Defiance - PC

Ego-Shooter  |  Release: 02. April 2013  |   Publisher: Namco Bandai
Seite 1 2   Fazit Wertung

Defiance im Test

Erst schießen, dann fernsehen

Borderlands trifft Rift. Klingt gut? Ist es eigentlich auch – wenn Defiance bloß umfang- und abwechslungsreicher wäre. Wir haben den MMO-Shooter zur gleichnamigen TV-Serie im PC-Test.

Von Michael Graf |

Datum: 12.04.2013


Zum Thema » Defiance - Pilotfilm im Check TV-Serie mit Migrationshintergrund » Defiance - Einsteigerguide E.G.O.isten an die Front! Einmal im Leben im Fernsehen sein. Selbst in Zeiten von Youtube und Reality-Soaps ist das immer noch der Traum vieler Menschen - und Defiance macht ihn wahr! Na ja, zumindest für die Charaktere einiger Spieler, denen ein Gastauftritt in der zum Spiel gehörenden TV-Serie winkt, die ab dem 16. April auf dem Spartenkanal SyFy läuft.

Alle anderen dürfen sich damit trösten, immerhin ein unsichtbarer Teil des Universums zu sein, das dann wöchentlich über die Fernseher flimmert. Denn erstmals dient ein Spiel nicht bloß als Lizenzumsetzung einer TV-Marke, sondern simuliert gleichberechtigt einen anderen Teil der Fernsehgeschichte. Bleibt die Frage: Macht das Spiel Defiance dabei überhaupt Spaß?

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Defiance - Screenshots aus dem DLC Arkbreaker

Das Bezahlmodell
Defiance verzichtet ähnlich wie Guild Wars 2 sowohl auf ein Free2Play-Modell als auch auf monatliche Abo-Gebühren. Wer sich die Verkaufsversion oder eine Download-Fassung kauft, hat somit das Recht unbegrenzte Spielzeit. Allerdings wird Trion Worlds kostenpflichtige DLCs anbieten; für 30 Euro gibt's einen Season Pass, der die ersten fünf Addons beinhaltet. Zusätzlich enthält Defiance einen Echtgeld-Shop, der vor allem Booster, Kleidung oder neue Fahrzeuge feilbietet. Spielentscheidend das nicht, wir konnten den kompletten Testzeitraum ohne Echtgeldeinsatz problemlos durchspielen.

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Rift als Shooter

Das Szenario-Telegramm: Alien-Einwanderer wollen die Erde besiedeln *STOPP* obligatorischer Krieg zerstört die außerirdischen Kolonieschiffe *STOPP* Alien-Terraforming verändert unsere Welt für immer.

So durchwühlen nun Riesenranken den Boden, und diverse Monster, allen voran die Hellbug-Käfer, befördern die Menschheit ans falsche Ende der Nahrungskette. Angesichts dieser ungemütlichen Ausgangslage bemühen sich Aliens und Menschen um friedliche Koexistenz - mehr schlecht als recht, versteht sich.

Während die TV-Serie in St. Louis spielt, entlässt uns das Spiel Defiance in die San Francisco Bay Area, wo wir als sogenannter Archenjäger nach Alien-Artefakten suchen. Der Entwickler Trion Worlds zeichnete zuvor für das Online-Rollenspiel Rift verantwortlich, auch Defiance erinnert auf den ersten Blick an ein MMO.

Defiance : In den ersten Episodenmissionen, die zeitlich vor dem Serienstart spielen, lernen wie die beiden TV-Helden Nolan und Irisa persönlich kennen. Dieser Kristall spielt zu Beginn der TV-Pilotfolge noch ein Rolle.

Spiel
In den ersten Episodenmissionen, die zeitlich vor dem Serienstart spielen, lernen wie die beiden TV-Helden Nolan und Irisa persönlich kennen. Dieser Kristall spielt zu Beginn der TV-Pilotfolge noch ein Rolle.

Zu Fuß oder in einem Fahrzeug (Quad, Geländewagen, etc.) erkunden wir eine offene Online-Welt, nehmen Aufträge an, steigen im Level auf und verbessern sowohl unsere Fähigkeiten als auch unsere Ausrüstung. Das Kampfsystem basiert aber nicht auf dröger Icon-Klickerei, stattdessen präsentiert sich Defiance als flotter Third-Person-Shooter. Der Kampferfolg hängt also auch von den eigenen Schießkünsten ab, nicht nur vom Charakterlevel und der Ausrüstung. Wobei bessere Waffen und Energie-Schutzschilde das Überleben natürlich erleichtern.

Vom Spielgefühl erinnert Defiance damit stark an den Rollenspiel-Shooter Borderlands , nur eben aus der Schulter- statt der Ego-Perspektive. Und zwangsweise online, offline lässt sich Defiance nicht spielen.

Von Perks, Loadouts und EGO

Defiance : Die weltberühmte Golden Gate Bridge liegt teilweise in Trümmern und wird von einem nahezu unbezwingbaren Mech bewacht. Die weltberühmte Golden Gate Bridge liegt teilweise in Trümmern und wird von einem nahezu unbezwingbaren Mech bewacht. Abgesehen von Waffen (von denen wir zwei ausrüsten dürfen) und diversen Granatentypen (explosiv, lähmend, etc.) bietet Defiance nur vier aktive Fähigkeiten, die EGO-Talente. Zum Spielbeginn wählen wir im Tutorial eines davon aus: »Köder« lenkt Gegner ab, »Überladung« erhöht kurzfristig unseren Waffenschaden, »Tarnung« macht uns unsichtbar, und der »Bionischer Sprint« verleiht uns mehr Tempo und Nahkampf-Wucht.

Im Fertigkeiten-Menü können wir dazu noch passive Perks à la »mehr Schaden bei Angriffen von Anhöhen« oder »mehr kritische Treffer« lernen, von denen wir (je nach Level) aber nur eine begrenzte Zahl ausrüsten dürfen. Im Laufe der Zeit können wir so zwar auch die anderen drei EGO-Talente freischalten, einsetzen dürfen wir aber immer nur eines davon.

Damit wir nicht ständig im Charaktermenü unsere Fähigkeiten ändern müssen, lässt uns Defiance mehrere Waffen- und Talent Sets definieren, zwischen denen wir dann je nach Bedarf wechseln. So packen wir als Scharfschütze neben dem Präzisionsgewehr bevorzugt eine Schrotflinte (für Nahkämpfe) ein. Außerdem erhöhen wir unseren Schaden von oben sowie an Gegnern, die uns noch nicht entdeckt haben - und setzen auf »Tarnung«, um notfalls flüchten zu können.

Defiance : Die mäßige KI machen die Gegner oft durch ihre schiere Masse wett. Trotzdem ist Defiance über weite Strecken zu leicht. Die mäßige KI machen die Gegner oft durch ihre schiere Masse wett. Trotzdem ist Defiance über weite Strecken zu leicht.

Im Kampf gegen Hellbugs, die gerne mal in großen Rudeln auftreten, setzen wir hingegen lieber auf Sprengwaffen inklusive »Überladen«. Für Koop-Partien legen wir uns noch eine Kanone mit Heilfähigkeit zu.

Taktischen Tiefgang entfalten die Gefechte allerdings selten, meist halten wir einfach drauf, setzen im richtigen Augenblick unser EGO-Talent ein und ziehen uns bei heftigem Beschuss zurück, damit sich unser Schutzschild und unsere Lebensenergie automatisch wieder aufladen. Bei Elitegegner müssen wir allerdings immerhin auf individuelle Schwachstellen achten, Hellbug-Käfer etwas sind am Maul und am Bürzel besonders verwundbar.

Defiance : Hellbugs zählen zu den häufigsten Gegnern und treten bevorzugt in Massen auf. So auch in dieser Koop-Mission. Hellbugs zählen zu den häufigsten Gegnern und treten bevorzugt in Massen auf. So auch in dieser Koop-Mission. Unsere Waffen-Sets können wir fortan jederzeit wechseln, was praktisch, aber auch umständlich ist, da wir dazu jedes Mal auf das verworrene Menü zurückgreifen müssen. Auf eine Schnellwechsel-Taste scheinen die Entwickler bewusst verzichtet zu haben, um den Wechsel nicht zu einfach zu gestalten.

Aber gerade deswegen hätten übersichtlichere und benutzerfreundlichere Menüs Defiance gut getan. Besonders die Inventarverwaltung und die an sich nützlichen, aber unfassbar fummeligen Waffen-Upgrades (bessere Zieloptik, größeres Magazin, Bonus-Giftschaden, etc.) bringen unsere Hand mehr als einmal in spontanen Kontakt mit unserer Stirn.

Während die Menüführung modernen Ansprüchen hinterher hinkt, erweist sich das eigentliche Interface, also die Anzeige im Spiel, als aufgeräumt. Ein KI-System, EGO genannt, unterstützt uns tatkräftig. Es dient uns als Markierung für Auftragsziele, kommentiert die Kämpfe (»Achtung, feindliche Verstärkung!«) und gibt uns nützliche Hinweise. Beispielsweise weist uns EGO auf die Schwächen von Bossgegnern hin, insbesondere in den Story-Instanzen oder bei Archenfall-Events.

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Avatar outofcontrol84
outofcontrol84
#1 | 12. Apr 2013, 18:04
Sehr durchwachsen. Ne, danke.
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Avatar Herzaaa
Herzaaa
#2 | 12. Apr 2013, 18:11
War ja klar, dass Gamestar da ne halbwegs gute Wertung gibt. So viel Werbung wie da im Vorfeld schon zu gemacht wurde ;)
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Avatar lionxx
lionxx
#3 | 12. Apr 2013, 18:11
Klingt von der Wertung her sogar besser als erwartet. Aber denen kann man hier ja nicht immer trauen...
Ich bleibe aber erstmal skeptisch und werde eher nicht zuschlagen. Dafür wirkt vor allem das Spielprinzip auf mich doch zu uninteressant.
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Avatar Petesteak
Petesteak
#4 | 12. Apr 2013, 18:12
Hab die Beta gespielt...und fand's richtig lahm. Hatte auch nicht das geringste Bedürfnis, mir später die Serie anzugucken. Bin aber dennoch über Trailer der Serie gestolpert... und naja. Mag ja sein, dass andere sich auf Spiel und Serie freuen und Spaß dran haben und es jetzt rote Daumen hagelt, aber ich finde das, was ich von der Serie gesehen habe genauso schwach wie das Spiel.

Generischer Mist zum Einschlafen...dabei wäre das eigentliche Spielprinzip genau mein Fall. Schade.
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Avatar Uli78
Uli78
#5 | 12. Apr 2013, 18:12
Da man hier auf Gamestar mit Werbung zu Defiance überschwemmt wird habe ich so eine relativ hohe Wertung schon erahnt. Das Spiel sollte sich derzeit eher im niedrigen 60iger Bereich wiederfinden, dass wäre realistisch.

Siehe auch 4Players Wertung der ich nach der Beta eher zustimme als dieser hier.

Das Konzept ist zwar interessant mit der TV Serie aber es verschleiert nicht das man hier nur einen stinklangweiligen 08/15 MP Shooter vorfindet der sogar noch einige Bugs und etliche Grafikfehler bietet. Da machen manche F2P Multiplayershooter spielerisch mehr her als dieser Vollpreistitel.
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Avatar lionxx
lionxx
#6 | 12. Apr 2013, 18:14
Zitat von GameStar:
"Taktischen Tiefgang entfalten die Gefechte allerdings selten, meist halten wir einfach drauf, setzen im richtigen Augenblick unser EGO-Talent ein und ziehen uns bei heftigem Beschuss zurück"

Aber trotzdem 9/10 beim Kampfsystem? (Oha bin ich cool, das hat sich gereimt)
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Avatar Gerano
Gerano
#7 | 12. Apr 2013, 18:18
Das Schwestermagazin Krawall war da bedeutend kritischer: Sie vergeben vorwiegend aufgrund der schwachen Grafik, technischer Macken und uninteressanter Geschichten nur 67 Prozent.
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Avatar HandOfFate
HandOfFate
#8 | 12. Apr 2013, 18:20
Nuja zu einem normalen Preis ohne Abo ist das eine gute Spielzeit und eigentlich auch ganz unterhaltend. Sie geben sich auch Mühe, jeden Tag wird gepatcht um bis zum großen Update nächste Woche die aktuellen Bugs rauszuhaben. Ich will es nicht schön reden, man sollte probespielen und kann über weitere DLCs selber urteilen, aber 50 Stunden + sind mehr als so einige Singeplayertitel bieten. Chance geben, Probe spielen und abwarten ob es sich hält. Ich habe noch Spaß, warte aber auch erst ab bevor ich weiter investiere. Abgesehen davon das man keine Gruppenbildung braucht geht das ganze dynamisch von der Hand, das Questsystem etc. ist aber MMORPG-typisch immer der selbe Mist auch wenn es ein Shooter als MMO ist. Und ja, für ein MMO ist die angesetzte Spielzeit klar zu wenig.
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Avatar nachtnebel
nachtnebel
#9 | 12. Apr 2013, 18:35
Ich finde die Wertung auch leicht zu hoch. Allerdings bewertet die GameStar in meinen Augen generell zu hoch, also passt das schon wieder.

Defiance selbst ist ganz nett, aber definitiv kein Must Have. Die Kämpfe wirken auf mich ziemlich lahm, Archenfälle sind stumpfes Geballere und Teamplay kommt wegen der mangelnden Optionen nicht so richtig auf.
Zusätzlich empfinde ich das Konsoleninterface auch als ein absolutes Unding. Es ist schön und gut, wenn man sein Spiel auf mehreren Systemen haben möchte, aber dann sollte man nicht einfach ein minderwertiges Konsoleninterface für den PC übernehmen und die Spieler damit nerven. Will man das Inventar öffnen muss dies nich den ganzen Bildschirm bedecken oder mich am weiterspielen hindern, Tooltips sollten selbstverständlich sein und so weiter.
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Avatar Xiang 2.0
Xiang 2.0
#10 | 12. Apr 2013, 18:39
"Im Laufe der Zeit können wir so zwar auch die anderen drei EGO-Talente freischalten, einsetzen dürfen wir aber immer nur eines davon."

Möp falsch. man kann jedes Loadout mit einer eigenen Ego-Fähigkeit ausrüsten und entsprechend auch mitten im kampf Loadout und damit Fähigkeit wechseln.
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Details zu Defiance

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: Ego-Shooter
Release D: 02. April 2013
Publisher: Namco Bandai
Entwickler: Trion Worlds
Webseite: http://www.defiance.com/de/
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 366 von 5488 in: PC-Spiele
Platz 60 von 707 in: PC-Spiele | Action | Ego-Shooter
 
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