Zum Thema » Testvideo zur Free2Play-Version Was taugt die Unchained-Version? » Mehr zum Thema Free2Play Unser Kanal für kostenlose Spiele Bereits Mitte 2008 erschien Age of Conan mit dem UntertitelHyborian Adventures im Handel. Das Online-Rollenspiel erlaubte es, abseits von klischeebehafteten, niedlichen Zwergen und Elfen in die von Robert E. Howard erdachte, raue und blutige Welt von Conan, dem Cimmerier einzutauchen - Zutritt ab 18 Jahren. Das Spiel verkaufte sich wegen seines, für das Genre rauhen Szenarios und des actionlastigen Kampfsystems binnen kürzester Zeit mehr als eine Millionen Mal, doch zahlreiche Designschnitzer und fehlender Spielinhalt trübten rasch die Euphorie.

So blieben von zuerst gut 700.000 Accounts Anfang 2009 nur noch etwa 100.000 aktive Spieler übrig. In der Folgezeit arbeitete der Entwickler Funcom die meisten Baustellen ab und veröffentlichte mit Rise of the Godslayer eine Erweiterung, die speziell auf Spieler mit Maximallevel zugeschnitten war. Die einstigen Nutzerzahlen konnte Age of Conan aber dennoch nie wieder erreichen.

Mehr zu Age of Conan lesen Sie auch im Test zum Hauptspiel und im Test zum Addon Rise of the Godslayer hier auf GameStar.de

Bahnhofsmission oder Vier Jahreszeiten

Seit dem 1. Juli 2011 ist Funcom mit Age of Conan nun auf den Free-to-Play-Zug aufgesprungen und bietet das Spiel unter dem neuen Namen Age of Conan: Unchained mitsamt frischem Inhalten nun auch kostenlos an. Theoretisch zumindest, denn wie es Free-to-Play-Titel so an sich haben, sind Spieler, die bereit sind, Geld zu investieren, auch in Age of Conan gegenüber Gratisnutzern im Vorteil. Aber zuerst die guten Nachrichten: Für Abonnenten ändert sich praktisch nichts, die werden von nun ab allerdings Premiumkunden genannt.

Age of Conan: Unchained
Free 2 Play-Spielern stehen lediglich die vier Klassen Wächter, Mitrapriester, Barbar und Dämonologe zur Verfügung. Die restlichen Klassen (rotes Schlosssymbol) müssten erst ...

Und egal ob Premiumkunde oder Gratisspieler, dem Weg zum Höchstlevel 80 steht nichts im Wege. Levelsperren oder dergleichen gibt es nicht, außerdem sind alle Regionen des Hauptspiels auch für Zahlungsunwillige frei zugänglich - nur auf die ein oder andere Instanz muss man verzichten. Oder man kauft einen Zugangspass, ab etwa fünf Euro für drei Tage.

Die schlechten Nachrichten: Als Gratisspieler können wir lediglich eine Karriere als Wächter, Barbar, Mitrapriester oder Dämonologe einschlagen. Die restlichen acht Klassen müssen wir erst im Item-Shop freikaufen, entweder einzeln für fünf Euro das Stück oder im günstigeren Viererbündel für 17,50 Euro. Außerdem stehen uns dabei nur zwei Charakterslots zur Verfügung, bei Premium-Nutzern sind es immerhin acht. Weitere gibt’s ebenfalls gegen harte Echtwährung: 15 Euro pro Slot.

Age of Conan-Veteranen müssen jetzt aber nicht in Tränen ausbrechen, wenn sie kostenlos weiterspielen oder wieder einsteigen wollen, denn früher erstellte Charaktere lassen sich in jedem Fall reaktivieren, egal welcher Klasse sie angehören -- allerdings je nach Abodauer maximal vier. Darüber hinaus sammeln auch Gratisspieler Heldenmut-, Ruhm- und Kunstfertigkeitspunkte und können so auch weiterhin ein wertvolles Mitglied für ihre Gilde bleiben.