Deponia im Test
Lucasarts´ Erben
Fazit der Redaktion
Patrick C. Lück:
Nostalgie und die Verklärung der »guten alten Zeit« ist dem Menschen so ur-eigen wie dem Matschijewsky sein Star Wars und dem Heiko sein VfL Wolfsburg (armer Tropf…). Und wer wie ich die goldene Ära der Lucasarts-Adventures hautnah miterleben durfte, der war sich sicher: so eine Zeit kommt nicht wieder. Doch diese scheinbar in Beton gegossene Weisheit gehört mit Deponia nun endgültig revidiert.
Mit Daedalic hat Lucasarts einen würdigen Erben gefunden - und das noch aus deutschen Landen! The Whispered World, Harveys neue Augen oder jetzt Deponia können in meinen Augen locker mit dem großen Dreigestirn von Monkey Island 2, Indy 4 und Day of the Tentacle konkurrieren. Was Lucasarts noch an Originalität oder Rätseldesign voraus hat, macht Daedalic durch Tiefgang und viel Sprachgefühl wieder wett.
Schade nur, dass ausgerechnet das Ende noch so viele Fragen offen lässt. Denn mit etwas mehr dramaturgischem Zug und Geschick sowie einen Tick sorgfältiger verteilten Rätseln hätte diesmal auch schon die Platin-Medaille winken können.