Aliens: Colonial Marines : Gearbox Softwares President Randy Pitchford verspricht, dem Grund für die teils massiven Unterschiede zwischen Pre-Release-Demos und finaler Version von Aliens: Colonial Marines auf den Grund zu gehen. Negative Kritik will er auf seinem Twitter-Account trotzdem keine sehen. Gearbox Softwares President Randy Pitchford verspricht, dem Grund für die teils massiven Unterschiede zwischen Pre-Release-Demos und finaler Version von Aliens: Colonial Marines auf den Grund zu gehen. Negative Kritik will er auf seinem Twitter-Account trotzdem keine sehen. Die derzeitige, überwiegend negative Kritik an Aliens: Colonial Marines und (Haupt-)Entwickler Gearbox sowie Publisher SEGA ist nicht unbedingt gering. Gearbox-Chef Randy Pitchford hat sich bis heute nicht ausführlich zu dem Thema in einer Stellungnahme geäußert. Allerdings in kleinen Häppchen über seinen Twitter-Account, die wir hier nun einmal zusammengefasst haben. Hier ist ihm natürlich in den letzten Tagen zahlreiche negative Kritik entgegen geschwappt. Zumindest so lange, bis er die jeweiligen Kritiker blockierte. Denn Pitchford hat, zumindest über Twitter, anscheinend keine Lust auf negatives Feedback.

»Selbstverständlich könnt ihr sagen was auch immer ihr wollt. Ihr solltet nur bedenken, dass ich dazu neige, User zu blockieren, die meiner Meinung nach keinen Nutzen, sondern nur Schaden bringen.«, so sein Standpunkt.

Bei der Kritik, er würde auf Durchzug schalten, verwies Pitchford auf andere Kontaktaufnahme-Möglichkeiten. Zugegebenermaßen befinden sich unter all den Kommentare auch einige, die unter die Gürtellinie gehen:

»Ich begrüße Kritik. Aber was ich absolut nicht begrüße sind Drohungen, Beleidigungen und die Absicht, etwas schlecht zu machen, ohne dabei konstruktiv zu sein.«

In den letzten Tagen hagelte es gegen Gearbox und SEGA zudem Kritik bezüglich diverser, im Vorfeld veröffentlichter Demos und Trailer, die teils qualitativ deutliche Unterschiede zum nun vorliegenden Produkt zeigen. Dies wurde bereits anhand eines Vergleichsvideos der Website Videogamer.com deutlich dokumentiert. Hier steht also der Vorwurf der Täuschung im Raum. Zumindest dazu erklärte Pitchford, dass diese Frage absolut berechtigt sei, man sie sehr ernst nehme und »der Sache derzeit nachgehe«.

»Es ist selbstverständlich, dass wir uns das Ganz genau ansehen. Wir müssen hier viele Informationen analysieren und zahlreiche Interessengruppen respektieren. Hier gilt es einiges in Erfahrung zu bringen und zu besprechen ... aber das würde den Rahmen von Twitter sprengen.«

Ein wenig verwunderlich ist es aber schon, dass der Hersteller selbst nicht so genau weiß, wieso sein fertiges Spiel qualitativ schlechter ist als vorangegangene Demonstrationen und man dies erst überprüfen muss. Ähnlich planlos zeigte sich das ebenfalls in die Entwicklung involvierte Studio TimeGate. Ein Moderator erklärte kürzlich, dass die Mitarbeiter das Spiel erst noch einmal spielen müssten um zu überprüfen, welche Assets von ihnen tatsächlich im fertigen Spiel gelandet sind.

Pitchford selbst sagt (wenig verwunderlich), dass er das Spiel toll finde, auch wenn er zugibt, dass einige Fehler mit drin gelandet sind: »Ich liebe das ganze Setting, die Handlung und den Verlauf der Kampagne. Und ich liebe den Versus-Modus. Aber ich sehe auch die Fehler in unserer gesamten Arbeit. Das ist ein Künstler-Dilemma.«

»Ich finde, einer unserer Existenzgründe ist der, andere Menschen glücklich zu machen und es schmerzt, wenn uns das aus etwaigen Gründen nicht gelingt. Wir lernen und wachsen daran.«

Dabei verweist er auch auf einige positive Kommentare via Twitter zu Aliens: Colonial Marines und das Meinungen nun einmal auseinander gehen würden. Andere User verweisen dabei wiederum darauf, dass die meiste dieser positiven Kommentare von Accounts stammen, die erst seit Kurzem registriert sind und/oder erst einen bis zwei Tweets vorweisen können. Sprich, dass diese Accounts von Gearbox selbst angelegt wurden. Pitchfords Reaktion auf diese Anschuldigung: »Ich glaub, ich bin im falschen Film!«

Ein weiterer Vorwurf: Gearbox habe einige der Gelder, die SEGA für Aliens: Colonial Marines bereitstellte, in Borderlands 2 investiert. »Das ist EXTREM WEIT HERGEHOLT! Im Gegenteil: Der Erfolg von Borderlands 2 kam den anderen Projekten sogar zugute!«

»Ich befürchte, ich werde bald sehr viel Geld verlieren. Wir zahlen alle für unsere Lektionen ...« merkte er noch bei einem weiteren Kommentar an.

Die Debatte um Aliens: Colonial Marines ist also noch nicht vorbei und wir werden wohl noch einmal von Gearbox und Randy Pitchford zu dem Thema hören. Im Zweifelsfall könnte Gearbox aber auch immer noch mit dem »Der Erfolg gibt uns recht.«-Argument kommen. In Deutschland etwa ist Aliens: Colonial Marines über alle Plattformen hinweg auf Platz 1 der Spiele-Charts eingestiegen.