Special: Unabhängig Gruseln
Die besten Indie-Horror-Spiele
Amnesia, Slender, SCP - Der neue Schreckenskönig im Horrorgenre heißt Indie. Wir feiern die Furcht und stellen in diesem Special die besten Spiele für den gepflegten Panikanfall vor.
Von
Patrick Mittler
|
Datum:
11.09.2012
Während der Mainstream-Horror immer lascher wird, lehren uns die Indie-Spiele das Fürchten - und das Internet schaut zu.
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Die Zukunft der Indies?
Spieler verbarikadieren sich in dunklen Räumen, aus denen angsterfüllte Schreie dringen. Sie dokumentieren in Online-Videos ihren Schrecken. Zur Belustigung der Netzgemeinde lassen sie sich schocken, bis selbst die Zuschauer beinah so etwas wie Mitleid empfinden. Horror ist ein unübersehbarer Trend in diesem Sommer.
Dafür sind aber nicht die typischen AAA-Serien wie Resident Evil oder
Silent Hill
verantwortlich. Den »großen« Titeln geht nämlich etwas die Puste aus. Nicht spieltechnisch, keine Frage, aber in punkto Horrorpotential brechen die jüngeren Sprößlinge der alten Angsthasen etwas ein. Es sind vielmehr kleine Indie-Titel, die den Zockern Alpträume bescheren, sie aus dem Sessel fahren und schreien lassen.
Bei allen Spielen und Programmier-Experimenten die jetzt folgen gilt: Licht aus, Raum verdunkeln, Kopfhörer aufsetzen und die Lautstärke hochdrehen.
Amnesia: The Dark Descent
Zugegeben, gleich der erste Eintrag in unserer Liste des Grauens ist eigentlich ein alter Hut aus dem Jahr 2010.
Amnesia: The Dark Descent
steht jedoch für eine exemplarische Entwicklung im Genre, die klar von der Indie-Szene inspiriert ist: Horror ohne Hochglanz. Die Entwicklerteams und Hobbyprogrammierer konzentrieren sich nicht auf eine beeindruckende Technik, sondern stecken ihre Kreativität vermehrt in das Design, die Soundkulisse und das clevere Spiel mit menschlichen Urängsten.
Hilflosigkeit, Ungewissheit, Verfolgungswahn, die Angst vor der Dunkelheit und was dort lauern könnte – die schlimmste Furcht entsteht so im Kopf des Spielers. Hinzu kommt die Antizipation des Schocks: Irgendwann wird das gesichtslose Grauen aus den Schatten springen und spätestens dann kommen selbst gestandene Horrorfans an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Diese kann man schon bald erneut austesten. Anfang 2013 soll die Fortsetzung
Amnesia: A Machine for Pigs
erscheinen.
Lampe
Ist die Lampe an, bleibt man bei Verstand. Aber was war das gerade für ein Geräusch?
Unheimliche Begegnung
Die plakativen Elemente sind nicht das Schlimmste an Amnesia.
Subtile Atmosphäre
Der unheimliche Stil trägt maßgeblich zur unangenehmen Stimmung bei.
Aaaaargh!
sieht man diese Szene im Spiel, ist es meist schon zu spät.
Schreckliche Szenerie
Mindestens einmal kommt man in Amnesia an den Punkt, wo man eigentlich nicht weiterspielen will.