Dark Souls 3 mag einsteigerfreundlicher ausfallen als einige der knallharten Vorgänger, trotzdem kriegen unachtsame Anfänger gerade im Startgebiet schnell auf die Mütze. Außerdem werden viele wichtige Zusammenhänge vom Spiel nur angedeutet: Wie funktionieren die Klassen? Was soll man zuerst machen? Und wie wirkt sich die Charaktererstellung auf das Spiel aus?

Unser Einsteiger-Guide schützt alle todesmutigen Kämpfer vor der anfänglichen Überforderung und gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen. Dabei richten sich die Tipps sowohl an Leute, die zum ersten Mal ein Dark-Souls-Spiel angehen wollen, als auch an erfahrene Spieler, die für den Start eine Orientierung wollen.

Achtung - leichte Spoiler: Nachdem unter unserem »Alle Händler«-Guide Unmut darüber geäußert wurde, dass dort alle wichtigen Händler mit Namen erwähnt werden, weisen wir in diesem Einsteiger-Guide noch einmal explizit darauf hin, dass wir darin über den Anfang des Spiels sprechen und Themen wie den ersten Boss, die verschiedenen Klassen und Infos zu den ersten zwei Gebieten vorwegnehmen.

Worum geht's eigentlich?

Dark Souls 3 hält sich (wie die Vorgänger) relativ stark zurück, wenn's um die konkrete Spielerführung geht. Im Intro erleben wir eine kryptische Geschichte über Aschefürsten, eine Erste Flamme und Tote, die wieder durchs Königreich Lothric wandeln. Danach wirft uns das Spiel ins Geschehen, ohne nähere Erklärung.

Unser Test: Warum Dark Souls 3 sich auch für Neulinge lohnt

Deshalb als kleine Leitlinie für Anfänger: Das Ziel ist es tatsächlich, die fünf großen Aschefürsten-Endgegner zu bezwingen und ihre Seelen in den Feuerbandschrein zu bringen. Um den ersten Lord of Cinder, den Abyss Watcher, zu finden, muss man sich über die Hohe Mauer von Lothric in die Untotensiedlung vorarbeiten und anschließend in Farrons Festung den Boss besiegen.

Welche Klasse soll ich spielen?

Es motiviert Dark-Souls-Fans schon seit Jahren: Den perfekten »Build« für einen oder mehrere Spieldurchgänge zu basteln. Doch für Anfänger wird es schnell unübersichtlich, diverse Guides zu durchdforsten und aus all den Waffen, Stats, Rüstungen und Klassen genau den Mix auszuwählen, der einem nach 150 Levelaufstiegen den perfekten Charakter zaubert. Aber keine Sorge: Am Anfang reicht es schon, mit der richtigen Klasse zu starten.

Hilfreiche Übersicht: Alle Klassen im Überblick

Die erste Frage, die man sich bei der Klassenwahl stellen sollte, ist: Welcher Spielstil gefällt mir am besten? Will ich ein Ritter mit Schwert und Schild sein, der dicke Schläge einstecken kann? Oder doch eher ein leichtfüßiger Klingentänzer mit schnellen Hieben und flinkem Ausweichmanöver? Zauberer, Heiler oder Feuermagier sind ebenfalls möglich. Als Faustregel gilt: Die Ausrüstung, die man verwenden will, dient als guter Hinweis, welche Klasse man wählen sollte.

Dark Souls 3 - Screenshots

Für dicke Waffen, die viel Stärke brauchen, empfehlen sich Ritter oder Krieger. Doppelklingen oder andere schnelle Waffen profitieren von hoher Geschicklichkeit und damit von Söldnern oder Dieben. Assassinen und Pyromanten stehen für einen Mix aus Angriffszauber und schnellen beziehungsweise starken Waffen. Der Herold ist ebenfalls ein Nahkämpfer, allerdings schützen ihn magische Wunder.

Zauberer und Priester sind im Dark-Souls-Universum übrigens nicht zwangsläufig reine Caster. Mit ihren Elementarbuffs können sie besonders im späteren Spielverlauf extrem mächtige magische Waffen craften, die komplett auf Blitz-, Feuer- oder Finsternisschaden basieren. Allerdings empfiehlt sich das eher für erfahrene Spieler, genau wie die Klasse Bettler. Blutige Anfänger sind unterm Strich mit einer ausgeglichenen Klasse wie dem Ritter gut beraten.

Generell wird durch die anfängliche Klassenwahl noch nichts in Stein gemeißelt. Auch ein Magier kann durch die entsprechende Skillung zum mächtigen Stärkekämpfer werden. Allerdings spart man sich solche Umdenkmanöver, indem man gleich eine Klasse wählt, die für den eigenen Lieblingsspielstil ausgestattet ist.

Was soll ich am Anfang machen?

Das Abenteuer von Dark Souls 3 beginnt in einem verlassenen Gräberfeld voller Untoter. Vorerst gibt's eigentlich nur einen Weg, dem man folgen kann - und genau das sollte man auch relativ strikt tun. Die ersten Gegner sind noch keine große Herausforderung und dienen prima als Testobjekt, um sich mit dem Kampfsystem vertraut zu machen. Kleinere Abzweigungen am Wegesrand werden mit netten Start-Items belohnt, allerdings sollte man zu Beginn auf keinen Fall zu viel Zeit mit Exp-Farmen verbringen.

Denn die gesammelten Seelen kann man eh erst nach dem ersten Bossgegner in Levelaufstiege oder Items investieren - vorher erhöhen sie nur grundlos das Risiko, schließlich verliert man nach jedem Ableben alle Erfahrungspunkte und muss sie sich waghalsig wieder zusammensuchen. Es lohnt sich also, sich zu Beginn auf den ersten Bossfight zu konzentrieren und im Zweifelsfall erst danach das Startgebiet abzufarmen.

Wie besiege ich den ersten Boss?

Iudex Gundyr ist eine Art Flaschenhals-Boss - die sind mittlerweile Standard in den Souls-Spielen. Heißt konkret: Bevor sich die Welt von Dark Souls 3 auffächert, man leveln und erkunden kann, muss man an diesem Brocken von einem Endgegner unter Beweis stellen, dass man die Bedienungsgrundlagen verstanden hat. Gleichzeitig testet der Riese, ob man für ein Souls-Spiel bereit ist. Um den Kampf zu beginnen, muss man nach dem ersten Leuchtfeuer auf dem großen Plaza der Statue das Schwert aus dem Leib ziehen.

Wie man den Kerl optimal zu Fall bringt, hängt natürlich in bestimmten Aspekten von der gewählten Klasse ab. Pyromanten können mit ihren Feuerbällen zum Beispiel die Feuerschwäche von Iudex nutzen, die er ab der zweiten Phase des Gefechts offenbart. Unterm Strich empfehlen wir aber allen Nahkampfklassen, relativ aggressiv zur Sache zu gehen. Da der Kerl übel zuschlägt und das Blocken zu Beginn enorm viel Ausdauer kostet, ohne einen perfekten Schutz zu bieten, sollte man den Kampf auf keinen Fall in die Länge ziehen.

Daher unser Tipp: Dem Kerl permanent in den Rücken rollen, die Waffe beidhändig halten (Y/Dreieck auf dem Gamepad), ein oder maximal zwei Schläge anbringen und dann direkt wieder unter der nächsten Attacke wegrollen. So teilt man in ziemlich kurzer Zeit maximalen Schaden aus. Ab der Hälfte verwandelt sich Iudex in ein gigantisches Tentakelgeschöpf, das mit seinem Riesensprung vor allem aus der Distanz gefährlich ist. Auch hier nicht beirren lassen, sondern schön im Rücken des Fieslings bleiben und weiter draufhauen.

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Was tun im Feuerbandschrein?

Nach dem Kampf gegen Iudex Gundyr folgt man dem Weg und landet nach einer Weile im Feuerbandschrein. Schritt Eins: In der Mitte des Schreins das Schwert von Gundyr in die runde Kuhle stecken und das erste Leuchtfeuer entfachen. Schritt Zwei: Die bisher gewonnene Erfahrung bei der Feuerhüterin direkt neben dem Feuer in Level-Ups stecken, um für die nächsten Etappen besser gerüstet zu sein. Alternativ kann man auch bei Schmied Andre neue Ausrüstung kaufen.

Und so geht's weiter: Um das nächste Gebiet, die Hohe Mauer von Lothric, zu erreichen, muss man vom Leuchtfeuer aus teleportieren. Der Feuerbandschrein dient während des ganzen Spiels als zentrale Anlaufstelle, um im Level aufzusteigen. Außerdem sammeln sich hier NPCs, die man in der Welt trifft und anspricht - nach einigen Stunden schaltet man auf diesem Weg neue Händler und Lehrer frei.