Das Schwarze Auge: Memoria - PC

Point & Click  |  Release: 30. August 2013  |   Publisher: Deep Silver
Seite 1 2   Fazit Wertung

Das Schwarze Auge: Memoria im Test

Von der Sehnsucht getrieben

Auch Gerons zweites DSA-Abenteuer geht nicht ins Auge: Memoria überzeugt im Test mit kniffligen Rätseln und erzählt dabei nicht nur eine spannende Geschichte, sondern gleich zwei.

Von Amir Forsati |

Datum: 28.08.2013


Zum Thema » DSA: Memoria - Video Die Entwickler zum Adventure » DSA: Memoria - Video Figuren & Landschaften » DSA: Memoria - Video Rätsel & Gameplay » DSA: Satinavs Ketten Test des Vorgängerspiels » Das Schwarze Auge Report: Fantasy from Germany Wie undankbar doch das Heldenleben sein kann! Da lässt man alles stehen und liegen und begibt sich in Gefahren jenseits der menschlichen Vorstellungskraft, rettet im Angesicht des Todes die ganze Welt, und was ist der Dank? Statt einer schnuckeligen Freundin gibt's am Ende nur einen Raben als Belohnung. Naja, fast. Trotzdem schöner Mist!

Mit Memoria erzählt Daedalic die Geschichte des ungewöhnlichen Helden Geron weiter, der bereits im Vorgänger Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten vom kleinen Vogelfänger zum Weltenretter heranwuchs. Dabei knüpft Memoria nahtlos ans Ende von Satinavs Ketten an. Und Gerons Aufgabe liegt auf der Hand: Verwandle Rabe in Freundin Nuri.

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Das Schwarze Auge: Memoria : In Fahi findet Geron einen Freund, der ihm womöglich mit Nuris Verwandlung helfen kann. In Fahi findet Geron einen Freund, der ihm womöglich mit Nuris Verwandlung helfen kann.

Dazu geht er mit dem fahrenden Händler Fahi einen Deal ein. Wenn er Fahi dabei hilft, ein Jahrhunderte altes Rätsel zu lösen, beendet der Nuris Rabendasein. Und das ist bitter nötig, denn je länger die Fee im Körper des Vogels gefangen ist, desto schneller verliert sie ihre Erinnerungen. Wir müssen den Vorgänger übrigens nicht gespielt haben, um der Story folgen zu können; hilfreich wäre es aber schon.

Zwei Helden gleich doppelter Spaß

Der Clou von Memoria: In einem zweiten Handlungsstrang schlüpfen wir in die Rolle von Prinzessin Sadja, die vor 450 Jahren das gleiche Rätsel lösen sollte - und dabei spurlos verschwand. Diese Parallelhandlung ist ausgezeichnet in Gerons Geschichte eingebettet, und es entsteht eine ebenso dynamische wie abwechslungsreiche Story. Die beiden Protagonisten ergänzen sich ausgezeichnet. Während Sadjas Abschnitte angenehm düster ausfallen, kehren wir mit Geron unter anderem zurück ins beschaulich-bunte Städtchen Andergast.

Das Schwarze Auge: Memoria
Durch wunderschöne Landschaften beschreitet Geron seinen Weg.

Trotz der ernsten Thematik bewies schon Satinavs Ketten ein feines Gespür für Humor - auch wenn's nicht ganz so schenkelklopfend zuging wie etwa bei den Deponia -Spielen. Auch Memoria überzeugt mit wunderbar aventurisch-schwülstigen Dialogen, ohne dabei einen gewissen Frohsinn zu verlieren. Daedalic hat hier ganze Arbeit geleistet und die beklemmende Geschichte der verschollenen Prinzessin mit punktuellen, humorvollen Einlagen aufgelockert. Dies gelingt vor allem durch die Sidekicks von Geron und Sadja.

Während der Vogelfänger von seiner alten Feen-Freundin Nuri (nur eben im Federkostüm) begleitet wird, erhält Sadja Unterstützung von ihrem besessenen Zauberstab. Nuri und Zauberstab dienen als humoristische Auflockerung. So ist es egal, wie aussichtlos oder verzwickt sich eine Lage für Sadja darstellt. Mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und Ironie kommentiert ihr steifer aber umso eloquenterer Begleiter die Situation und zaubert uns dabei regelmäßig ein Lächeln aufs Gesicht. Während Nuri im Vorgänger trotz ihrer unterhaltsamen Naivität und Sorglosigkeit teilweise durch infantiles Genörgel über das Ziel hinausschoss, entpuppt sie sich in Memoria als eine durchweg angenehme Gefährtin.

Das Schwarze Auge: Memoria : In einer dunklen Gruft findet Sadja den redefreudigen Zauberstab. In einer dunklen Gruft findet Sadja den redefreudigen Zauberstab.

Doch genau wie Sadjas Wunderstäbchen dient Nuri nicht nur ausschließlich dem Zweck der humoristischen Untermalung. Innerhalb der Geschichte entpuppen sich beide als äußerst hilfreiche Verbündete. So gelangt Geron an einer wichtigen Stelle erst in ein verschlossenes Haus, nachdem Nuri durch einen Fensterschlitz in das besagte Anwesen geflattert und dort ein paar Kopfnüsse mit unserer Hilfe geknackt hat.

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Avatar Gerano
Gerano
#1 | 28. Aug 2013, 15:54
Ich löse sehr gerne gute Rätsel in Spielen, doch mit Point & Click kann ich einfach nichts anfangen - zu wenig Kontrolle über die Spielfigur. Deshalb hat es mich gefreut, dass Portal einen neuen Trend zu First-Person-Adventures lancieren konnte.
Die ganzen roten Daumen finde ich etwas befremdlich, da dies ganz einfach nur meine persönliche Ansicht ist. Ich habe schliesslich nicht geschrieben, Point & Click sei ganz allgemein schlichtweg scheisse.
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Avatar Aber-ja
Aber-ja
#2 | 28. Aug 2013, 16:03
Ich wünsche der "Das Schwarze Auge" Serie nur das beste..
Die ganze Welt die da erarbeitet wurde bietet so viel potenzial,
endlich scheint es genutzt zu werden und ich hoffe dass die Spiele immer besser werden
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Avatar Sp00kyF0x
Sp00kyF0x
#3 | 28. Aug 2013, 16:22
Zitat von Gerano:
Ich löse sehr gerne gute Rätsel in Spielen, doch mit Point & Click kann ich einfach nichts anfangen - zu wenig Kontrolle über die Spielfigur. Deshalb hat es mich gefreut, dass Portal einen neuen Trend zu First-Person-Adventures lancieren konnte.

da liegt dir wohl eher die spielmechanik nicht. denn in point&click-adventures haste natürlich auch vollständige kontrolle über die spielfigur. es ist natürlich entsprechend der spielmechanik eingeschränkt. in egoshootern kannste schließlich auch nicht etwas machen, was nicht vorgesehen ist.
und portal ist ein puzzle-spiel. wenn du mal n fps-adventure spielen willst, schau dir "das testament des sherlock holmes" an.
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Avatar veil
veil
#4 | 28. Aug 2013, 16:25
Eine Korrektur bzgl. des im Video gezeigten Dialogrätsels: Da hat der Herr Graf leider schlichtweg das Rätsel nicht verstanden. Hier ist kein "stumpfes Ausprobieren" vonnöten, sondern Geron muss die jeweils kompliziertesten Antworten wählen, damit sein Gesprächspartner dessen Gehilfin zu sich ruft, um ihr zu diktieren, damit beide abgelenkt sind. Sagt man etwas falsches, bekommt man sogar einen entsprechenden Hinweis. ("Das ist so einfach, das kann ich mir merken.") Als Tester hat sich mir das Rätsel direkt erschlossen.
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Avatar XKL1
XKL1
#5 | 28. Aug 2013, 16:46
Point n Click Spiele von Daedalic sind richtige Perlen, meistens zumindest!

Fühle mich auch immer angenehm in meine Kindheit zurückversetzt :)


Teil 1 war toll, der hier wird genauso gut, ist schon vorbestellt!


btw: Der Soundtrack ist der HAMMER!!!!!!!!!!!

In der Ladenversion ist wieder reichtlich Zeug drin, Soundtrack, Poster,..
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Avatar Zaphod1
Zaphod1
#6 | 28. Aug 2013, 17:57
Grafik 8/10, das ist aber nicht euer Ernst ?
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Avatar veil
veil
#7 | 28. Aug 2013, 18:34
Zitat von Zaphod1:
Grafik 8/10, das ist aber nicht euer Ernst ?


Stimme dir vollkommen zu, die Grafik hat mindestens (!) 9/10 verdient.
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Avatar rickyfitts
rickyfitts
#8 | 28. Aug 2013, 19:15
Zitat von Zaphod1:
Grafik 8/10, das ist aber nicht euer Ernst ?

Da bin ich auch gerade gestolpert. Das sieht ja auch Screenshots durch die hübsch gezeichneten Hintergründe noch gut aus, aber im Testvideo in Bewegung... naja, Bewegung ist da eben realtiv und genau das ist leider der Punkt: es ist wahnsinnig steif und leblos. Da siehst du in einer ganzen Szene vielleicht mal eine Fliege um eine Lampe schwirren und sonst ist alles total starr. In einem Dialog kann sich 2013 einfach nicht nur der Mund ein bisschen auf und zu bewegen und sonst nichts im Bild.
Ich liebe ja point & click Adventures und ich weiß, die Budgets sind knapp für dieses Nischengenre, aber das wird nicht besser, wenn die Inszenierung so leblos und unzeitgemäß bleibt. Und das muss sich ein Test auch mal trauen zu sagen statt da beide Augen zuzudrücken. Und es wäre auch unfair das zu tun. Mir fallen auf anhieb mehrere 90er Jahre Adventures ein, die (abgesehen von der Auflösung) belebtere und bessere Hintergründe sowie Figuren bieten, die sich auch im Gespräch mal bewegen: zum Beispiel Blade Runner oder The Longest Journey.
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Avatar Bombshock
Bombshock
#9 | 28. Aug 2013, 19:48
Die Grafik wär ne 8/10 wenns auf meinem Samsung S4 laufen und 5€ kosten würde. Allerdings wäre mir selbst da das pacing dieser deutschen klicki bunti Adventures um einiges zu lame als das die Story dies aufwiegen könnte.
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Avatar Gerano
Gerano
#10 | 28. Aug 2013, 21:46
Zitat von Sp00kyF0x:

da liegt dir wohl eher die spielmechanik nicht. denn in point&click-adventures haste natürlich auch vollständige kontrolle über die spielfigur. es ist natürlich entsprechend der spielmechanik eingeschränkt. in egoshootern kannste schließlich auch nicht etwas machen, was nicht vorgesehen ist.
und portal ist ein puzzle-spiel. wenn du mal n fps-adventure spielen willst, schau dir "das testament des sherlock holmes" an.
Du kannst dich nur indirekt bewegen, indem du dorthin klickst, wo du hin willst, wobei du auch bei dieser Wahl nur die vorgegebenen Pfade zur Verfügung hast. Für mich ist das zu wenig Kontrolle.
Ich bin der Meinung, dass wenn beispielsweise Amnesia als Horror-Adventure aus der Egoperspektive angesehen kann, kann man auch Portal den Adventures zuordnen. Klar, lässt sich darüber streiten, aber manche Zuordnungen sind nicht ganz scharf und passen dann vielleicht sogar in mehrere Genres bzw. deren Unterkategorien. "Call of Duty: Ghosts" beispielsweise wird aufgrund der extensiven Charakteranpassungsmöglichkeiten im Mehrspieler ohne Probleme auch als Online-Rollenspiel durchgehen! ;-)
Deine Empfehlung, ging komischerweise ziemlich an mir vorbei, sieht ganz gut aus und werde ich daher sicher noch näher betrachten - danke.
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Details zu Das Schwarze Auge: Memoria

Plattform: PC
Genre Adventure
Untergenre: Point & Click
Release D: 30. August 2013
Publisher: Deep Silver
Entwickler: Daedalic Entertainment
Webseite: http://memoria.daedalic.de/
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 372 von 5705 in: PC-Spiele
Platz 6 von 301 in: PC-Spiele | Adventure | Point & Click
 
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