Zum Thema » Vorschau zum Rush-Modus Paris ist ein Schlachtfeld » Fazit zur Multiplayer-Alpha Was gefällt, was gehört verbesser? » Volltreffer oder Rohrkrepierer? Battlefield 3 im Vorab-Check Battlefield 3 ab 2,19 € bei Amazon.de Battlefield 3 für 17,99 € bei GamesPlanet.com Knapp sechs Monate ist es her, dass Electronic Arts erstmals Spielszenen aus Battlefield 3präsentiert hat. Das Hauptaugenmerk lag dabei zunächst auf der Solo-Kampagne, auf der E3 zeigten die Entwickler dann den Rush-Modus, den Battlefield 3 von Bad Company 2erbt. Aber was ist mit dem Herzstück der Shooter-Serie, dem Conquest-Modus, in dem zwei Fraktionen um Flaggenpunkte ringen?

Zu den Conquest-Schlachten von Battlefield 3 gibt‘s nun auf der Gamescom endlich, endlich Neuigkeiten. Und nicht nur das: Die Flaggenhatz ist sogar spielbar, EA hat an seinem Stand in Halle 6.1 einen großen, schwarzen Würfel aufgestellt, in dem 64 PCs stehen. An diesen 64 Computern wiederum stehen 64 Spieler, die sich in zwei Teams aufgeteilt um Fahnenmasten streiten.

Battlefield 3
Ein hochgerüsteter schwerer Kampfhubschrauber ist der Schrecken aller Panzer. Und Infanteristen. Und Jets. Ein großer Schrecken halt.

Einer dieser 64 Spieler sind wir, auf der Gamescom spielen wir die Conquest-Schlachten erstmals an, steuern Panzer und fliegen Jets. Am Business-Stand von EA probieren wir zudem den neuen Koop-Modus von Battlefield 3 aus, und zwar auf der Playstation 3. Ein Multiplayer-Rundumschlag also, wenn auch ein zwiespältiger. Denn einer der beiden Modi hat uns begeistert – der andere hingegen ein wenig enttäuscht.

Der Conquest-Modus: Klassenkampf am Fahnenmast

Die Conquest-Schlacht bestreiten wir auf der Karte »Caspian Border«, auf der die US-Armee und die Russen um fünf Flaggenpunkte kämpfen. Vor dem Beginn des Gefechts entscheiden wir uns wie gehabt für unsere Klasse. Nun haben wir die vier Soldatentypen von Battlefield 3 schon auf der E3 vorgestellt, hier aber noch mal der Vollständigkeit halber:

Battlefield 3 : Der klassische Sturmgewehr-Frontsoldat ist im Nebenjob Sanitäter, er kann nämlich verletzte Kameraden ins Leben zurück defibrillieren.

Assault
Der klassische Sturmgewehr-Frontsoldat ist im Nebenjob Sanitäter, er kann nämlich verletzte Kameraden ins Leben zurück defibrillieren.

Überdies dürfen wir die Waffen der Klassen modifizieren, jeder Schießprügel fasst bis zu drei Upgrades. Das führt zu einer erzdämlichen Szene: Als wir als Recon über einen Hügel robben (um zielsicherer schießen zu können), steht plötzlich ein gegnerischer Engineer vor uns, der seine Knarre mit einer Taschenlampe ausgerüstet hat. Deren Licht blendet uns so, dass wir erstmal nicht wissen, wie wir reagieren sollen – und prompt ins Gras beißen. Lektion gelernt: Künftig auf alles schießen, was leuchtet und sich bewegt.

Nach der Klasse wählen wir – ebenfalls wie gehabt – unseren Einstiegspunkt, also entweder den Startpunkt unseres Teams, eine bereits eroberte Flagge oder einen Squad-Anführer (Falls wir einen haben, Details zum Squad-System gab‘s ja ebenfalls bereits auf der E3). Außerdem dürfen wir direkt in jedes beliebige Vehikel spawnen, das von einem Verbündeten gelenkt wird – so verhindert Dice, dass Spieler ständig alleine losbrausen, ohne auf Teamkameraden zu warten. Darüber hinaus können wir in der gamescom-Demo von Battlefield 3 direkt in einem Jet starten, die Kampfflieger sind auf der Messe erstmals spielbar.

Die Jets: So einfach ist Fliegen

Spielbare Jets? Diese Chance lassen wir natürlich nicht aus, schwingen uns sofort ins Cockpit eines Fliegers und heben ab. Die Maus- und Tastatur-Steuerung funktioniert dabei gut und weit weniger problematisch als seinerzeit in Battlefield 2, laut dem Dice-Manager Karl-Magnus Troedson sollen sich die Maschinen aber auch wieder mit dem Joystick lenken lassen.

Erschwert wird das Pilotenleben auf »Caspian Border« dadurch, dass die fünf Flaggenpunkte recht nah beieinander liegen. Die Bodenkämpfe konzentrieren sich daher auf einen vergleichsweise kleinen Bereich der Karte – wir müssen aufpassen, neben dem anvisierten Feind nicht auch einen Freund zu treffen.

Außerdem sind wir darauf angewiesen, dass Gegner auf dem Boden von Verbündeten »gespottet«, also entdeckt werden. Kleine Symbole markieren dann Panzer & Co, von oben und mit hohem Flugtempo würden wir die Ziele sonst einfach übersehen. Die Symbole sind allerdings noch recht schwierig zu erkennen – insbesondere dann, wenn drumherum gerade alles explodiert.

Die schlecht sichtbaren Markierungen sind aber nur ein winziger Haar in der Luftkampf-Suppe, sonst macht das Fliegerleben großen Spaß. Wir sausen über die Karte, nehmen mit unserer Gatling-Kanone Bodentruppen aufs Korn und schießen feindliche Jets sowie Helikopter ab, die verbündete Panzer mit Raketen eindecken. Außerdem können wir Täuschkörper abwerfen, falls sich eine feindliche Luftabwehr-Rakete an unser Triebwerk heftet. Auch grafisch sind die Luftschlachten beeindruckend,

Damit unser Flieger nicht ständig an den Kartengrenzen hängen bleibt, hat Dice den Luftraum stark erweitert: Mit dem Jet dürfen wir weit über den Bereich hinaus fliegen, in dem sich Fußsoldaten und Fahrzeuge tummeln. Und das ist auch gut so, Wendemanöver ließen sich sonst nämlich gar nicht fliegen. Falls wir im Luftraum außerhalb des Boden-Bereichs mit dem Fallschirm abspringen, haben wir allerdings nur zehn Sekunden Zeit, um ins Kampfgebiet zurückzukehren – sonst zählt der Absprung als Selbstmord.