Zum Thema » Conquest-Vorschau Nur echt mit 64 Spielern » Rush-Vorschau Von A nach B nach C » Koop-Vorschau Preview-Video zum 2-Spieler-Modus » Fazit zur Alpha-Version Was verrät die erste Test-Fassung? Battlefield 3 ab 2,46 € bei Amazon.de Battlefield 3 für 19,99 € bei GamesPlanet.com Karl Magnus Troedson sieht aus wie der Geschäftsführer der Ikea-Filiale Stockholm-Süd: ein schmaler, schwedischer Brillen- und Anzugträger. Doch dann öffnet er den Mund und blafft: »Battlefield 3wird das größte, dickste und fetteste Ding, was wir jemals gemacht haben!« Klar, Troedsson arbeitet nicht als Filialleiter beim Presspanmöbelmacher, sondern als General Manager beim Entwickler Dice. Auf Einladung von Electronic Arts sind wir zu einem Battlefield 3-Event nach Paris gereist, um Troedsons vollmundiges Versprechen zu überprüfen und eine Solo-Mission des Schweden-Shooters anzuspielen. Und zwar keine altbekannte Mission, sondern eine komplett neue.

Gegen die PLR

Der Einsatz »Operation Guillotine« beginnt in den Außenbezirken der iranischen Hauptstadt Teheran. Wir stecken in der Uniform von Sergeant Blackburn, der zusammen mit seinem Trupp den nördlichen Bereich der Metropole sichern und sich mit einer weiteren Einheit treffen soll. »In dieser Mission kommt es zum ersten größeren Gefecht zwischen den US-Truppen und der PLR«, verrät uns Troedsson. Die PLR also, die iranische Widerstandsarmee. Na gut, los geht’s!

Zunächst ist’s aber finster - nur die Sterne und ein paar Taschenlampen beleuchten die Szenerie, als Blackburn und seine Einheit auf einem Hügel vor Teheran Stellung beziehen. In der Ferne sind Schüsse und gedämpfte Explosionen zu hören. Blackburns Trupp robbt bäuchlings bis zur Hügelspitze, bespricht die letzten taktischen Feinheiten und verständigt sich noch einmal mit dem Hauptquartier. In unserer Version allerdings nur in französischer Sprache, weswegen wir nicht allzu viel vom Gespräch mitbekommen. Die Missionsziele kapieren wir aber doch: Unser Trupp soll mit dem Mörser (frz.: »le mortier«) den Startschuss zum Angriff (»l’attaque«) geben, allerdings erst am Fuß der Anhöhe (»au pied de la colline«).

Überraschung- Fehlanzeige

Also schultern wir den zusammengeklappten Mörser, rennen gemeinsam mit unserem Trupp den Hügel hinunter. Vor uns erstreckt sich die spärlich beleuchtete Stadt. Darüber kreisen amerikanische Jets, die Raketen in die Häuserschluchten jagen und Flakfeuer ausweichen. Der Kampf um Teheran ist schon in vollem Gange - und begrüßt auch uns mit einem Inferno. Mörserfeuer prasselt nieder, direkt vor zerreißt eine gewaltige Explosion die Nacht, Staub spritzt, dichter Rauch nimmt uns die Sicht. So viel zum Thema »Überraschungsangriff«.

Noch benommen von der Detonation taumeln wir weiter zum Fuß des Hügels und pflanzen unseren Mörser direkt vor die Stadtmauer. Zeit, das Zeichen für den Angriff zu geben. »Achtung, in Deckung!«, brüllt unser Soldatenkollege und lädt die Leuchtmunition. Die grünlich schimmernde Signalkugel zischt in den Himmel. Es geht los! Ein Kamerad hievt uns per Räuberleiter auf die andere Seite der Mauer, im Sprung können wir die geschmeidig animierten Arme und Beine unseres Alter Egos sehen und fühlen uns spontan ans hervorragend animierte Mirror’s Edgeerinnert. Logisch, das war ja auch von Dice.

Kanalisiert

Auf der anderen Seite der Mauer lassen wir uns erstmal zum Picknick nieder - ha, denkste! Wir hetzen in Richtung eines Kanals, als uns plötzlich Projektile um die Ohren zischen. Instinktiv werfen wir uns auf den Boden und suchen die Quelle des bleiernen Willkommensgrußes. Da sind sie ja, die ersten Gegner! Wir feuern ein paar Salven gen Feind. Unsere Kugeln verfehlen ihr Ziel, wir sprinten vorsichtshalber weiter und kauern uns hinter einen Stein. Während unsere Kollegen Sperrfeuer geben, wagen wir uns wieder hervor und erwischen zwei Feinde, die sofort zu Boden gehen. Also weiter, durch einen engen Kanal.

Battlefield 3
Ein hochgerüsteter schwerer Kampfhubschrauber ist der Schrecken aller Panzer. Und Infanteristen. Und Jets. Ein großer Schrecken halt.

Getrieben von Schreien, Schusswechseln und fernen Kanonenschlägen hetzen wir durch die Asphaltröhre und biegen um eine Ecke, als uns plötzlich gleißendes Licht blendet - Suchscheinwerfer! Blind feuern wir in die Richtung der Lichtquelle, Kugeln pfeifen, panisch ziehen wir uns ein paar Meter zurück, nur um dann von unserem Trupp wieder nach vorne gedrängt zu werden. Wir feuern weiter, immer in Richtung Feind. Wie viele Gegner dort warten, können wir aber nicht ausmachen. Das Zielen über Kimme und Korn funktioniert indes hervorragend, sehr schnell haben wir ein Dutzend PLR-Schergen niedergestreckt.