ARMA 3 : Ivan Buchta (l.) und Martin Pezlar sitzen auf Limnos in Haft - ohne formale Anklage. Ivan Buchta (l.) und Martin Pezlar sitzen auf Limnos in Haft - ohne formale Anklage. Der Entwickler Bohemia Interactive hat eine weitere offizielle Stellungnahme zur Situation der beiden in Griechenland festgenommenen Mitarbeiter abgeben und dabei erstmals die Namen der Kollegen genannt: Derzeit werden Ivan Buchta und der Martin Pezlar auf der Insel Limnos festgehalten. Buchta ist der Creative Director von ARMA 3 und hatte GameStar bereits auf der E3 2011 eine ausführliche Präsentation der Militärsimulation gegeben.

Wie es in der Stellungnahme ausdrücklich heißt, war das Duo nicht etwa zur Recherche, sondern wegen einer privaten Urlaubsreise auf der Insel. Zudem haben die Beiden nicht etwa Militärbasen, sondern lediglich wenige Augenblicke lang einen Hangar am Internationalen Flughafen gefilmt – und zwar von einem auf der Hauptstraße fahrenden Auto heraus.

In der Zwischenzeit konnte Bohemia die von der örtlichen Polizei festgehaltenen Kollegen treffen und hat folgende Botschaft von Ivan und Martin an ihre Freunde und Familien erhalten:

»Die Umstände sind zwar hart, aber die Menschen die wir hier getroffen haben haben uns fair und korrekt behandelt. Es ist alles ein komplett absurdes Missverständnis das sich bestimmt bald aufklärt. Wir denken hauptsächlich an unsere Familien – ihr sollt ruhig bleiben und euch keine Sorgen um uns machen. Wir hoffen euch bald wiederzusehen.«

Den Vorwurf der Spionage oder Recherche für ARMA 3 weißt Bohemia Interactive strickt zurück. So sei das ARMA-3-Limnos bereits fertiggestellt und hat mit der Realität kaum etwas zu tun. Zum einen findet das Spiel in einem fiktiven Zukunftsszenario statt, zum anderen hat die Insel im Spiel nur 75% von der Originalgröße.

Bohemia Interactive hofft in Zusammenarbeit mit dem Anwalt von Ivan Buchta und Martin Pezlar schnell zu einer Klärung des »Missverständnisses« zu gelangen. Gleichzeitig haben Freunde und Fans die Website helpivanmartin.org gestartet, um die verhafteten Entwickler zu unterstützen.

Harmlos ist die Situation nämlich nicht: Vor einiger Zeit hatte die griechische Polizei auch eine Reihe von Flugzeug-Fans verhaftet und 20 Jahre Haft für Spionage angedroht. Erst nach monatelanger Haft und Zahlung einer Kaution wurden die Hobby-Fotografen wieder entlassen.