Günther Beckstein : Günther Beckstein Günther Beckstein Nach dem schrecklichen Zwischenfall an einem Münchner S-Bahnhof, bei dem ein Mann von Jugendlichen zu Tode geprügelt worden ist, fordert der ehemalige Ministerpräsident Günther Beckstein in einer Gesprächsrunde eine komplette Videoüberwachung aller S-Bahnhöfe. Beckstein poltert dabei erneut auch gegen gewalthaltige Videospiele, kommt aber mit den Fakten durcheinander. So wurde Beckstein zufolge »das Spiel Counter-Strike (…) von der US-Army entwickelt, um die Gewaltschwelle bei den Soldaten herabzusetzen.« Weiter fordert Beckstein »derartige Spiele« nicht nur zu »zensiert«, sondern gleich zu »verbieten«

Die Aussage war auf einem Nachbarschaftsgespräch im mittelfränkischen Langwasser gefallen. Dort war Beckstein als Ehrengast geladen und sollte eigentlich nur Fragen zur wirtschaftlichen Lage, Sicherheit und Gewaltprävention in Langwasser beantworten. Dies berichtet die Website der Nürnberger Nachrichten.

Günther Beckstein : Counter-Strike wurde zunächst als kostenlose Mod veröffentlicht. Counter-Strike wurde zunächst als kostenlose Mod veröffentlicht. Counter-Strike war ursprünglich als kostenlose Mod für den Ego-Shooter Half-Life von einer Hobby-Programmierertruppe um den Modder »Gooseman« entwickelt worden. Erst später wurde der Taktik-Shooter vom Entwickler Valve aufgegriffen und als Counter-Strike: Source neu aufgelegt.

Die US-Army veröffentlicht hingegen den kostenlosen Shooter America’s Army: Operations. Inzwischen ist die neueste Version America’s Army 3 erschienen. Darin lernt der Spieler zunächst in der Grundausbildung seine Ausrüstung kennen (Verarzten von Verletzten, Waffenkunde am Schießplatz) und wird anschließend als Teil einer Gruppe in ein Krisengebiet geschickt. Zwar treten zwei Teams in jeder Partie gegeneinander an, ungeachtet dessen sehen sich alle Spieler aber stets selbst als US-Soldaten und den Feind als Mitglied eines ost-europäischen Kämpfertrupps. Am Boden liegende, verwundete Feinde zu töten, bringt dabei übrigens Minuspunkte.