Zum Thema » Battlefield 4: Final Stand DLC-Test: in Hauch von Zukunft » Fazit nach dem Herbst-Update Ist Battlefield 4 endlich fertig? » Gratis-Inhalte für Battlefield 4 News: Neuer Content geplant Battlefield 4 ab 7,49 € bei Amazon.de Battlefield 4 für 11,99 € bei GamesPlanet.com Papier raschelt, als wir die Maus über unseren Schreibtisch schubsen. Sechs A4-Seiten liegen ausgebreitet vor uns und machen dem Nager seinen Lebensraum streitig. Sechs Seiten, von oben bis unten bedruckt mit den Änderungen des großen Herbst-Updates für Battlefield 4.

Dazu vier Blätter zum aktuellen Patch vom 18. November 2014. Das ist eine Menge Holz. Toller Service von Entwickler Dice? Nein, bitter nötig! Schlimme Textur- und Clippingfehler, massive Soundfehler und häufige Abstürze ließen uns beim Test im November 2013 graue Haare wachsen. Wegen dieser Bugs werteten wir Battlefield 4 um drei Punkte ab.

Hinzu kam der miserable Netcode, der Informationen fehlerhaft oder verzögert zwischen dem Server und Spieler-PCs übermittelte. Instant-Kills und nicht nachvollziehbare Tode waren die Folge. Seitdem haben Dice und das Partnerstudio Dice L.A. 15 Patches für den Spielclient veröffentlicht, den letzten gemeinsam mit dem aktuellen DLC Final Stand. Weil uns Patch-Änderungen auf dem Papier aber selbst dann nicht beeindrucken würden, wenn der Stapel großer wäre als ein M1 Kampfpanzer, haben wir den Raketenwerfer geschultert und uns zum Kontrollbesuch erneut auf die Schlachtfelder gewagt.

Hinweis: Dies ist ein Kontrollbesuch-Artikel. Gegenüber dem Original-Test zu Battlefield 4 vom Oktober 2013 ändert sich an der finalen Wertung aber nichts. Den Original-Test zu Battlefield 4 lesen Sie hier.

Wo sind die Spieler?

Kontrollbesuch: Battlefield 4 : Kleinere Grafikfehler sind trotz zahlreicher Patches noch immer an der Tagesordnung. Kleinere Grafikfehler sind trotz zahlreicher Patches noch immer an der Tagesordnung. Als wir zum ersten Mal wieder einen Server betreten, sind wir verwirrt. Wo sind denn die Spieler? Etwa zu Call of Duty übergelaufen? Doch dann sehen wir vor uns eine Waffe durch die Luft schweben. Einige Sekunden später erscheint auch ihr Besitzer. So einen »Schluckauf« zu Rundenbeginn, in dem Modelle und hochaufgelöste Texturen noch in den Speicher geschaufelt werden, hat Battlefield 4 regelmäßig. Im Vergleich zu den massiven Anzeigeproblemen, die wir noch im ursprünglichen Test bemängelten, sind solche Bugs zwar Kinkerlitzchen, aber dennoch ärgerlich.

Ein ähnliches Bild erwartet uns an der Sound-Front: Immer wieder erleben wir in den Runden kleine Probleme. In einer Partie Rush jault etwa die Sirene eines scharfgemachten MCOMs munter weiter, obwohl das Gerät längst in die Luft geflogen ist. So etwas ist nervig, aber verschmerzbar. Massive Probleme wie noch früher, als auf der Karte Langcang Damm regelmäßig die komplette Soundkulisse streikte, treten in der aktuellen Version nicht mehr auf.

Battlefield 4
Unser Teamkamerad wurde auf offenem Feld erschossen. Seit dem Herbst-Update verrät uns der Kreis um das Wiederbelebungssymbol, ob es sich noch lohnt, ihn zu retten.

Ziehe nicht über Los

Grafikbugs? Soundprobleme? Darüber konnten zahlreiche Spieler nur bitter lachen. Für sie galt: Gehe nicht über Los, sondern direkt zurück zum Desktop. In der Releaseversion waren Abstürze an der Tagesordnung. Erste Patches verschlimmerten die Situation sogar. Und heute? Naja, es ist knifflig. Auf unseren Testrechnern sind wir während des Kontrollbesuchs nur ein einziges Mal aus dem Spiel geflogen. In den Foren beklagen jedoch insbesondere nach dem letzten Update wieder überdurchschnittlich viele Fans solche Probleme. Dice scheint die Technik also immer noch nicht vollends im Griff zu haben.

Obwohl die gröbsten Probleme also behoben sind, läuft Battlefield 4 auch über ein Jahr nach der Erstveröffentlichung nicht ohne Schnitzer. Zugegeben, die noch vorhandenen Bugs sind, von den Abstürzen abgesehen, Kleinkram. Zum Release hätten wir dafür wohl keine Punkte abgezogen. Nach 15 Updates können Spieler jedoch ein fehlerfreies Spielerlebnis erwarten, insbesondere die wiederkehrenden Abstürze nerven. Deshalb halten wir zunächst an unserer Bug-Abwertung trotz der Verbesserungen fest.