»Schrotthandel und neurologische Operationen« steht auf dem ächzenden Schild. Eine wenig vertrauenserweckende Kombination, doch Rufus hat keine Wahl. Nur hier, auf dem Schwimmenden Schwarzmarkt, vermag ihm jemand zu helfen, Goals Gehirnimplantat wieder voll einsatzfähig zu machen. Und damit das liebliche Mädchen Goal selbst. Dann kann er sie auch wieder zurückbringen in die Oberschicht. Obwohl ihr Ehemann, der Rufus merkwürdig ähnlich sieht, ja nur an ihr interessiert scheint, weil sie über die Zugangscodes nach oben verfügt. Und dann wären dann ja noch die verwechselten Koffer ...

Deponia : Rufus wendet sich an einen leicht exzentrischen Telefonisten mit improvisierter Maschinerie, um Kontakt mit der oberen Schicht herzustellen. Rufus wendet sich an einen leicht exzentrischen Telefonisten mit improvisierter Maschinerie, um Kontakt mit der oberen Schicht herzustellen.

Ein Müllplanet, Doppelgänger und Kofferverwechslungen: Das ist Deponia, das jüngste Adventure des Hamburger Studios Daedalic, das mit Edna bricht aus für die Point-and-Click-Überraschung des letzten Jahres sorgte und mit The Whispered World im August an den Erfolg anknüpfen möchte. 2010 soll dann mit Deponia ein Spiel folgen, das in mancherlei Hinsicht die Weiterentwicklung des Studios zeigt, sich aber gleichzeitig deutlich abhebt von den bisherigen Projekten.

Die Story

Deponia : Der Held von Deponia, Rufus, in verschiedenen Gemütszuständen. Der Held von Deponia, Rufus, in verschiedenen Gemütszuständen. Obwohl der mit Müll übersäte namensgebende Planet dafür reichlich Gelegenheit böte, möchte der Creative Director Jan Müller-Michaelis in Deponia keine sozial oder ökologisch motivierte Gesellschaftskritik erkennen. »Mir geht es um das Einzelschicksal, das sich im Rahmen der gesamten Handlung entfaltet«, erklärt der Geschichtenschreiber, der für den trockenen Humor in Edna bricht aus verantwortlich zeichnete. Auf dem schrottbedeckten Boden hausen die Deponianer und improvisieren ihr Leben mit allem, was sie eben gerade finden. Über ihren Köpfen schnurrt das Beamtentum, die Mittelschicht des Planeten, in Schwebebahnen über das Terrain, in den Wolken darüber lebt die Oberklasse Deponias. Dort gibt es in bester Reinhard-Mey-Manier reichlich Freiheit und Freizeit, die Bewohner üben sich in Müßiggang und geistiger Weiterentwicklung. Der Deponia-Hauptdarsteller Rufus, dessen Charakterbeschreibung genretypisch die Wörter »Antiheld« und »eigenbrötlerisch« enthält und der als Kind auf Deponia zurückgelassen wurde, versucht daherimmer wieder, sprichwörtlich nach oben zu gelangen. Und immer wieder vergeblich. Doch dann passiert die Sache mit Goal.