Assassin's Creed Unity : Assassin's Creed Unity steht einmal mehr in der Kritik. Dieses Mal allerdings nicht wegen irgendwelcher Fehler, sondern wegen der angeblich falschen Darstellung einer historischen Figur. Assassin's Creed Unity steht einmal mehr in der Kritik. Dieses Mal allerdings nicht wegen irgendwelcher Fehler, sondern wegen der angeblich falschen Darstellung einer historischen Figur.

Zum Thema Assassin's Creed Unity ab 6,95 € bei Amazon.de Assassin's Creed Unity für 23,99 € bei GamesPlanet.com Spieler treffen inAssassin's Creed Unity auf eine Vielzahl an historischen Charakteren - darunter etwa Napoleon und Maximilien François Marie Isidore de Robespierre. Letztgenannter wird von vielen Franzosen als einer der Helden der Französischen Revolution von 1789 bis 1799 angesehen.

Trotz all seiner Verdienste beim Kampf gegen den Absolutismus war der Politiker und Rechtsanwalt jedoch auch eine äußerst kontroverse Figur - unter anderem gilt er etwa als einer der Initiatoren und Verfechter der sogenannten Terrorherrschaft, während der zahlreiche Gegner der Revolution und Andersdenkende hingerichtet wurden.

In Assassin's Creed Unity tendiert die Charakterisierung von Robespierre weniger in Richtung Revolutions-Held sondern mehr in Richtung blutdürstiger Tyrann. Eine Game-Design-Entscheidung, die nicht jedem Franzosen zu gefallen scheint. So polterte der Europaabgeordnete und frühere Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Melenchon gegenüber independent.ie, dass die Robespierre-Darstellung von Ubisoft Propaganda sei:

»Das ist Propaganda gegen das Volk. Diese Leute werden als Barbaren dargestellt, als verdammte Wilde. Ein Mann, der in einer Phase der Revolution unser Befreier war, wird als Monster porträtiert.«

Assassin's Creed Unity sei Teil einer kapitalistischen Verschwörung, um die Geschichte neu zu schreiben und jene zu glorifizieren, die damals eigentlich verloren haben. Außerdem würde das Spiel die Republik in Verruf bringen.

Auch Alexis Corbière, der Generalsekretär der französischen Linkspartei La Partie de la Gauche, stimmte in die Kritik mit ein und forderte eine öffentliche Debatte darüber, wie Spiele Jugendlichen und Kindern besser die Geschichte vermitteln könnten.

Ubisoft selbst reagierte eher entspannt auf die Vorwürfe und ließ wissen, dass es sich bei Assassin's Creed Unity um Fiktion und nicht um ein Geschichtsbuch handele:

»Assassin's Creed Unity ist ein Spiel für die Massen. Es hat nicht den Anspruch, eine Geschichtsstunde zu sein«, so Producer Antoine Vimal du Monteil.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass ein Spiel dafür kritisiert wird, die Geschichte falsch darzustellen. Im Oktober 2013 beschwerte sich die russische Regierung etwa über Company of Heroes 2, das »den russischen Soldaten diskreditieren« oder »historische Fakten verdrehen« würde.

» Assassin’s Creed Unity im Test - Freiheit, Gleichheit, Technikprobleme

Assassin's Creed Unity