Etwas ungewöhnlich und reichlich surreal war es ja schon, was Hideo Kojima unter dem Titel Death Stranding auf der E3 2016 als sein neuestes Projekt vorstellte. Zu sehen gab es eine virtuelle Version von Norman Reedus - splitternackt und mit ölverschmierten Händen an einem reichlich ungewöhnlichen Strand.

Noch dazu ließ Kojima seine Fans mit diesen visuell leicht verstörenden Eindrücken auch völlig allein: Weitere Details zu den Spielinhalten? Informationen zu den Features? Ein grobes Design-Konzept? Fehlanzeige. Und wie es scheint, hatte der Game-Designer dafür einen guten Grund: Er wusste selbst noch gar nicht, wo die Reise mit Death Stranding hingehen sollte.

Konzept für Death Stranding steht nun

Das scheint sich nun geändert zu haben. Wie Kojima auf der Comic-Con in San Diego näher ausgeführt hat, wollte er mit Hilfe des Teaser-Videos zunächst selbst herausfinden, welche Art von Welt er visuell darstellen kann und wie viele Gaming-Elemente er darin würde unterbringen können.

Eigenen Angaben zufolge setzen sich diese einzelnen Puzzelteile nun nach und nach zusammen und er weiß, in welche Richtung sich das Spiel entwickeln soll. Nun werde man sich auf eine Engine festlegen und die Produktionsphase vollständig anlaufen lassen, so Kojima.

Dabei bekräftigte Kojima erneut, dass es sich bei Death Stranding um ein Actionspiel handeln werde. Außerdem ging er abermals auf seine Stock-Seil-Analogie ein, mit der er das Spielkonzept schon einmal relativ abstrakt umrissen hatte.

Anders, aber doch irgendwie bekannt

Laut Kojima soll Death Stranding in einer Welt spielen, die sich völlig von der Realität unterscheidet - aber dennoch mit den Dingen verbunden ist, die die Menschen heute tatsächlich sehen und fühlen können. Der Game-Designer bleibt bei seinen Aussagen also auch weiterhin äußerst vage.

Auch beim ersten Teaser-Trailer zu Death Stranding blieb Kojima bewusst unkonkret, wie er auf der Comic-Messe weiter ausführte. Er habe Fans aller Genres ansprechen wollen - also Elemente aus Science-Fiction, Wissenschaft, Okkultismus, Philosophie und Horror genutzt. Viele dieser Elemente sollen am Ende auch in das fertige Spiel einfließen.

Teaser-Szene kommt im fertigen Spiel vor

Eine kleine Überraschung hatte Kojima dann auch noch parat: Die im Teaser-Trailer gezeigte Szene soll nun doch auch im finalen Spiel zu sehen sein, nachdem sie anfangs immer wieder als Proof-of-Concept bezeichnet wurde.

Death Stranding kommt 2018 für den PC und die PlayStation 4 auf den Markt. Weitere Plattformen wurden bisher nicht bestätigt.

Kojima ganz schön clever: So hat der Game-Designer Leaks zu Death Stranding verhindert

Death Stranding