Civilization 6 : In Civilization 6 sind auch wieder thermonukleare Angriffe möglich, was natürlich mit einer entsprechend großen Explosion in Szene gesetzt wird.

Thermonuklerarer Schlag: Abschuss
In Civilization 6 sind auch wieder thermonukleare Angriffe möglich, was natürlich mit einer entsprechend großen Explosion in Szene gesetzt wird.

Update: Wir haben den Technik-Check um die Techniktabelle ergänzt, mit durchaus interessanten Ergebnissen. Sie finden die Tabelle auf der zweiten Seite, inklusive ausführlicher Erläuterungen, 4K-Empfehlungen in Sachen Grafikkarte und 21:9-Screenshot.

Civilization 6 soll eine von Grund auf neu geschriebene Engine besitzen, trotzdem aber die minimalen Systemanforderungen für spielbare Performance gering halten. Selbst wenn der Vorgänger vor allem zum Release durchaus auch stärkere CPUs vor Probleme stellen konnte, ließ sich die Civilization-Serie in der Regel immer auch auf älteren oder schwächeren Systemen noch gut spielen, da Rundenstrategie keine hohen Anforderungen an die Durchschnitts-fps stellt. Auch die im Comic-Stil gehaltene (und viel diskutierte) Grafik spricht erfahrungsgemäß eher für geringen Hardware-Hunger.

Zum Thema » Civilization 6 im Test Krone mit Kratzer » Civilization 6 im Quiz der Woche Kennen Sie Civilization? » Civilization 6 Überblick Alle Zivilisationen, Anführer und Fähigkeiten Civilization 6 ab 19,98 € bei Amazon.de Sid Meier's Civilization VI für 47,99 € bei GamesPlanet.com Noch im Sommer wurde zwar DirectX 12-Unterstützung für die Engine angekündigt, in unserer Release-Version von Civ 6 ist davon aber nichts zu sehen und es gibt nur einen Render-Pfad für DirectX 11. Ob die DX12-Unterstützung nachgereicht wird, ist uns derzeit nicht bekannt.

Die minimalen offiziellen Systemanforderungen sind tatsächlich sehr gering: Neben einem 64-Bit-Windows ab Windows 7 reicht laut den Entwicklern eine Dual-Core-CPU wie der Core i3 (der dank Hyperthreading allerdings vier Threads bearbeiten kann) mit 2,5 GHz oder ein vergleichbares Phenom-II-Pendant. Dazu eine DX11-fähige Grafikkarte wie die Geforce GTS 450 oder die Radeon HD 5570 – beides rund sechs Jahre alte Einsteigerkarten mit mageren 1,0 GByte VRAM. Dazu sollten noch 4,0 GByte RAM und 12 GByte Festplattenplatz vorhanden sein.

Selbst die empfohlene Systemkonfiguration stellt viele ältere PCs vor keinerlei Probleme: Ein Core i5 mit 2,5+ GHz. Die Haswell-Angabe (Core i 4xxxx) können Sie getrost ignorieren, auch die Vorgänger der Sandy-Bridge- (Core i 2xxx) und Ivy-Bridge-Generation (Core i 3xxx) sind definitiv schnell genug. Nur bei den AMD-CPUs soll es ein FX 8350 mit 4,0 GHz oder mehr sein. Dazu eine DX11-Grafikkarte mit 2,0 GByte VRAM wie eine GTX 770 oder HD 7970. Zwar sind beide ehemalige High-End-Karten, das ist aber auch schon drei bis vier Jahre her.

Minimal

Empfohlen

Betriebssystem

Windows 7, 8 oder 10 mit 64 Bit

Windows 7, 8 oder 10 mit 64 Bit

Prozessor

Intel Core i3 2,5 GHz /
AMD Phenom II 2,6 GHz

Intel Core i5 (Haswell) 2,5+ GHz /
AMD FX 8350 4,0+ GHz

Grafikkarte

DX11, 1,0 GByte VRAM
Geforce GTS 450 / Radeon HD 5570

DX11, 2,0 GByte VRAM
Geforce GTX 770 / Radeon HD 7970

RAM

4,0 GByte

8,0+ GByte

Festplattenplatz

12 GByte

12+ GByte

Performance-Eindrücke, Benchmarks, Ladezeiten

Um den realen Systemanforderungen von Civilization 6 auf den Zahn zu fühlen, haben wir neben zwei Testsystemen mit weitgehend aktueller Hardware auch wieder unsere »Kartoffel« ausgepackt. Dabei handelt es sich um einen Core 2 Duo E6600-Prozessor, den wir in diesem Fall mit einer Geforce GTS 450 und mageren 2,0 GByte RAM kombiniert haben (zuletzt im Technik-Check zu Fifa 17 mit dem Titel »Can it run Fifa 17?« im Einsatz zu sehen).

FPS maximal herausgezoomt riesige Karte, acht KI-Gegner
Mittel (4xMSAA)
Ultra (8xMSAA)
52
32
Core 2 Duo E6600 @ Geforce GTX 1060 2,0 GByte RAM
22
22
Core 2 Duo E6600 @ Geforce GTS 450 2,0 GByte RAM
20
13
0
24
48
72
96
120
Gemessen in fps. Je höher, desto schneller.

Die Benchmarks bescheinigen dem PC mit teils zehn Jahre alter Hardware selbst in mittleren Details bei der anspruchsvollsten Kameraperspektive mit der größten Distanz zum Spielgeschehen gerade mal 20 fps. Da es in Civilization 6 aber im Gegensatz zu einem Shooter oder anderen Genres nicht auf schnelle Reaktionszeiten ankommt ist der Titel dennoch durchaus spielbar. Gerade beim Scrollen über die Map gibt es zwar teils noch stärkere Einbrüche der Framerate, sie fallen aber nicht so groß oder störend aus, dass man keinen Spaß mehr mit dem Spiel haben könnte.

Wie stark der veraltete Dual Core-Prozessor die Leistung unabhängig davon limitiert, zeigt auch der zweite Test in Kombination mit einer aktuellen Geforce GTX 1060: Nur in der Maximalstufe »Ultra« steigen die fps leicht an, generell liegen sie aber auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie bei den Messungen mit der GTS 450. Gleichzeitig bremst die GTS 450 den Core i7 4790K auf ähnlich niedrige Werte wie die Kartoffel aus, während der sehr schnelle Vierkern-Prozessor von Intel in Kombination mit einer GTX 1060 meist problemlos dreistellige fps-Werte erreicht.

Civilization 6 profitiert also sowohl von zusätzlicher CPU- als auch von zusätzlicher GPU-Leistung (letzteres vor allem in den höheren Detailstufen). Da es in dem Spiel aber nicht wirklich auf hohe fps ankommt und selbst unsere Kartoffel trotz gerade einmal 2,0 GByte Arbeitsspeicher noch ausreichend Spielspaß ermöglicht, muss sich um die Systemanforderungen des Spiels niemand wirklich Sorgen machen.

Ladezeit einer Runde SSD, große Karte, sechs KI-Gegner
Schnellkampf/Schnellfortbewegung an
Schnellkampf/Schnellfortbewegung aus
51
80
Core 2 Duo E6600 @ Geforce GTS 450 2,0 GByte RAM
89
123
0
26
52
78
104
130

Die größte Einschränkung, die langsame Prozessoren in Civilization 6 mit sich bringen, findet sich nicht in den fps, sondern in den Ladezeiten. Ein Savegame aus dem Hauptmenü heraus zu laden kann auf der »Kartoffel« schon mal drei bis vier Minuten dauern, auch die Berechnung von Runden zieht sich im späteren Spielverlauf teils über zwei Minuten hin. Unserer Meinung nach trübt das Spielspaß nicht so sehr, dass man gar keinen Spaß mehr mit Civ 6 hat, sehr nervig ist es aber dennoch.

Wirklich flott sind die Ladezeiten selbst mit einem Core i7 4790K nicht. Ohne Schnellangriff und Schnellfortbewegungen haben wir in unserer weit fortgeschrittenen Testpartie auf einer großen Karte mit sechs K.I.-Gegnern 48 Sekunden gemessen. Aktivieren wir Schnellangriff und Schnellfortbewegungen, sinkt die Ladezeiten immerhin auf 31 Sekunden. Der Spielfluss wird dadurch aber immer noch etwas ausgebremst, außerdem dürften Ladezeiten mit einer herkömmlichen HDD noch weiter ansteigen.

Grafikmenü und Qualitätsstufen

Civilization 6 : Rausgezoomt Ultra

Rausgezoomt Ultra
Rausgezoomt Ultra

Das Grafikmenü fällt recht umfangreich aus, wenn wir die »Erweiterten Optionen« einblenden. Sie teilen sich unter anderem in eigene Bereiche zur Qualität der Beleuchtung, der Schatten, des Geländes und des Wassers auf. Kantenglättung steht nur per Multisampling zur Verfügung (MSAA und EQAA bei AMD-Grafikkarten, MSAA und CSAA bei Nvidia-Graifkkarten).

Statt selbst jede einzelne Option zu ändern, können wir auch allgemeine Stufen auswählen, das allerdings einerseits für die so genannte »Leistungswirkung« und andererseits für die »Speicherwirkung«. Letztere verändert vor allem die Auflösung von Elementen (Schatten, Texturen, Wasser usw.), um den Grafikspeicher zu entlasten. Alle anderen Optionen wie die Beleuchtung oder die Umgebungsverdeckung werden über die Leistungswirkung angepasst.

Die optischen Unterschiede sind vor allem auf der minimalen Stufe deutlich zu erkennen, da hier die Schatten vollkommen fehlen. Die Stufen »Niedrig« und »Mittel« ähneln sich bis auf die erst in »Mittel« hinzukommende Kantenglättung recht stark. Auf »Hoch« macht sich vor allem die dichtere Vegetation und die Umgebungsverdeckung positiv bemerkbar, die höchste Stufe »Ultra« ändert dagegen kaum noch etwas an der Grafikqualität.

Civilization 6 : Civilization 6 - Grafikmenü #1

Civilization 6 - Grafikmenü #1
Civilization 6 - Grafikmenü #1