China verfügt über eine Armee mit rund drei Millionen Soldaten, die Vereinigten Staaten halten knapp 1,5 Millionen Mann unter Waffen und die Middle Eastern Coalition... nun, die gibt es in der Realität nicht. Aber wenn, dann hätte sie bestimmt auch viel mehr Soldaten als etwa die Bundeswehr oder das französische Militär. Kein Wunder also, dass das Addon Euro Force für Battlefield 2 verhältnismäßig klein ausfällt: Für knapp zehn Euro bekommen Sie europäische Truppen, drei jungfräuliche Karten, vier neue Fahrzeuge und fünf zusätzliche Waffen.

Mini-Armee

Battlefield 2: Euro Force : Den Tiger-Hubschrauber der europäischen Armee gibt's nur auf einer der drei Karten. Den Tiger-Hubschrauber der europäischen Armee gibt's nur auf einer der drei Karten. Fünf Waffen? War nicht von sieben die Rede? Doch, jede europäische Kämpferklasse erhält eine neue Knarre, nur hat EA zwei davon schon vor Euro Force umsonst als freischaltbare Boni veröffentlicht: Die P90-Maschinenpistole für Panzerabwehrsoldaten und das L96A1 Scharfschützengewehr. Bleiben noch fünf zusätzliche Gewehre wie die französische Famas oder das deutsche HK-21. Die unterscheiden sich nur in Nuancen von denen der anderen Armeen, haben daher auch nur kosmetischen Wert: Ob Sie als europäischer, chinesischer oder amerikanischer Sanitäter in die Schlacht ziehen, macht spielerisch kaum einen Unterschied. Gleiches trifft auch auf die beiden neuen Panzer, Challenger 2 und Leopard 2, sowie den Euro-Fighter und den Tiger-Hubschrauber zu: Die sehen zwar anders aus, steuern sich aber fast genau wie ihre Gegenparts.

Kein Neuland

Brachte das Addon Special Forces noch neue Spielelemente, zum Beispiel zusätzliche Fahrzeugtypen wie die kleinen Quads und Ausrüstungsgegenstände wie Blendgranaten oder Kletterseile, liefert Euro Force netto nur drei Karten mit veränderten Spieler- und Fahrzeugmodellen. Zwei der Maps sind zu allem Überfluss für 16 Spieler schlecht balanciert: Auf »Operation Rauchwolke« hat nur die MEC einen Hubschrauber, an der Großen Mauer gehen die chinesischen Truppen mit vorteilhaften Startpunkten ins Gefecht. Außerdem müssen Sie auf den kleinen Kartenvarianten und damit auch im Singleplayer-Modus auf die neuen Düsenjäger verzichten. (FAB)

Den Test lesen Sie in GameStar-Ausgabe 05/2006.