterwegs ist, ist der Spaß mindestens so groß wie ein Atlas-Mech. Und der ist ... ja, ziemlich groß.

Entwickler: Piranha Games
Release-Datum: 17. September 2013
Plattform: PC
GameStar-Wertung: 87

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6. Doom

Wer auf schnelle und kompromisslose Singleplayer-Shooter steht, der kommt aktuell am neuen Doom nicht vorbei. Die Monsterhatz auf dem Mars und in der Hölle kombiniert alte Serientugenden (vergessen Sie in diesem Zusammenhang Doom 3) mit aktueller Technik und liefert ein Shooter-Feuerwerk erster Kajüte.

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Doom
Wenn wir die Monster schon angeschossen haben, verändert sich ihr Aussehen entsprechend. Dieser Hellknight ist bereits ein bisschen matschig.

Der von id Software und Certain Affinity in Koproduktion entwickelte Multiplayer-Modus fällt hinter dem Soloerlebnis zwar spürbar ab, taugt aber trotzdem als Gutenacht-Ballerei. Wer sich mal am Map-Bau probieren möchte, findet mit dem sogenannten SnapMap-Editor ein gutes Tool für erste Schritte. Mit SnapMap lassen sich auch Koop-Levels bauen, ein Koop-Modus fehlt allerdings leider im Hauptspiel.

Entwickler: id Software / Certain Affinity
Release-Datum: 13. Mai 2016
Plattform: PC, PS4, Xbox One
GameStar-Wertung: 86

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7. Overwatch

Blizzard hat mit Overwatch einen furios guten Team-Shooter abgeliefert. Aus 21 recht unterschiedlichen Helden können wir wählen, um in Sechs-gegen-sechs-Matches mitzumischen. Der Clou ist es, eine möglichst homogene Mannschaft zu bauen, die genug Feuerpower hat, aber auch nicht bei der ersten Gegenwehr tot zu Boden sinkt. Verteidigung, Unterstützung und Heilung sind neben gescheiten Schadenswerten ebenso wichtig. Overwatch ist der Inbegriff blizzard'scher Entwicklungsphilosophie: einfach zu spielen, schwierig zu meistern. Die Erfolgshürde ist relativ niedrig, bis man aber den jeweiligen Dreh der Helden komplett raushat, vergehen etliche Spielstunden

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Overwatch
Der Ninja Genji kann feindliche Angriffe reflektieren. Das klappt sogar mit einigen ultimativen Fähigkeiten - das richtige Timing vorausgesetzt.

Blizzards erster Shooter ist allerdings auch nicht fehlerfrei. Insbesondere Sachen Umfang müssen die Entwickler noch nachlegen. Drei recht ähnliche und nicht sonderlich innovative Spielmodi auf überschaubaren und Highlight-armen Maps sind gefühlt noch ein wenig mickrig.

Entwickler: Blizzard
Release-Datum: 24. Mai 2016
Plattform: PC, PS4, Xbox One
GameStar-Wertung: 86

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8. Rainbow Six: Siege

Der Taktik-Shooter Rainbow Six: Siege stellt mit Gadgets unterstütze Feuergefechte zwischen Spezialeinheiten und Terroristen in den Mittelpunkt. Gespielt wird entweder im Einzelspieler-, Koop- oder ganz ohne KI im kompetitiven Multiplayer-Modus. Soweit die trockene Beschreibung der grundlegenden Mechanik.

Rainbow Six: Siege
Schildträger wie unsere Kollege Blitz hier im Bild profitieren von dem verringerten C4-Spam seit der Einführung der Impact-Granaten auf Seite der Verteidiger.

Im Laufe der letzten Monate hat Ubisoft viele Nickeligkeiten der Release-Version ausgemerzt und auch Inhalte nachgeschoben, deswegen haben wir inzwischen um drei Punkte aufgewertet. Rainbow Six: Siege ist damit zu einem der besten Team-Shooter geworden, die man aktuell spielen kann. Betonung liegt auf »Team«. Zusammenarbeit ist hier in etwa so wichtig wie vor dem Rechner regelmäßig zu atmen. Das kann man bei Siege nämlich dann und wann einfach vergessen.

Entwickler: Ubisoft Montreal
Release-Datum: 1. Dezember 2015
Plattform: PC, PS4, Xbox One
GameStar-Wertung: 86

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9. Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2

Als Plants vs. Zombies: Garden Warfare im Jahr 2013 angekündigt wurde, befürchteten viele eine lieblos hingeklatschte Portierung des Tower-Defense-Klassikers Plants vs. Zombies ins Third-Person-Shooter-Genre. Doch weit gefehlt! Der Titel avancierte mit seinem ausbalancierten Klassensystem, dem simplen, aber trotzdem taktischen Spielprinzip sowie einer großen Prise Humor und Selbstironie zu einem echten Shooter-Geheimtipp. Bei Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2 hat Entwickler PopCap den Umfang ordentlich gedüngt, der beim Vorgänger noch zu den Mankos zählt.

Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2
Im größten PvZ-Modus muss eine Partei eine Reihe von Punkten erobern, die andere muss das verhindern.

Die Matches machen einfach Laune, eine Partie ist schnell gespielt, und dank der vielen Klassen und Fähigkeiten gibt es auch genügend taktischen Tiefgang. Insgesamt ist Garden Warfare 2 ein klassischer zweiter Teil, der das Rad nicht neu erfindet, aber genügend Neuerungen bietet, um den Vollpreis zu rechtfertigen.

Entwickler: PopCap
Release-Datum: 25. Februar 2016
Plattform: PC, PS4, Xbox One
GameStar-Wertung: 86

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10. Tom Clancy's The Division

Unbekannte infizieren Dollarnoten mit einem hochansteckenden Virus. Die tödliche Krankheit breitet sich rapide innerhalb der USA aus, insbesondere New York ist betroffen. Während die Infrastruktur der Stadt zusehends zusammenbricht, nutzen Plünderer und Verbrecher das Chaos zu ihrem Vorteil. Um die Ordnung wiederherzustellen aktiviert die Regierung die Division, speziell ausgebildete Elite-Agenten, die verdeckt inmitten der Zivilbevölkerung leben. Natürlich schlüpfen wir in die Haut so eines Super-Seuchenbekämpfers. Und ziehen im Idealfall mit drei weiteren Mitstreitern durch das wunderschön in Szene gesetzte New York.

The Division
Maschinengewehre wie das M60 verursachen nun deutlich mehr Schaden und sind eine willkommene Alternative zum immer noch mächtigen G36-Sturmgewehr.

The Division ist eigentlich eine Mischung aus MMO und Shooter. Waffen und Rüstungen kommen mit Werten und Attributen daher, wir legen allenthalben einen Levelaufstieg hin. Und gerade die Jagd nach der immer besseren Ausrüstung in diesem fantastischen Szenario ist einer großen Reize des Spiels. Zwar kann man New York auch allein erkunden, The Division entfaltet aber erst im Team mit maximal drei weiteren Agenten seine volle Sogwirkung. Vorsicht, wer einmal seinen Fuß in die Straßenschluchten gesetzt hat, will dort nicht so schnell wieder weg.

Entwickler: Massive Entertainment
Release-Datum: 8. März 2016
Plattform: PC, PS4, Xbox One
GameStar-Wertung: 85

Zum GameStar-Test von The Division