Zum Thema » CoD: Advanced Warfare - Test So gut ist das Hauptspiel » Call of Duty - Die Serie Alle Teile in der Galerie Advanced Warfare ab 14,49 € bei Amazon.de Call of Duty: Advanced Warfare für 22,99 € bei GamesPlanet.com John Malkovich, Zombies, abgesägte Laserschrotflinten - Havoc, der erste DLC für Call of Duty: Advanced Warfare, bietet eine Reihe neuer Inhalte. Aber das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf den neuen Exo-Zombie-Modus, den Fans im Hauptspiel so schmerzlich vermissen.

Wir haben uns in den Mehrspielermodus gestürzt (und uns neben Exo-Zombies auch die vier neuen Karten und das neue AE4-Sturmgewehr angeguckt) und sind hin- und hergerissen: Handelt es sich um ein umfassendes Paket für Fans, oder werden diese schlicht gemolken?

Atlas Apocalypse

Sie kennen das: Da arbeitet man bei einer zwielichtigen Privatarmee als IT-Spezialist, Aufsichtsratsmitglied, Sicherheitsbeamter oder sogar nur als Hausmeister, und auf einmal bricht die Zombie-Apokalypse aus.

So geht es zumindest den Protagonisten des Exo Zombie Modus, die in einem Forschungslabor der Atlas Corporation nach einem gescheiterten Experiment um ihr Leben kämpfen. Sehr cool: Statt 0815-Helden werden die vier Spielfiguren von den Schauspielern Bill Paxton (Apollo 13, Edge of Tomorrow), Rose McGowan (Charmed), Jon Bernthal (The Walking Dead) und dem leibhaftigen John Malkovich (Being John Malkovich) verkörpert. Diese werfen sich im Laufe des Spiels immer mal wieder kleine Story-Brocken zu, relevant ist die Geschichte hinter dem Hordemodus aber zu keiner Sekunde.

Beim Gameplay bleibt man nahe an den vorherigen Zombie-Modi, die Spieler bereits aus Call of Duty: Black Ops und Call of Duty: Black Ops 2 kennen. So müssen wir Welle um Welle abwehren, während wir neue Bereiche der einzig spielbaren Karte freischalten. Dort finden wir Waffen, die per 3D-Drucker hergestellt werden und die wir gegen Cash kaufen, beziehungsweise verbessern. Auch Perks für unseren Exo-Anzug gibt es in Stationen gegen Bares, das wir für erledigte Zombies erhalten.

Wer sich jetzt fragt: »Kenn ich doch schon?«, dem können wir nur sagen, dass Advanced Warfare das Rad tatsächlich nicht neu erfindet. Keine einzige Gameplay-Mechanik kennen wir nicht schon aus Black Ops 2, und auch der Exo-Suit mag sich nur in das Bild einfügen, aber dem Spielmodus keinen neuen Anstoß geben.

Vier neue Karten

Stichwort neuer Anstoß: Auch die vier neuen Multiplayer-Karten wollen uns nicht richtig überzeugen, weil sie nichts Besonderes machen. Bitte nicht falsch verstehen: Die Karten sind gut designed, liefern neue Grafiksets und bieten unterschiedlichen Spielstilen in Hände. So freuen sich besonders Scharfschützen über die offenen Flächen von Sideshow, der Scorestreak von Core sind coole Drohnen und die Lawine des Skiparks Drift macht wirklich Laune.

Allerdings ringt sich der Entwickler Sledgehammer nicht durch, uns einfach mal etwas Verrücktes zu präsentieren oder die Spielregeln von Advanced Warfare durchzuwirbeln - gerade die Stadtkarte Urban ist extem bieder. Vor allem bei Drift wird das Problem aber deutlich: Die Schneelawine ist sehr cool, tangiert aber nur einen Drittel des Levels - und wichtige Punkte für Modi wie Herrschaft sind weit genug entfernt, womit die meisten Spieler eh nicht von den Schneemassen beeinträchtigt werden.

Damit wird Havoc wohl dasselbe Schicksal erleiden, wie die üblichen CoD-DLCs: Gerne von Season-Pass-Besitzern gespielt, und sobald die neue Erweiterung kommt, zieht die Karawane weiter. Hier hat ein Battlefield 4 ganz klar die Nase vorne, bei der auch DLCs Maps wie Propaganda und Guilin Gipfel wegen ihrem Layout auch heute noch sehr gerne gespielt werden.

Das Lichtschwert

Ein bisschen frischer Wind kommt mit dem AE4 Sturmgewehr ins Spiel. Das ist eine Energiewaffe für DLC-Besitzer, die anders als die im Spiel verfügbaren Waffen reagiert. Denn statt einem Magazin verfügt das Gewehr über eine Batterie, die nach zu vielen Schüssen überhitzt. Das kennen wir bereits von anderen Laserwaffen, der Clou an der AE4 ist aber der Austausch der Batterie. Denn wir können unsere Waffe einfach abkühlen lassen, aber auch schlicht die Batterie wechseln.

Grundsätzlich dauert beides aber gleich lang, taktische Tiefe kommt damit nicht ins Spiel. Die AE 4 ist übrigens für lange Reichweiten geeignet: Der geringe Rückstoß und hohe Schaden bieten den Fernkampf an, in der Nähe können wir durch das schnelle Überhitzen und die geringe Feuerrate nicht im Dauerfeuer agieren. Auch hier zeigt Havoc keinen Mut sondern nur ein neues Teil für das immergleiche Puzzle.